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Dienstag, 3. Juni 2014

E-Reader-Vorstellung: Einzug im Rattenbau

Hallo ihr Lieben! Alex hat es geschafft. Es war von Anfang an ihr perfider Plan und sie hat den ersten Meilenstein erreicht: Ich habe mir einen E-Reader gekauft! Ein bisschen schäme ich mich ja noch dafür. Ich bin immer eine ausgesprochene Gegnerin von E-Books gewesen. Immer wieder habe ich Alex geschrieben: "Mein neues Buch ist da! Und wie es sich anfühlt und riecht! Ich will nie ein E-Book lesen!"

Aber dann kam die Entscheidung zu einer großen Reise und die Aussage meines Reisebegleiters: "Du darfst nur ein Buch mitnehmen!" Schock! Insgesamt über 24 Stunden Flugzeit, drei Wochen Urlaub und EIN BUCH???? Selbst wenn ich eins finden würde, das lang genug ist, kann mir jemand garantieren, dass ich es mögen würde?

In dieser Zeit hat Alex ihre E-Reader-Vorstellung veröffentlicht und ich habe angefangen zu lesen. Dann wurde ein kleines Sümmchen zum Verjubeln frei und an einem gemütlichen Samstag habe ich mich vor den Laptop gesetzt, weitere Berichte gelesen und entschieden: Der neue Kindle Paperwhite soll es sein. Aller bösen Vorbehalte zum Trotz - es hat auch seine Vorteile sich an einen großen Konzern wie amazon zu binden.

Aber ich bin ja Frau und habe gleich mal die passende Hülle geshoppt. Die erste war leider ein Reinfall und hier mein erster Tipp für E-Reader-Jungfrauen wie mich: Bei der Hülle unbedingt ausprobieren, ob der On/Off-Knopf freiliegt. Wenn Alex mir blauäugigem Dummchen das nicht gesagt hätte, wärs zu spät zum Zurücksenden gewesen.

Dann gab es auch gleich den nächsten Tipp von Alex: caseable. Also wieder vor den Laptop und natürlich individuell zusammengezimmert. Und dann war der Kindle endlich bereit für seinen ersten Einsatz:














Jetzt verfalle ich ihm Stück für Stück. Die ganzen Vorteile springen mich täglich an und wollen mich überzeugen: platzsparend, schneller, günstiger und die Markiermöglichkeiten! Darin verliebe ich mich gerade. Mein aktuelles Challengebuch eignet sich hervorragend für wildes Markieren und Notizen machen.

Ich kann einen E-Reader auf jeden Fall jedem empfehlen, der viel unterwegs ist: Er ist handlich, leicht und muss nur einmal aufgeklappt werden, um an derselben Stelle weiterlesen zu können. Das habe ich sehr genossen, als ich am Wochenende Zug gefahren bin: Selbst zwei Minuten in der U-Bahn können so zum Lesen genutzt werden. Ich persönlich würde mir aber immer eine Hülle dazu kaufen - es erleichtert das Lesen in jeder Körperhaltung, weil der E-Reader leichter abgestützt werden kann und besser in der Hand liegt.

Das sind die niedlichen Anmerkungen eines E-Reader-Neulings. Wer es technischer mag: Alex hat da ein paar gute Posts verfasst:

Kindle Paperwhite
Kobo Aura
Imcov6l (+Nachtrag)
Der Vergleich

Donnerstag, 29. Mai 2014

Ausprobiert: Ratgeber "Wie uns Aufräumen & Entrümpeln glücklich macht"

Vor einiger Zeit bekam ich eine sehr nette Mail von Madame Missou, einer Autorin, die eine ganze Menge kurzer „45-Minuten-Ratgeber“ veröffentlicht hat. Ich dürfe gern einen der Ratgeber ausprobieren. Ich lese zwar sonst kaum Ratgeber, die Idee fand ich aber irgendwie witzig. Aus dem bunten Sortiment habe ich mir „Wie uns Aufräumen & Entrümpeln glücklich macht“ ausgesucht. Ich wohne zwar nicht gerade in Messipotanien, habe aber natürlich die ein  oder andere chaotische Ecke. Da ich Entrümpeln ungemein befreiend finde und mir hilfreiche Aufräumtipps erhofft habe, wollte ich diesen Ratgeber gern testen.

Das Buch beginnt mit einem gut strukturierten und klaren Inhaltsverzeichnis. Es geht um Argumente und besondere Anlässe fürs Entrümpeln, anschließend wird jeder Raum der Wohnung einzeln behandelt. Im Wohnzimmer wollte ich starten und Stück für Stück die genannten Tipps umsetzen, so mein Plan für den Ratgeber-Tag.

Die einleitenden Argumente für das Entrümpeln waren in meinem Fall nicht nötig. Dieser Abschnitt soll wohl Überzeugungsarbeit für besondere Sammler und Horter liefern. Ich bin vom System „nicht alles ewig aufzubewahren“ schon sehr überzeugt. Trotzdem lasen sich diese Kapitel flott und bieten den ein oder anderen interessanten Ansatz.
Nach allgemeinen Gründen für das Entrümpeln wurden auch besondere Situationen umschrieben, in denen es notwendig sein kann, sich von Altlast zu trennen. Die Trennung von einem Partner und der Verlust eines geliebten Menschen waren hier zwei Beispiele, in denen grob das Vorgehen skizziert wurde. Beide Varianten waren klar strukturiert, boten für mich aber keine neuen Informationen.

Dann ging es zu den einzelnen Räumen. Und ich habe schnell festgestellt: ich bin ein Quell der Ordnung ;-). Viele der beschriebenen Ordnungsvarianten setzen wir in unserer Wohnung schon genau so um und die alltäglichen „Aufräumroutinen“ sollten eigentlich jedem klar sein (Geschirr in die Spülmaschine, Wäsche in den Wäschekorb etc.). Dieser Abschnitt hat mich darum leider etwas enttäuscht. Ich hatte mir einige Profi-Tipps erhofft, zum Beispiel eine praktikable Alternative für den „Papierhaufen“ auf dem Schreibtisch. Dass ab und zu abgeheftet werden sollte ist klar, wie "zwischendrin" dauerhaft Ordnung gehalten werden kann, hätte mir weitergeholfen bei meiner Achillesferse ;-D.
Auch die Methode liebgewonnene Erinnerungsstücke in kleinen Kisten aufzubewahren, um nicht alles lose herumliegen zu haben, nutze ich schon jetzt sehr gern. Meine Aufräumrunde fiel daher deutlich kürzer als erhofft aus. Spaß hat es mir trotzdem gemacht.

Für Aufräummuffel oder junge Leute, die Strukturen für ihre erste eigene Wohnung lernen wollen, ist dieses Buch genau richtig: kurzweilig, motivierend und voll durchgehend einfacher und leicht umzusetzender Tipps.
Wer diese grundlegenden Themen aber verinnerlicht hat, ist hier falsch. Dann sollte man sich vielleicht lieber mit einem der weiterführenden Büchlein gezielte Tipps für seine Schwachstellen suchen.

Zur Website von Madame Missou: http://www.madamemissou.de/

Sonntag, 6. April 2014

Ausprobiert: Bücher-App "Codex"

Das Wochenende nutze ich gern um ein bisschen Ordnung zu schaffen: in der Wohnung, in privaten To-do's und auch manchmal in meiner Büchersammlung.
Seit es das Read Pack gibt, gibt es in meinem kleinen Rattenbau eine Menge mehr gelesene und (vor allem) ungelesene Bücher, als das Früher der Fall war. Ich leihe und verleihe mehr und muss bei all dem auch noch den Überblick behalten.

Schon lang benutze ich für die Organisation unserer Filmsammlung die App "MyMovies" (wenn Interesse besteht kann ich auch die gern zeigen und erklären, sie ist Gold wert!). Für Bücher habe ich lange nach einer adäquaten App (für Android) gesucht...

Jetzt habe ich sie gefunden, sie heißt "Codex" ist kostenlos und kann (obwohl noch nicht perfekt) genau das, was ich wollte und brauchte!

Bücher hinzufügen

Handgeschriebene Listen habe ich schnell aufgegeben, die werden mir schnell zu unübersichtlich und das hinzufügen größerer Mengen neuer oder verliehener Bücher ist echt mühsam.

In Codex können Bücher mittels ISBN-Scan, des Eintippens der ISBN-Nummer oder die Titelsuche aus einer umfangreichen Datenbank gesucht werden. Für die seltenen Fälle, dass keinerlei Informationen gefunden werden, können Bücher auch manuell hinzugefügt werden.

In meinem Testlauf ist bei 40 Büchern kein einziges "nicht gefunden" worden. Über eine der drei Varianten konnte ich in jedem Fall ein Ergebnis finden.
Am schnellsten geht dabei häufig der ISBN-Scan, nur bei einigen wenigen ungewöhnlichen Einbänden oder verschmutzten Barcodes hat der Scan nicht funktioniert. Wird ein Buch erkannt wird es sofort mit allen nötigen Informationen und (sofern vorhanden) einem Coverbild zum Speichern angeboten.

Wer hier sehr viel Wert auf Optik legt muss vermutlich ein bisschen manuell nacharbeiten. Die Coverbilder wurden bei meinem Test nur bei ca. einem Drittel der Bücher sofort erkannt. Die übrigen habe ich manuell nachgepflegt, das geht ein bisschen umständlich indem man das Coverbild aufs Handy herunterlädt und dann im Datensatz des Buches zur heruntergeladenen Datei verlinkt. Im Ergebnis hat man dann aber eine sehr hübsche Ansicht aller verfügbaren Bücher.



Angaben zum Buch

Die automatisch heruntergeladenen Informationen zum Buch sind häufig schon sehr umfangreich. Neben Autor, Titel, Verlag, Seitenzahl, Erscheinungstag, Kategorie und einer Kurzbeschreibung (Klappentext) gibt es dann noch die Möglichkeit persönliche Informationen einzutragen.

Diese Informationen reichen von den Angaben darüber ob das Buch gelesen oder ungelesen, das eigene oder ein geliehenes Buch, ob es ein Lieblingsbuch und sogar ob das Buch signiert ist zu Informationen in welchem Regal oder welcher Sammlung man das Buch zugeordnet hat.

Vor allem die Einteilung zu gelesen und ungelesen hat es mir angetan, danach lässt sich später ganz einfach Filtern und die Wahl des nächsten Buches ist ohne "im Regal umherklettern" erledigt.




Bücher organisieren, verleihen und sortieren

Die Bücher können anhand der in den Angaben zum Buch eingetragenen Informationen sortiert und angezeigt werden. Ich persönlich habe mir Sammlungen für die Lesemonate angelegt und trage dort jetzt Bücher, wenn ich sie abgeschlossen habe, direkt ein (mal schauen, wie lang der Elan anhält). Außerdem kann ich eintragen, an wen ein bestimmtes Buch verliehen ist und mir gezielt meine ungelesenen Bücher anzeigen lassen.



Ich habe ewig nach einer App wie dieser gesucht und bin begeistert, sie jetzt endlich gefunden zu haben. Vor allem die Organisation der ungelesenen Bücher gefällt mir, ich hoffe dass ich so auch mit wachsender Anzahl immer den Überblick über meine Buchschätze behalten werde.

Organisiert ihr eure gelesenen und ungelesenen Bücher? Wie macht ihr das: per App oder mit einer handgeschriebenen Liste, in einer Buchplattform oder habt ihr alles im Kopf?

Sonntag, 16. Februar 2014

Ausprobiert: Büchertagebuch "Bücher sind treu"

Schon eine ganze Weile bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit beim Lesen einen Platz für Notizen und Kommentare zu haben und später mal einen Überblick zu bekommen, was ich alles so gelesen habe. Außerdem möchte ich meine gelesenen, ungelesenen und gewünschten Bücher im Blick behalten. Bei der Suche nach einem schönen Büchertagebuch bin ich auf "Bücher sind treu" vom Atlantik Verlag gestolpert. Das Buch erscheint am 11. März, ich durfte es aber jetzt schonmal eine Weile testen.

"Bücher sind treu"
Atlantik Verlag
224 Seiten
10 € (Hardcover)


"Bücher sind treu" ist das erste Büchertagebuch das ich bei meiner Suche gefunden habe, das nicht nur die reine Notizfunktion in den Vordergrund stellt, sondern auch durch eine wunderschöne Gestaltung überzeugt und eine echte Liebeserklärung an Bücher ist. Es macht einfach Spaß das Buch zu benutzen.


Für jedes Buch findet sich Platz für Autor, Titel, Verlag, eine Angabe von wann bis wann das Buch gelesen wurde und eine Bewertung. Außerdem gibt es die Möglichkeit zu notieren wann das Buch gekauft wurde oder von wem es geliehen oder geschenkt ist. Nach dieser Übersichtsseite hat man 3 Seiten Platz für Leseeindrücke und Notizen. Abgeschlossen wird jeder Eintrag mit einem tollen Zitat zum Thema Bücher und Lesen.


Das Büchlein bietet insgesamt Platz für 50 Einträge. Für Vielleser ist dies fast ein bisschen knapp bemessen, es macht das Buch aber sehr handlich und trotz des festen Papieres und der hochwertigen Verarbeitung nicht zu dick. Durch die Qualiät des Papiers scheint außerdem die Schrift auf der Rückseite eines Blattes kaum durch und stört so die Optik der Einträge nicht.

Ich bin gespannt wie lange die 50 Einträge bei mir reichen werden, als ständiger Begleiter ist das Buch jedenfalls prima geeignet.


Am Ende des Buches sind einige Seiten für verschiedene Listen vorgesehen: Lieblingsbücher, Ausgeliehene und Verliehene Bücher, Verschenkte Bücher, eine Bücher-Wunschliste und Lieblingsbuchhandlungen können hier eingetragen werden. Der Verlag kennt die büchersüchtigen Leser offenbar sehr gut, denn für die Wunschliste ist mit Abstand der meiste Platz vorgesehen, das passt für mich also ganz gut.


Insgesamt ist "Bücher sind treu" ein absolut gelungenes Büchertagebuch, dass durch seine kompakte Größe sowie schöne und übersichtliche Gestaltung überzeugt. Die Seiten sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und vor allem die Bewertungsskala für die Bücher, von 0 bis 5 Knochen, lässt mich jedes Mal wieder grinsen.
Das Buch ist ab sofort mein ständiger Begleiter und wird sich sicher auch als Geschenk an die ein oder andere Leseratte noch prima machen.

"Outside of a dog, a book is a man's best friend;
inside a dog, it's too dark to read."
- Groucho Marx