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Montag, 13. Oktober 2014

Montagsfrage #37 von Libromanie


Wir haben's geschafft! Heute antworten wir mal wieder beide auf die Montagsfrage von Libromanie. Es ist ja auch diesmal ein Thema, mit dem wir beide uns in diesem Jahr ausgiebig beschäftigt haben:

"Habt ihr einen eReader und wenn ja, welchen?"

Alex' Antwort: Meinen eReader Fuhrpark habe ich in diesem Jahr ja eigentlich ausgiebig vorgestellt, trotzdem freue ich mich über diese Montagsfrage besonders. 
Mein erster eReader war der Kindle Keyboard, der ist mittlerweile in Rente gegangen, weil der Akku schwach geworden ist und das Display einen leichten Wackelkontakt hat. Ganz aussortiert ist er allerdings noch nicht, mein Mann nutzt ihn unterwegs ab und an noch ganz gern.
Als zweiter eReader zog der Kindle Paperwhite 1 bei uns ein, der war ein direkter Ersatz für den alten Kindle und ist nach wie vor mein Favorit. Hier habe ich ihn ausgiebig vorgestellt.
Um auch mal Bücher im epub Format lesen zu können, um Angebote anderer Shops in Anspruch zu nehmen oder für Rezensionsexemplare zog der Kobo Aura als dritter eReader bei mir ein. Hier habe ich meine Erfahrungen mit dem Kobo beschrieben.
Ein echtes Experiment war mein vierter eReader, der Imcov6l von Imcosys ist basiert auf Android und kann die Skoobe App abspielen. Meine ersten Erfahrungen habe ich hier ausgiebig niedergeschrieben, im Langzeittest hat sich der Imcov6l allerdings nicht gut bewährt, der Akku schwächelt und die Ladezeiten sind doch recht lang.
Mein neuester eReader ist nun der Icarus Illumina E653 er ist mein Ersatz für den Imcov6l und hat sich diesmal auch im Langzeittest bewährt, mehr dazu erfahrt ihr hier.



Von diesen fünf Geräten sind der Kindle Paperwhite 1 und der Icarus Illumina am häufigsten im Einsatz, der Kobo kommt sehr selten zum Einsatz und der Imco ist mittlerweile stillgelegt.

Bald kommt der neue Kindle Voyager auf den Markt und reizt mich noch sehr. Dafür ist im Moment kein Leseratten-Budget vorhanden, langfristig möchte ich aber umsteigen, da der Voyager wieder "Tasten" hat und das nervige "auf dem Display rumtatschen" damit endlich ein Ende hätte.

Susis Antwort: *Hüst* Ich trau mich fast nicht etwas zu sagen, als E-Reader-Neuling. Ich habe mir dieses Jahr für den Urlaub einen Kindle Paperwhite 2 gekauft. E-Books waren vorher überhaupt kein Thema für mich - jetzt überzeugen sie mich immer mehr. Obwohl das nicht verleihen können immer noch der schmerzlichste Punkt für mich bleibt.

Montag, 28. April 2014

E-Reader-Vorstellung: der Vergleich

Teil 4: der Vergleich



Dieser Teil fällt mir nun wirklich schwer. Klar ist: ich kann hier Vorzüge und Nachteile nur aus meiner subjektiven Sicht berichten, eben aus der Sicht eines Anwenders. 
Für mich hat sich deutlich gezeigt, dass Kindle Paperwhite und Kobo Aura ganz klar in einer Liga spielen und zwei tolle e-Reader sind, die man kaum noch aus der Hand legen möchte. Einen direkten Favoriten zwischen diesen beiden e-Readern zu benennen ist für mich schwer möglich, es kommt stark darauf an woher man seine ebooks beziehen möchte.
Überraschend ist für mich aber auch, dass der Imcov6l, als absoluter Außenseiter und für mich eigentlich reines Experiment, sich neben diesen beiden Top-Geräten recht gut schlägt. Zwar sind Defizite in der Darstellung (im Vergleich zu den anderen deutlich ausgeprägteres Ghosting) und der Bedienung deutlich zu spüren, jedoch hat das Arbeiten mit dem Reader auch für das ein oder andere kleine „Wow“ gesorgt: zum Beispiel bei der tollen Verarbeitung von unterschiedlichsten Formaten, epub mit und ohne DRM, mobi ohne DRM und pdf-Dateien und der Navigation in zwei von mir gern genutzten Lese-Apps.



Kindle Paperwhite 1
Kobo Aura
Imcov6l
+ Texte gestochen scharf
+ Beleuchtung angenehm und passend regulierbar
+ Reaktionszeit sehr schnell
+ sehr ansprechendes Gerätedesign und tolle Verarbeitung
+ hohe Genauigkeit beim markieren von Textstellen oder Wörtern
+ keine spürbare Verzögerung beim Blättern
+ Texte gestochen scharf
+ Beleuchtung sehr gleichmäßig
+ sehr ansprechendes Gerätedesign und tolle Verarbeitung
+ tolle Optik bei Bibliothek und Menüs
+ keine spürbare Verzögerung beim Blättern
+ Lesen verschiedenster Formate und mit Android-Lese-Apps
+ Texte scharf
+ Beleuchtung sehr gleichmäßig
+ keine spürbare Verzögerung beim Blättern
- Darstellung der Bibliothek nicht so ansprechend/ anpassbar
- keine Onleihe
- langsamere Reaktion beim Aufwachen aus dem Ruhemodus/Stand-by
- z.T. nicht so Reaktionsgenau beim Markieren von Textstellen
- unterschiedlich stark ausgeprägtes Ghosting
- Gelegentliche Bugs und langsame Reaktionszeiten innerhalb der Apps
- keine so hohe Akkulaufzeit wie die beiden anderen Geräte

Meine Begeisterung für ebooks und sämtliche Formen des digitalen Lesens (Kauf, Leihe, App-Abo) sind während des Tests nur noch gestiegen. Für mich machen sich alle Reader bezahlt und sie werden wohl jeder ihr spezielles Anwendungsgebiet behalten: Die Shop-Integration ist für meine Bedürfnisse beim Kindle am Besten umgesetzt und er wird von mir daher weiterhin primär genutzt. Für die Onleihe oder die Aktionen anderer Händler ist der Kobo Aura meine erste Wahl, außerdem wird er wohl durch das handliche Format und geringste Gewicht mein "Unterwegs-Reader" werden. Der Imcov6l ist für das Lesen mit meinem Skoobe-Abo reserviert und hat sich dort in den letzten Tagen sehr gut geschlagen.

P.S.
Da dies mein erster Versuch dieser Art war und ich bisher noch keinerlei Geräte getestet oder vorgestellt habe, kann es durchaus sein, dass ich für euch wichtige Informationen ausgelassen habe. Sollte das der Fall sein bitte eure Fragen einfach in die Kommentare schreiben, ich werde die Informationen dann "nachliefern" :-).

Samstag, 26. April 2014

E-Reader-Vorstellung: Kobo Aura

Teil 2: Kobo Aura



Display: Hochauflösender 6-Zoll-Pearl-E-Ink-Clarity Screen mit „Low-Flash Waveform“-Technologie; 1024 x 758, 16 Graustufen
Abmessungen/Gewicht: 150 x 114 x 8,1 mm / 174 g
Geräte-Speicher: 4 GB, mit einer Micro SD-Karte kann der Speicherplatz auf bis zu 32 GB erweitert werden
Unterstützte Formate: EPUB (DRM), PDF und MOBI, JPEG, GIF, PNG und TIFF, TXT, HTML, XHTML und RTF, CBZ und CBR
Preis: 125 € (bei redcoon.de)

Nachdem ich nun schon seit Jahren begeistert mit meinem Kindle lese wollte ich doch noch einen zweiten Reader zum Lesen von epubs mit Adobe DRM. Zum Zeitpunkt meines Kaufs war der Tolino Shine am weitesten verbreitet, dieser hat mich jedoch wegen seiner Optik und diverser Testberichte nicht wirklich überzeugt.
Meine Wahl fiel daher auf den Kobo Aura, diesen gibt es zwar auch in der Version Kobo Aura HD, ich wollte jedoch einen möglichst handlichen und leichten Reader, der auch vermehrt unterwegs im Einsatz sein soll. Kurz und gut: dafür ist der Kobo Aura ideal! Er ist mit 174 Gramm deutlich leichter als die beiden anderen Reader im Test und liegt trotz (dank?) seiner sehr kleinen Maße perfekt in der Hand. Auch die Verarbeitung ist überzeugend: die Vorderseite hat mich durch das randlose, blendfreie Display begeistert. Es gibt keine nervige Kante in der sich Staub und Fusseln sammeln können, die gesamte Vorderseite des Readers bildet eine ebene Fläche. Die geriffelte Rückseite liegt rutschfrei in der Hand.


Auch die Darstellung überzeugt, das Display ist selbst bei sehr feinen Schriftarten gestochen scharf und die Beleuchtung ist sehr gleichmäßig und nahezu stufenlos von 0 - 100% anpassbar. Eine Besonderheit ist, dass die Beleuchtung separat durch einen Knopf am Gehäuse aktiviert wird, so dass man ohne Unterbrechung des Lesens einfach nach dem Knopf tasten und die Beleuchtung aktivieren kann.
 

Die Einstellungsmöglichkeiten des Kobo haben mir gut gefallen, es stehen 12 verschiedene Schriftarten zur Auswahl, Schriftgröße, Zeilenabstand und Ränder können jeweils individuell angepasst werden und auch die Ausrichtung des Textes ist frei bestimmbar.


Die Reaktionsgenauigkeit des Kobo ist sehr gut, lediglich beim Markieren von interessanten Textstellen kam es bei mir immer wieder zu kleineren Ungenauigkeiten. Die Auswahl einzelner Wörter hat jedoch sehr gut funktioniert.
Die Reaktionsgeschwindigkeit des Kobo ist dagegen etwas zwiespältig, vom Einschalten des Readers, bis er lesefertig zur Verfügung steht, vergehen einige Sekunden. Ärgerlich ist zusätzlich, dass man nicht direkt im Buch landet, sondern jedes Mal über das Hauptmenü neu das Buch auswählen muss. Die Reaktionsgeschwindigkeit beim Umblättern in einem Buch oder beim Navigieren in den Menüs ist dagegen sehr schnell und funktioniert nahezu ohne Verzögerungen.


Die Darstellung der Bibliothek und des Hauptmenüs finde ich sehr gelungen. Auf dem Hauptmenü wird immer das zuletzt gelesene Buch angezeigt und kann so direkt ausgewählt werden. In der Bibliothek stehen eine Listenansicht und eine Coveransicht zur Verfügung, auch bei der Listenansicht können Miniaturen der Coverbilder mit angezeigt werden.
Insgesamt wirken die Menüs und Strukturen des Kobo intuitiv und sind optisch sehr ansprechend gestaltet. Für Fans von Social Reading stellt „Kobo Reading Live“ eigene Funktionen zur Verfügung: dort können Auszeichnungen erworben werden oder interessante Buchstellen via Facebook mit Freunden geteilt werden. Auch die Anbindung an den Kobo Shop ist gelungen umgesetzt, leider stehen nicht für alle Bücher Leseproben zur Verfügung.

Auch das Beladen des Kobo mittels Adobe Digital Editions hat bei mir ohne Probleme geklappt, der Reader wurde sofort erkannt und die Bücher werden fehlerfrei in die Bibliothek übernommen.

Insgesamt war der Kobo für mich eine sehr gute Wahl, leider fehlt mir der Vergleich zum aktuellen Tolino Vision, dem Tolino Shine jedoch hätte ich das Gerät jederzeit wieder vorgezogen. Der Kobo Aura ist ein Reader der „was fürs Auge“ bietet und bei dem in allen Punkten viel Wert auf Ästhetik und Verarbeitung gelegt wurde. Für mich ist er eine super Ergänzung zum Kindle Paperwhite.

P.S.
Der Kobo Aura ist nicht ganz so verbreitet wie der Kindle, doch auch hier finden sich schöne Hüllen. Ich habe mich für eine günstige aber zugleich optisch schöne und leichte Hülle von Gecko Covers entschieden, die den tollen leichten Reader nicht unnötig beschwert.