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Montag, 20. Oktober 2014

Montagsfrage #38 von Libromanie


Im Moment herrscht Trubel im Read Pack und in diesem ist die Montagsfrage von Libromanie etwas untergegangen. Da Susi im Moment ihren Geburtstag mit Unmengen von Schokoladeneis feiert (der Alkohol und die Geschenke kommen erst am Wochenende), beantworte ich die Montagsfrage also kurzerhand (völlig ohne Vorbereitung) allein:


"Welche Romanverfilmungen haben dir in der letzten Zeit besonders gut gefallen?"

Genau meine Frage. Nicht.

Eigentlich ziemlich komisch, denn ich liebe Bücher und schaue auch leidenschaftlich gern gute Filme. Beim Thema "Buchverfilumgen" kombinieren sich jetzt aber nicht einfach meine beide Leidenschaften (das wär' vielleicht zu einfach) sondern ich bin im Gegenteil ziemlich wählerisch... 

Meist liebe ich Bücher so sehr, dass ich Angst habe sie in schlechten Verfilmungen zerstört zu sehen, oder ich bin von Filmen so angetan, dass ich das zu Grunde liegende Buch dann nicht unbedingt zu lesen brauche.
Eine aktuelle wirklich überzeugende Buchverfilmung, bei der ich Buch und Film kenne, kann ich also gar nicht nennen. Aber ein Film, der mir richtig Lust aufs Buch gemacht hat war "Carrie", denn obwohl das alles ziemlich blutig war, hat mich die grundlegende Story auch sehr interessiert. 
Die Geschichte über den Underdog, der sich an der gemeinen "Masse" rächt, ist zwar einfach erzählt, im Buch erhoffe ich mir aber noch ein paar nähere "Details"... 

Außerdem ist es ein King... ihr wisst schon.

Montag, 13. Oktober 2014

Montagsfrage #37 von Libromanie


Wir haben's geschafft! Heute antworten wir mal wieder beide auf die Montagsfrage von Libromanie. Es ist ja auch diesmal ein Thema, mit dem wir beide uns in diesem Jahr ausgiebig beschäftigt haben:

"Habt ihr einen eReader und wenn ja, welchen?"

Alex' Antwort: Meinen eReader Fuhrpark habe ich in diesem Jahr ja eigentlich ausgiebig vorgestellt, trotzdem freue ich mich über diese Montagsfrage besonders. 
Mein erster eReader war der Kindle Keyboard, der ist mittlerweile in Rente gegangen, weil der Akku schwach geworden ist und das Display einen leichten Wackelkontakt hat. Ganz aussortiert ist er allerdings noch nicht, mein Mann nutzt ihn unterwegs ab und an noch ganz gern.
Als zweiter eReader zog der Kindle Paperwhite 1 bei uns ein, der war ein direkter Ersatz für den alten Kindle und ist nach wie vor mein Favorit. Hier habe ich ihn ausgiebig vorgestellt.
Um auch mal Bücher im epub Format lesen zu können, um Angebote anderer Shops in Anspruch zu nehmen oder für Rezensionsexemplare zog der Kobo Aura als dritter eReader bei mir ein. Hier habe ich meine Erfahrungen mit dem Kobo beschrieben.
Ein echtes Experiment war mein vierter eReader, der Imcov6l von Imcosys ist basiert auf Android und kann die Skoobe App abspielen. Meine ersten Erfahrungen habe ich hier ausgiebig niedergeschrieben, im Langzeittest hat sich der Imcov6l allerdings nicht gut bewährt, der Akku schwächelt und die Ladezeiten sind doch recht lang.
Mein neuester eReader ist nun der Icarus Illumina E653 er ist mein Ersatz für den Imcov6l und hat sich diesmal auch im Langzeittest bewährt, mehr dazu erfahrt ihr hier.



Von diesen fünf Geräten sind der Kindle Paperwhite 1 und der Icarus Illumina am häufigsten im Einsatz, der Kobo kommt sehr selten zum Einsatz und der Imco ist mittlerweile stillgelegt.

Bald kommt der neue Kindle Voyager auf den Markt und reizt mich noch sehr. Dafür ist im Moment kein Leseratten-Budget vorhanden, langfristig möchte ich aber umsteigen, da der Voyager wieder "Tasten" hat und das nervige "auf dem Display rumtatschen" damit endlich ein Ende hätte.

Susis Antwort: *Hüst* Ich trau mich fast nicht etwas zu sagen, als E-Reader-Neuling. Ich habe mir dieses Jahr für den Urlaub einen Kindle Paperwhite 2 gekauft. E-Books waren vorher überhaupt kein Thema für mich - jetzt überzeugen sie mich immer mehr. Obwohl das nicht verleihen können immer noch der schmerzlichste Punkt für mich bleibt.

Montag, 6. Oktober 2014

Montagsfrage #36 von Libromanie


Ich habe mich ja etwas vor den letzten Montagsfragen gedrückt und die heutige ist auch absolut was für mich, also darf sich Alex heute mal ausruhen und ich antworte allein:

"Wer ist euer liebster Hörbuchsprecher/eure liebste Hörbuchsprecherin?"

Als erstes muss ich zugeben, dass ich die Namen fast alle nachsehen musste. Ich verfalle zwar immer mehr der Hörbuchleidenschaft (das neue Audible-Abo seit September zeugt davon), aber ich habe noch nicht so viele Hörbücher gehört, als dass ich schon Favoriten hatte. Hier aber dennoch ein paar Beisipiele:

Natürlich Rufus Beck! Die Harry Potter Hörbücher waren, glaube ich, meine ersten Hörbucher und sind genauso, wie ich sie bis heute am liebsten mag: Ungekürzter Text wird von einem vorgelesen, der sich Mühe gibt, jeder Figur eine authentische Stimme zu geben und kleine, seltene special effects werten das ganze noch auf.

Sehr gut finde ich auch Maria Koschny. Sie ist die Synchronstimme von Katniss Everdeen aus Tribute von Panem. Ich habe zuerst die beiden Filme gesehen und habe mir dann das ungekürzte Hörbuch mit ihr als Sprecherin gekauft. Schon von daher eine tolle Konstellation, aber sie haucht der Geschichte darüber hinaus Leben ein und fesselt einen mit der unbändigen Spannung. Leider komm ich bei Teil drei nur schleichend voran, weil mein Mann darauf besteht, dass wir es uns zusammen anhören - genau wie die anderen zwei Teile zuvor ^^

Zu guter letzt noch eine kurze Werbung für mein aktuelles Marathon-Hörbuch: Dank dem audible-Abo konnte ich mir die ungekürzte Fassung von "Sturz der Titanen" von Ken Follett gelesen von Johannes Steck leisten. 47-Stunden spannendes Hörvergnügen. Er hat eine ähnliche Qualität und einen ähnlichen Stil wie Rufus Beck, ist dabei - dem Buch angemessen - jedoch gesetzter. Er hat eine schöne männliche Stimme und so macht es bei den vielen pikanten Stellen im Buch Spaß ihm zuzuhören, aber mehr später in der Rezension ;-)

Ich hoffe euch im nächsten Jahr noch viele weitere schöne Hörbücher vorstellen zu können!

Montag, 29. September 2014

Montagsfrage #35 von Libromanie


Juhuu! Susi ist aus dem Urlaub zurück, die letzten Bloggeburtstags-Luftschlangen segeln durch die Luft und wir packen weiter Geschenke aus. Und jetzt kommt noch so eine schöne Montagsfrage von Libromanie. So lang Susi die Koffer auspackt, antworte ich noch einmal allein auf folgende Frage:

"Was haltet ihr von Merchandise-Artikeln zu Büchern?"



Grundsätzlich brauche ich nicht zu jedem Buch irgendeinen Fan- oder Werbeartikel. Meist ist es ja doch irgend ein Firlefanz, der dann früher oder später irgendwo trist vor sich hin staubt. 
Bei manchen wichtigen Herzensbüchern kann ich dann aber wiederum auch nicht widerstehen. Auf dem Foto seht ihr meine uralte "Susi und Strolch" Ausgabe und die passende Figur von Disney. Diese Figur hat's mir einfach angetan und macht mir immer gute Laune, wenn ich drauf schau!

Montag, 15. September 2014

Montagsfrage #34 von Libromanie


Susi weilt weiterhin im Urlaub (ich hoffe sie verläuft sich nicht im asiatischen Urwald) und so beantworte ich noch eine Montagsfrage von Libromanie ganz allein. Es trifft sich aber gut, dass ich diese Frage ohne Probleme für uns beide beantworten kann ;-).

"Besuchst du Besucht ihr nächsten Monat die Frankfurter Buchmesse?"

Ja, wir werden vermutlich vor Ort sein! Geplant ist es und wenn nicht irgend eine Krankheit oder die Arbeit dazwischen kommt, sind wir auf der Messe unterwegs. 
Noch besser? Wir werden das erste Mal die Messe zu den Pressetagen besuchen und durch die nicht so überfüllten Hallen spazieren können.

Im letzten Jahr war ich am Samstag auf der Messe und hatte schon nach kurzer Zeit die Nase voll von den Menschenmassen. Das wollte ich mir dieses Jahr nicht antun und so hatten wir wirklich Glück mit den Pressekarten. Sonst hätte ich die Messe diesmal ganz ausfallen lassen.

Insgesamt ist es für uns Frankfurter aber natürlich auch alles etwas einfacher, da wir uns nicht um Unterkunft oder Fahrt kümmern müssen. So ist die Messe für uns weniger ein geplanter Event, als eher ein spontaner Ausflug. Da die Zeit im Moment aber auch so schon enorm stressig ist, bin ich sehr froh darüber (hoffentlich) einfach einen netten Tag auf der Messe zu haben ohne ein großes Programm planen zu müssen.


Wie sieht's mit euch aus, kommt ihr zur Messe?

Montag, 8. September 2014

Montagsfrage #33 von Libromanie


Heute ist Susis erster Urlaubstag und beginnt direkt mit einer Montagsfrage von Libromanie, die perfekt für sie gewesen wäre. Denn Susi ist von uns Beiden definitiv der "in der Öffentlichkeit"-Leser. Ich lese zwar auch unterwegs, aber mehr in Wartezimmern oder als Beifahrer im Auto. Von daher ist meine Antwort auf die Frage...

"Gab es schon mal eine Situation, in der dir das Lesen in der Öffentlichkeit peinlich war?"

... auch ziemlich unspektakulär:

Nein.

Susi sagte auch, dass es ihr noch nie direkt peinlich war in der Öffentlichkeit zu lesen. Sie hofft aber, dass man ihr in der Öffentlichkeit nicht unbedingt ansieht, was sie so liest. Vor allem wenn es eher "heikle" Szenen sind ;). Die Reiselektüre enthält diesmal wohl keine Bücher in dieser Richtung, Susi wird also im Moment ganz ohne roten Kopf im Flugzeug sitzen und die Zeit tot schlagen.

Ich selbst finde diese andere Seite übrigens auch wesentlich spannender:

Ich liebe es in der Öffentlichkeit lesende Menschen zu betrachten! Zu sehen was sie lesen oder im Gesicht abzulesen, wie ihnen das so gefällt, macht mir einfach Spaß. Besonders witzig war dabei in meinem letzten Urlaub ein Herr mittleren Alters, der in knapper Badehose an der Strandbar "Shades of Grey" las. An seinem Gesicht war keine Regung abzulesen, sonderlich spannend scheint das Buch nicht gefunden zu haben. Ein irgendwie witziger Kontrast. Zu gern hätte ich gefragt, ob er das Buch von seiner Frau geborgt oder tatsächlich selbst als Urlaubslektüre gewählt hatte ...

Montag, 25. August 2014

Montagsfrage #32 von Libromanie


Die heutige Montagsfrage von Libromanie ist ja mal sowas von genau meins, dass ich einfach antworten muss! Dafür hält sich Susi heute zurück, sie guckt schon immer irritiert, wenn ich ihr erzähle, wofür ich mich gerade begeistere.

"Das abgefahrenste Buch, das du je gelesen hast?"

Abgefahren ist genau mein "Genre", ich mag Bücher mit skurrilen Charakteren oder abgedrehter Handlung, seltsame Gedankenspiele und alles was irgendwie "anders" ist.

Angefangen hat das mit "Illuminatus! Das Auge in der Pyramide", damals stand ich total auf Verschwörungstheorien und fand das alles super spannend. Verstanden habe ich das Buch vermutlich nicht ganz, die Handlung sprang wild hin und her, es gab diverse Anspielungen. Aber allein die Cover waren natürlich abgefahren und irgendwie "cool".

Bis heute werde ich magisch angezogen von verrückten Titeln und wirren Klappentexten. Ich kann mich nicht wehren, je abgedrehter der erste Eindruck, desto neugieriger werde ich erstmal. Meine aktuelle Lektüre passt auch schon wieder dazu: "Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe"

Das Abgefahrenste ist bei dieser Auswahl an jahrelanger abgefahrener Lektüre gar nicht so leicht zu küren. Aber dann fiel mir ein Gespräch ein, dass ich vor Kurzem mit meiner besten Freundin geführt habe. Ich erzählte ihr, worum es bei "Die Binewskis - Verfall einer radioaktiven Familie" geht und erntete verwirrte Reaktionen aber auch Begeisterung. Denn hier werden skurrile Charaktere mit einer abgefahrenen (also echt irren) Handlung kombiniert, bringen aber auch noch eine richtig tolle Aussage rüber. Abgefahren!

Noch ein echt abgefahrenes Buch (bzw. drei Bücher) kommt aus dem selben Verlag und hat mich auch in diesem Jahr überrollt. Die MaddAddam-Trilogie ist so einzigartig, abgefahren erzählt und enthält eine riesige Portion Wahnsinn aber auch Intelligenz. Ich konnte mich dieser Geschichte und ihren Ideen nicht entziehen und könnte direkt schon wieder von vorn anfangen.
Diese beiden Bücher sind (im völligst positiven Sinne) deart abgefahren, dass sie sich einfach im Kopf festfressen. Herrlich!

Montag, 18. August 2014

Montagsfrage #31 von Libromanie


Auf die heutige Montagsfrage von Libromanie antworte ich allein, weil Alex ihr dunkles Geheimnis nicht lüften will. Ich sage nur so viel - unser Arbeitgeber betreibt eine eigene Bibliothek ... 

"Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendetwas mit Büchern machen könntest?"

Achtung Klischeeantwort: Natürlich Schriftstellerin. Aber dann müsste in dem "könntest" enthalten sein, dass man noch etwas Talent dazu geschenkt bekommt. Und deswegen wohl Lektorin. Man sagt ja immer, wer's nicht selber kann, der kontrolliert andere ;-). Aber jetzt mal Spaß beiseite: Ich könnte mir den Job wirklich gut vorstellen. Seele streicheln und dennoch anspornen (sowas kann ich echt gut), Korrektur lesen (kann ich noch viel besser), Verbesserungsvorschläge für Plots, Figuren oder Erzählverläufe machen - ein Traum!

Also wer mal self-publishing plant - ich bin ein guter self-Lektor =)

Montag, 4. August 2014

Montagsfrage #30 von Libromanie


Auf die heutige Montagsfrage von Libromanie antworte ich allein. Offiziell weil Susi nichts dazu zu sagen hat. Aber ich glaube heimlich, dass sie über dieses traumatische Erlebnis einfach noch nicht sprechen möchte. Denn meine Antwort auf die Montagsfrage hat sie zu meinem Geburtstag am eigenen Leib erlebt... ;-)

"Bekommst du eigentlich noch Bücher geschenkt?"

Wie bei den meisten anderen Leseratten ist auch mein Umfeld der Meinung, dass ich genügend Bücher besitze. Dazu kommt eine gewisse Unsicherheit, was ich mögen/lesen würde und was ich nicht alles schon kenne. Praktische oder kreative Geschenke machen sich in den Köpfen meiner Freunde und Familie breit. Buchgeschenke? Fehlanzeige!

Doch da muss ich einschreiten! Also beginne ich mein Umfeld schon eine ganze Weile vor dem entsprechenden Anlass ganz *hust* dezent darauf vorzubereiten. Ehrlich gesagt: Ich beginne mit Zaunspfählen in autobahnbrückenpfeilerstärke zu winken.

"Ach, guck mal... am 08. September erscheint 'Mr Mercedes' von Stephen King. Das würd ich ja gern Lesen *seufz*"

"Ist das Cover von 'Steine im Bauch' nicht toll *hinzeig*. Schon faszinierend, würde ich ja gern mal lesen!"

"Zu schade, dass ich 'Jenseits der Untiefen' nicht gebraucht bei Rebuy gefunden habe. Aber das muss ich mir dringend merken, wollte ich ja schon immer gern lesen!"

Wer diese Indoktrinierung hinter sich hat, kann meist nicht mehr anders, als mir das dezent angesprochene Buch zu schenken. 
Manchmal geht natürlich auch das daneben und ich bekomme einen Satz neue Topflappen oder Amway Reinigungsmittel (Hallo, Oma! ;-)...)

Klarstellung durch Susi
Alex lügt, wenn Sie von dezent spricht. Ich habe um mehrere Monate bei Whatsapp zurückgescrollt (eine echte Leistung, denn wir schreiben uns täglich) und folgende Nachricht gefunden: 
Alex: "Sag mal gesetz dem Fall, dass du mir was zum Geburtstag schenken wollen würdest, wäre das rein hypothetisch vielleicht ein Buch?"
(Nachdem ich dann vorgeschlagen habe eigentlich heimlich mit ihrem Mann was auszumachen, hab ich Alex gefragt, ob sie sich was wünschen möchte. Daraufhin erreichten mich zwei Amazon-Links. :'D )

Montag, 28. Juli 2014

Montagsfrage #29 von Libromanie


Die heutige Montagsfrage von Libromanie ist quasi ein Aufsatzthema (Zitat Susi) und da wir ja literarische Musterschüler sind, werden wir heute beide folgende Frage beantworten:


"Happy End erwünscht?"

Susis Antwort: Ein guter Aufsatz kann mit einer Definition beginnen - also: Was heißt Happy End? Bei "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes gab es da ein Happy End? Die meisten würden doch sagen "NEIN!", ich würde sagen ja. Denn die Autorin hatte deutlich gemacht, dass dieses Ende das einzig richtige war und die Entscheidung den Hauptcharakter Will am glücklichsten gemacht hat. Auch wenn wir vielleicht weinen mussten. Und das ist mir am aller wichtigsten: Ich möchte vorgewarnt und eingestimmt sein für das, was in einem Buch passiert. Natürlich darf ein Buch überraschen, aber dann sollte es einen nicht zu hart treffen, weil einem die Figur einfach zu sehr ans Herz gewachsen ist. In irgendeiner Art sollte der Autor/die Autorin einen immer etwas schützen vor dem, was er noch mit der Figur vorhat. Ein weiteres tolles Beispiel ist "Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung" von Valentina D'Urbano. Das Buch beginnt mit der Beerdigung von Alfredo, also weiß man schon, ein Happy End kann es nicht werden. Aber die Autorin hat das Buch dennoch mit einem kleinen Silberstreifen enden lassen, der unter diesen Umständen noch als Happy End anzusehen ist. Ja na gut - ich gebe es zu, die Beispiele beweisen es ja schon: Ich bin ein grundoptimistischer Mensch und deswegen sollte ein Buch immer in irgendeiner Weise positiv enden. Ob man das jetzt Happy End nennt oder nicht. :D

Alex' Antwort: So einfach wie's klingt, ist das bei mir mal wieder nicht. Eigentlich mag ich Bücher mit Happy End sehr. Denn ein Happy End macht es mir häufig leichter, das Buch abzuschließen. Ich bin ja so schon meistens traurig, wenn ein Buch zuende geht. Irgendwie verströmt es dann aber ein so behagliches Gefühl, wenn doch am Ende zumindest alle glücklich sind.
Was ich aber gar nicht mag und was mich regelrecht sauer macht, sind Bücher, bei denen ein Autor das Happy End auf biegen und brechen "hinzaubern" möchte. Am schlimmsten inklusive Wunderheilungen und dem "deus ex machina", der schnell noch alles regelt. Traurige Enden haben bei traurigen Geschichten durchaus ihre Berechtigung und sollten dann auch traurig, schlimm und tragisch sein dürfen.
Noch fuchsiger machen mich manche offene Enden. Lang wird liebevoll eine Geschichte erzählt, es werden Figuren vorgestellt und Konflikte aufgebaut und *flupp... weg sind sie. Aus. Vorbei. Huch? Und jetzt? Auch hier gibt es Ausnahmen. Offene Enden, die noch gerade so viel andeuten, dass man ein Buch zufrieden weglegen kann, aber genug offen lassen, um die Geschichte selbst weiter zu denken.

Also obwohl ich generell schon ein Fan von "Friede, Freude und Eierkuchen" zum Ende hin bin, gibt es immer wieder Bücher, denen ein trauriges Ende besser zu Gesicht steht oder die mich trotz offenem Ende zufrieden zurücklassen.
Unterm Strich mag ich es aber glücklich, mein Lieblingsspruch ist nicht umsonst:

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ 
- Oscar Wilde

Montag, 21. Juli 2014

Montagsfrage #28 von Libromanie


Ich habe offensichtlich ein grauenhaftes Gedächtnis oder ich leide doch an dem Aufmerksamkeitsde ... oh eine Staubflocke. Was wollte ich gerade sagen? Na ja, auf jeden Fall musste ich mich wieder vor mein Bücherregal stellen, um die Montagsfrage beantworten zu können:

"Mit welcher Romanfigur wärst du gerne befreundet?"

Und ich SCHWÖRE!!!, ich habe den Eintrag von Nina erst nach meiner Entscheidung gelesen! Das könnt ihr mir glauben, weil normalerweise schreibt mir Alex immer die Frage, ich denk drüber nach und seh dann erst bei Nina vorbei. Na ja - auf jeden Fall hab ich mich für Camille aus "Zusammen ist man weniger allein" entschieden.

Wahrscheinlich, weil sie ein bisschen so ist wie ich bzw. ein bisschen so, wie ich gerne sein würde. Deswegen glaube ich, dass wir gut harmonieren würden und sie mich zu vielen lustigen Dingen überreden würde. Mit ihr hätte ich sicherlich einige unvergessliche Erlebnisse.

PS: Ich hab das Buch mal vorsichtshalber auf den Nachttisch gelegt - wann auch immer ich das lesen soll :'D aber ich hab so Lust drauf!

Montag, 14. Juli 2014

Montagsfrage #27 von Libromanie

Alex erholt sich verdientermaßen und ich kehre heute langsam wieder in das Bloggerinnenleben zurück. Obwohl mich die Montagsfrage daran erinnert, dass das nächste Projekt schon wieder ansteht:

"Welche Bücher nehmt ihr mit in den Urlaub?"

Genauso wie Nina weiß ich noch nicht, welche Bücher ich mit in den Urlaub nehmen werde. Aber das liegt vor allem daran, dass ich mir für den Urlaub einen Kindle gekauft habe und mir den Luxus gönnen werde, extra für den Urlaub kurz vorher ein paar ebooks zu kaufen. Ich werde zum Beispiel definitiv eine Biografie mitnehmen, vielleicht:

"Mein Leben mit Stephen Hawking" von Jane Hawking, Piper Verlag

448 Seiten

19,99 € (Kindle-Edition)






 Von amazon: "Jane Hawking lebt 25 Jahre lang an der Seite eines Mannes, den man »Einsteins Erben« nennt. Während Stephen Hawkings Denken ungeahnte Höhen erreicht, richtet eine tückische Krankheit seinen Körper mehr und mehr zugrunde. Jane Hawking berichtet in aller Offenheit von einer Ehe, in der Begabung und Krankheit, Glück und Trauer, Treue und Grausamkeit nah beieinanderliegen."

Und dann am liebsten noch eine gute Liebesgeschichte und einfach nur eine gute, spannende Geschichte wie "Wolkenatlas" oder auch gerne noch was mit wahrer Begebenheit aber in Romanform wie "Die unsichtbare Brücke".

Habt ihr irgendwelche Tipps?

Montag, 7. Juli 2014

Montagsfrage #26 von Libromanie


Während Susi die eigene Hochzeit erst ganz frisch hinter sich hat und auf rosa Herzwölkchen hüpfen sollte, ist sie schon wieder fleißig mitten in der Planung der nächsten familiären Hochzeit. Danach wird sie auch wieder aktiver im Rattenbau, jetzt bin ich noch "allein zuhaus" und antworte auf die Montagsfrage von  Libromanie:

"Gibt es ein Buch, das ihr untrennbar mit einer bestimmten Person verbindet?"

Nicht nur eines, viele Bücher haben für mich eine direkte Verbindung zu einer bestimmten Person! Vor allem wenn ich ein Buch empfohlen oder geschenkt bekomme, knüpfen mein Herz und Hirn diese enge Verbindung.

Folgende fallen mir ganz spontan ein:


"The Raging Quiet" von Sherryl Jordan ist das englische Original zu "Flüsternde Hände", meine Großeltern haben es mir aus einem Urlaub in Canada mitgebracht. Dafür hat sich mein Opa ohne eigene Englischkenntnisse durch eine Buchhandlung quälen müssen und hat dabei trotzdem so eine tolle Wahl getroffen.
"Stark - Der Traumdetektiv" von Michael Marshall Smith war der (erfolgreiche!) Versuch meines Mannes, mir seine Art von Literatur näher zu bringen. Es ist eines seiner Lieblingsbücher und hat auch mir unglaublich viel Spaß gemacht. Obwohl es eigentlich ins Sci-Fi Genre gehört, hat es eher etwas von einer erwachsenen, männlichen Alice im Wunderland. Ein Beweis dafür, dass in den seltsamsten Ecken auch gute Bücher lauern können.
"Die Schöne und der Zwerg" von Kay Nolte Smith hat mir meine Mama mal in die Hand gedrückt, als ich noch ziemlich jung und gerade kein Lesestoff im Haus war. Mittlerweile habe ich das Buch schon mindestens drei Mal gelesen und liebe es jedesmal wieder. 1830 in Paris nimmt der kleinwüchsige Kabarettist Nandou die Lumpensammlerin Jeanne zu sich. Aus reiner Fürsorge wird Liebe, aber lang erwidert Jeanne diese Liebe nicht. "Die Schöne und der Zwerg" ist eine wunderschöne, humorvolle, traurige (schrecklich traurig!) Liebesgeschichte, die Mut macht. Es geht um Toleranz, Freiheit und Liebe und man lernt nebenbei ein bisschen über die französische Revolution und Victor Hugo. Ein tolles Buch in einer leider eher abschreckenden Verpackung! Titel und Cover hätten mich wohl sonst nicht hinterm Ofen vorgelockt, dafür brauchte es schon die Lesebegeisterung meiner Mama!

Am Zustand der drei Bücher sieht man, dass sie alle schon häufiger zur Hand genommen wurden und sie gehören definitiv zu den Büchern, die auch immer wieder zur Hand genommen werden und jedes Aussortieren überdauern.

Welche Bücher verbindet ihr mit besonderen Menschen? Sind es auch solche Exoten oder vielleicht Klassiker oder gar Bestseller? Ich bin gespannt!

Montag, 23. Juni 2014

Montagsfrage #25 von Libromanie


Aus der Antwort auf die heutige Montagsfrage wird klar: der Blog hat uns gut getan! Seit wir miteinander und mit euch unsere Leseleidenschaft teilen wuppt's einfach. Heute also Susi kurz und prägnant, ich mal wieder schwafelig zur Montagsfrage von Libromanie:

"Hattet ihr schon mal eine Leseflaute?"

Susis Antwort: Meine größte Leseflaute begann im Jahr 2007 mit Beginn meines Studiums und endete 2013 mit dem Kennenlernen von Alex. Sie hat mich wieder daran erinnert, wie schön Lesen ist.

Alex' Antwort: Als ich über diese Frage nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass ich eine richtige Leseflaute nicht mehr hatte, seit wir den Blog gegründet haben. Im Gegenteil, mir kam es so vor als würde ich deutlich mehr und deutlich besseres Lesen. Die Zählung hat ergeben, dass ich tatsächlich bisher 51 Bücher gelesen habe, im ganzen letzten Jahr waren es maximal 60, da hatte ich auch mal (kleinere) Phasen von Lese-Unlust.
Und es stimmt: Leseflauten entstehen bei mir eigentlich nur durch "schlechte" Bücher, also Bücher durch die ich mich durchquälen muss. Vor dem Blog habe ich nicht so bewusst ausgewählt und bin häufiger in diese Fallen getappt. Jetzt beschäftige ich mich vor dem Lesen meist mit Leseproben und wähle gezielter, was zu mir (und dem Blog) passen könnte, dadurch habe ich eine hohe Trefferquote und keine wirklichen Leseflauten mehr.

Montag, 16. Juni 2014

Montagsfrage #24 von Libromanie


Heute ist der erste Tag meines Sommerurlaubs und die Montagsfrage ist ganz passend dazu, also heute mal nur ich...

"Euer liebstes Sommerbuch?"


Da kommen mir spontan zwei Bücher in den Sinn: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler habe ich letztes Jahr im Sommer verschlungen: auf der Terasse, in der Sonne und mit dem passenden Soundtrack im Ohr. Das Buch vermittelt ein Gefühl von staubigen Straßen und drückender Hitze, gleichzeitig erzählt es voll Leichtigkeit die Geschichte besonderer Freundschaft. Das alles ist so sommerlich verpackt, dass es für mich das erste richtige "Sommerbuch" wurde.
Dieses Jahr wird mein Lesesommer beherrscht von "Die Bienen" von Laline Paull. Dieses Buch ist so ganz anders und arbeitet toll mit der Beschreibung von Gerüchen und Farben, dass es eine Freude ist. Besonders toll ist es auch bei diesem Buch im Freien zu lesen und die Protagonisten vielleicht höchstpersönlich vorbeisummen zu hören.

Montag, 9. Juni 2014

Montagsfrage #23 von libromanie


Die heutige Montagsfrage ist totally me, weil ich mich so herrlich unnötig gern darüber auslassen:

"Hörbücher gekürzt oder ungekürzt?"

Absolut ungekürzt! Schon allein, weil ich Hörbücher vorzugsweise nach ihrer Spiellänge kaufe ;-). Ich nutze sie gerne als Motivatoren zum Aufräumen oder laufen gehen. Und ich mag lieber echte Hörbücher als Hörspiele. Das ist manchmal sogar schwerer beim Kauf zu entdecken als der Hinweis "ungekürzt". Für alle, die den Unterschied nicht kennen, erkläre ich ihn gerne:

- Hörbücher sind meist ungekürzte Lesungen einer Person eines Buches ohne weitere Special Effects.

- Hörspiele sind ähnlich wie Filme Adaptionen eines Buches mit verschiedenen Sprechern, Musik und zusätzlichen Geräuschen. Sie enthalten aber Originaltextpassagen aus dem Buch. Wie umfangreich kann man aber nie wissen.

Ich bin übrigens gerade auf der Suche nach einem neuen Hörbuch - irgendwelche Empfehlungen?

Montag, 2. Juni 2014

Montagsfrage #22 von Libromanie

Nachdem wir etwas Montagsmüde waren, sind wir heute wieder dabei oder naja - ich =)

"Am Stück oder häppchenweise?"

Am Stück! Und dafür grauenhaft selten. Ich muss an dieser Stelle mal etwas los werden: Ich habe im April und Mai ein Buch geschafft. DAS liebe Leute nennt man eine Leseflaute. Ich bin kein täglicher Leser, sondern ein Unterwegsleser. Weil ich Zeit haben will für Bücher. Und ich will Zeit haben zwischen Büchern, um darüber nachzudenken, was ich da gerade gelesen habe und um nachspüren zu können, was das Gelesene in mir ausgelöst hat. Deswegen möchte ich auch einmal ein Plädoyer für die Wenigleser, die es sicher auch gibt und die sich genau wie ich immer elend fühlen, wenn sie diese Monatsrückblicke sehen aussprechen: Es zeugt von viel Liebe für Literatur und Respekt vor dem Werk eines Schriftstellers, wenn man Bücher liest und genießt. Aber auch von viel Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit sie zu verschlingen. Seht es uns nach - wir sind nur traurig, weil die Zeit fehlt ;-)

Montag, 19. Mai 2014

Montagsfrage #21 von Libromanie


Nachdem wir in der letzten Woche ausgesetzt und einfach unsere eigene "Mittwochsfrage" gepostet haben, freuen wir uns umso mehr auf die neue Montagsfrage von Libromanie.

"Hand auf’s Herz: Habt ihr euren SuB seit Anfang des Jahres abbauen können oder ist er gestiegen?"

Susis Antwort:
Dank Alex kenn ich einen SuB überhaupt erst seit letzten September. Seitdem ist er natürlich stetig gestiegen. Dank Alex, dem Blog, der Buchmesse, der Chalenge, Vorablesen ... Leider vermehrt sich meine Zeit nicht proportional zu meinen Bücherkäufen. Wer mal auf meinem Sub vorbeischaut, sieht aber, dass ich Besserung geschworen habe! Kein Buch soll mehr länger als ein Jahr darauf unglünklich vernachlässigt liegen. Deswegen werd ich das Einzugsdatum vermerken. In einem Jahr dürft ihr mich dann auslachen, wenn ich plötzlich zwanzig Bücher parallel lesen werde. Könnte aber auch interessant sein ^^."

Alex' Antwort:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, deswegen zeige ich euch meinen Buch-O-Graph


Ich habe von meinem heutigen SuB ausgehend rückwärts gerechnet und wäre auf einen Anfangsstand von 60 Büchern zu Beginn des Jahres gekommen. So viele waren es nicht, nur leider kann ich die geliehenen (Bibliothek und Freunde) einfach nicht mehr nachvollziehen und seit März/April ist auch noch Skoobe mit dabei. Mathematisch eine Gleichung mit zu vielen Variablen ...
Unterm Strich würde ich trotzdem sagen, dass der SuB bisher eine negative Tendenz hat. Zumindest kann ich es mir noch schönrechnen ;-).

Mittwoch, 14. Mai 2014

Mittwochsfrage zur Ehe-Woche


Ein wichtiger Bestandteil der Woche im Read Pack ist diesmal durch die Ankündigung der Ehe-Woche entfallen: die Montagsfrage von Libromanie. Da uns die Beantwortung der Fragen immer sehr viel Spaß macht und einfach zu uns und dem Read Pack gehören, wollten wir natürlich auch eine passende Frage in unserer Spezialwoche dabei haben, deswegen dieses mal ausnahmsweise die "Mittwochsfrage von uns".

Wir haben uns gegenseitig gefragt:

"Auf die Hochzeitsfeier welchen literarischen Liebespaares wärst du gerne eingeladen?"

Susis Antwort: Ich habe länger über diese Frage nachgedacht und bin im Geiste all die Bücher mit Liebespaaren in meinem Bücherregal durchgegangen. Ein schöner Zeitvertreib. Am Ende ist meine Antwort etwas langweilig: Ron und Hermine. Nicht weil ihre Liebesgeschichte etwas besonderes ist, sondern weil ich mit ihnen sieben Bücher lang gefiebert habe und Ron so oft innerlich verhauen habe. Und weil es doch nichts magischeres geben kann als eine magische Hochzeit, oder?

Alex' Antwort: Uff, das ist ganz schön schwierig. Eigentlich bin ich begeistert von guten Liebesgeschichten, Liebesromane und Romanzen lese ich allerdings sehr selten. "Gute Liebesgeschichten" findet man meiner Meinung nach aber auch in anderen Genres und so kommt mein Lieblingspaar eher aus dem Fantasybereich: Eddie Dean und Odetta Holmes (bzw. Susannah Dean) aus dem Dunklen Turm von Stephen King. Die Liebesgeschichte dieser beiden tragischen Gestalten hat mich über die gesamte Reihe hinweg fasziniert und ich war gerührt davon, wie Eddie seine Frau (nicht nur sprichwörtlich) auf Händen trägt, aber auch sie eine Menge für ihn einsteckt. Er zuerst ein Junkie und ziemlicher Egoist, sie recht verbittert wächst dieses Paar erst gemeinsam über sich hinaus.
Ich glaube eine Hochzeit im klassischen Sinne hatten die Beiden im Buch nicht, aber wenn es eine gegeben hätte, wäre ich gern anwesend gewesen und hätte die Liebe so eines besonderen Paares miterlebt und mit einem guten Schluck Alkohol darauf angestoßen...
Mit meiner Antwort bin ich jetzt vermutlich komplett in die "Nerd"-Ecke abgerutscht, aber ich kenne nunmal kein anderes literarisches Paar, dessen Liebe mich mehr mitgenommen hat. Eine Zweite, ähnlich große Liebesgeschichte habe ich vor Kurzem gelesen und werde euch das Buch am Sonntag vorstellen... aber die Party bei Eddie und Odetta wäre vermutlich interessanter gewesen ;-)

Montag, 5. Mai 2014

Montagsfrage # 20 von Libromanie


Ich habe Urlaub und die Montagsfrage von Libromanie passt ideal zu mir, also antworte ich heute allein. Ich bin nämlich ein absoluter Buch-Junkie und habe immer Bücher auf meiner Wunschliste. Also beantworte ich gern die Frage:

"Welche 5 Bücher stehen ganz oben auf deiner Wunschliste?"

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht im Moment "Die amerikanische Nacht" von Marisha Pessl. Ich habe mich in die Aufmachung des Buches und die Geschichte spontan verliebt.

Ashley ist tot – gerade mal vierundzwanzig - eine Leiche in einer verlassenen Lagerhalle Manhattans. Ein Unfall? Oder Selbstmord? Und was hat Cordova – der übermächtige Vater und besessene Filmemacher mit ihrem Tod zu tun? Der Schlüssel zum Geheimnis liegt in seinen magischen Filmen, die nach und nach zu einer Wirklichkeit werden, aus der es kein Entkommen gibt.
Ein Meisterwerk – souverän, tödlich, perfekt.


Gleich danach kommt "Das dunkle Kind" von Margaret Forster. Ich gebe zu, dass ich hier erstmal schlicht und ergreifend vom Titel angelockt wurde (mein Kopf hatte sofort die spannendsten Ideen was sich dahinter verstecken könnte) die Geschichte klingt dann auch passend dazu sehr spannend.

Warum wird ein Kind schuldig? Margaret Forster erzählt in ihrem neuen Roman von der dunklen, rätselhaften Seite der Kinderseele. Die achtjährige Julia darf Brautjungfer sein auf der Hochzeit ihrer schönen Cousine Iris. Eine lästige und teure Familienverpflichtung in den Augen ihrer Mutter, aber Julia ist überglücklich. Nicht lange danach fällt jedoch ein Schatten auf ihr noch junges Leben: Als ihr das Baby der Cousine während einer Spazierfahrt mit dem Kinderwagen umkippt und es danach aus unerklärlichen Gründen stirbt, fühlt sie sich unendlich schuldig. Jahrzehnte später arbeitet Julia als Kinderpsychologin. Ihre jungen Klienten sind verhaltensauffällig: Sie stehlen, lügen, brennen durch oder wollen nicht essen und tragen alle ein dunkles Geheimnis in sich. Julia versucht, ihnen zu helfen, und wird dabei mit ihren eigenen verdrängten Schuldgefühlen konfrontiert.


Die Nummer drei auf meiner Wunschliste ist dann weniger düster, sondern eher berührend. "Hannahs Traum" von Diane Hammond klingt nach einer Geschichte mit viel Liebe.

»Samson Browns Liebe galt genau zwei Dingen auf dieser Welt: seiner Frau und seiner Elefantendame.« Seit einundvierzig Jahren kümmert sich der schwarze Pfleger im kalifornischen Biedelman-Zoo um »seine« Hannah. Er ist alt geworden und müsste längst in den Ruhestand gehen. Doch wer wird sich dann um die Elefantin kümmern? Wer wird ihr Donuts zum Frühstück bringen und sich abends im Stall mit ihr alte Spielfilme ansehen, damit sie nicht so allein ist? Als die quirlige Neva auftaucht, eine Expertin im Umgang mit Dickhäutern, schöpft Samson neue Hoffnung und erzählt ihr von seinem wiederkehrenden Traum: Hannah unter ihresgleichen in einer großen Herde, mit Gras statt Beton unter den Füßen. Doch ausgerechnet jetzt soll Hannah zur wichtigsten Attraktion des Zoos werden.


Die Nummer vier ist vielleicht ein bisschen geschummelt, denn "Das Jahr der Flut" von Margaret Atwood führt die Geschichte um die Welt von "Oryx und Crake" weiter, betrachtet aber andere Figuren und kann auch separat gelesen werden. Und da ich es unbedingt (!) lesen muss, kann ich es nicht außen vor lassen.

Es ist das Jahr der Flut, der »wasserlosen Flut«. Eine tödliche Pandemie ist über die Menschheit hereingebrochen, nur einige wenige konnten sich retten: Hoch über den Dächern der Stadt leben sie, die Gottesgärtner, bei denen die robuste Toby und die zarte Prostituierte Ren Zuflucht gefunden haben. In ihrem biologisch bepflanzten Garten Eden kämpfen sie ums Überleben in einer Welt, die unter der Herrschaft verantwortungsloser und machtgieriger Großkonzerne zugrunde gegangen ist. In Das Jahr der Flut entwirft Atwood aufs Neue eine Zukunft, deren Realität weniger fern liegt, als wir uns womöglich eingestehen möchten. Dieser Erzählerin folgt man mit größtem Vergnügen, wohin sie will, auch bis ans Ende unserer Welt.


Die Nummer fünf auf meiner Wunschliste ist eine moderne Fabel, von der ich schon viel gehört habe und die witzig aber auch philosophisch klingt: "Das Huhn das vom Fliegen träumte" von Sun-Mi Hwang. Das ist genau mein Ding.

Gelangweilt von ihrem monotonen Dasein, bricht die Legehenne Sprosse eines Tages aus ihrem Gehege aus. Doch das Leben in Freiheit ist viel härter und unbarmherziger, als sie es sich vorgestellt hat. Bis sie in einem verlassenen Nest ein Ei findet und neue Hoffnung schöpft: Die Freiheit birgt nämlich auch das größte Glück.