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Montag, 16. Dezember 2013

The Read Pack im Außeneinsatz: Lesung "Teufelsbande" von Daniel Holbe

Von Susi auf den Geschmack gebracht hatte ich Lust nochmal eine Lesung zu besuchen. Diesmal weniger besinnlich sondern einfach spannend. 
Am 12.12.2013 lud der Virgin Mega Store am Frankfurter Flughafen zu einer Lesung von und mit Daniel Holbe ein. Das neue Buch "Teufelsbande" sollte vorgestellt werden und da ließ ich mich nicht lange Bitten. Gemeinsam mit Mama Luchs machte ich mich auf den Weg zum Frankfurter Flughafen.

Wohl jedem Frankfurter (und den meisten Anderen) ist Andreas Franz ein Begriff. Als er 2011 plötzlich verstarb, stand für viele Fans neben der Trauer um den sympathischen Autor auch die Frage nach der Fortführung seiner beliebten Frankfurter Krimi-Reihe um Julia Durant.
Zum Glück ist nun Daniel Holbe in seine Fußstapfen gertreten und setzt die Reihe ganz im Sinne von Andreas Franz, aber auch mit vielen eigenen Ideen fort.

Daniel Holbe selbst las, recht unscheinbar zwischen zwei Regale gesetzt, in der Buchhandlung am Frankfurter Flughafen aus seinem Buch vor. Erzählte aber auch vorher und zwischendrin viel von sich und seinen Büchern.
Schon der Beginn war für mich ein absoluter Eisbrecher: als Daniel Holbe erklärte, die Lesung zu beginnen, wie er auch daheim mit einem Buch anfängt "nämlich am Anfang" mussten alle Anwesenden einfach schmunzeln.

Nachdem Daniel Holbe den Prolog zu Teufelsbande vorgelesen hat und uns so auf die düstere Geschichte einstimmte, erzählte er ein wenig über Julia Durant. Ich war total fasziniert, wie lebendig und "echt" er die Protagonistin der Krimireihe beschrieb. Irgendwie war es, als würde er über seine Nachbarin sprechen. Dabei machte er auch auf den großen "Zufall" aufmerksam, dass Julia Durant gemeinsam mit dem Knaur Verlag ihren 50. Geburtstag feierte... was man als Autor nicht alles passend machen kann!

Die Abschnitte, die aus Teufelsbande gelesen wurden, machten mir richtig Lust auf das Buch. Ein witziges Detail: Julia Durant wird mit Peter Brandt aus Offenbach ermitteln müssen. Für alle die's nicht wissen: aus Frankfurter Sicht ist Offenbach eigentlich Ausland und nicht unbedingt bereisenswert.
Zu diesem beinahe "multikulturellen" Grundthema kommt die Thematik der Rocker- und Bikergangs, die ja in allen Medien hochaktuell ist.

Nachdem genügend Passagen aus dem Buch vorgetragen waren, um alle Anwesenden neugierig zu machen, beendete Daniel Holbe diesen Teil des Abends und lud zum Fragenstellen ein. So erfurhren wir einiges darüber, wie es dazu kam, dass er Andreas Franz' Reihe fortsetzt, warum sein Name "so klein" auf dem Cover der Bücher ist und dass nächstes Jahr ein "Holbe Holbe und kein Franz Holbe" auf den Markt kommt.

Insgesamt fand ich die Lesung unterhaltsam, den Autor sympathisch und das Buch interessant. Was möchte man mehr? Also habe ich gleich vor Ort ein Exemplar von Teufelsbande erstanden und signieren lassen. Mein zweites Autogramm, nach dem von Alfred Biolek. Und mein erstes signiertes Buch überhaupt. Yippie!

Donnerstag, 28. November 2013

The Read Pack im Außeneinsatz: Lesung "Niemals ohne Lametta"

Die Weihnachtszeit beginnt. Man besinnt sich auf die einfachen, leisen Dinge im Leben und deswegen überredete ich Alex endlich mal an der ersten Lesung ihres Lebens teilzunehmen: Niemals ohne Lametta. 

Veranstalter:

Leseinsel Bergen-Enkheim e. V. 

Es lasen:

Hans Meurer, Personalmanager

Ulrich Sonnenschein, Redaktuer beim Hessischen Rundfunk


Ort der Veranstaltung war eine niedliche, kleine Bibliothek in Bergen-Enkheim (Frankfurt). Man fühlte sich sofort heimelig, denn neben Spekulatius und Lebkuchen gab es auch Wein für das leibliche Wohl. Es folgte ein wunderbar aufeinander abgestimmtes Feuerwerk an lustigen Gedichten, Essays, Geschichten und scheinbar wahren Anekdoten.

Über Loriot, der lebhaften Beschreibung einer seltsamen Familie, zum Aufruf, das Festessen wieder zu genießen. Auf welchem würdigeren Altar könnten Tiere geopfert werden als unserem Magen? Einer der Höhepunkte war sicher der strippende Weihnachtsmann von Harald Martenstein: "Weihnachten ist ja auch so ein Spiel mit Erwartungen." Kurz vor der Pause noch die traurige Erkenntnis: Amazon hat den Weihnachtsmann entmachtet.

In der Pause versicherten wir uns kurz, dass auch wir nicht jeden intellektuellen Bildungsbürgertumswitz verstanden hatten. Aber dafür war Zeit zum Luft holen und Kekse essen, die netterweise rumgereicht wurden, alles lediglich gegen eine freiwillige Spende.

Auch der zweite Teil war sehr weihnachtlich und gleichzeitig sehr unterhaltsam. Der Weihnachtsmann destabilisiert die Wirtschaft und das Geld, während Diebstahl das Ergebnis einer Gesellschaft ist, in der es nicht genügend Geschenke gibt.

Überaus glücklich und weihnachtlich beseelt (auch dank des roten Käuterschnapses zum Abschied) gingen wir heim. Und möchten euch - falls ihr aus Frankfurt kommt - das städtische Kulturportal empfehlen, auf dem wir auf diesen Schatz gestoßen sind. Aber auch wenn ihr woanders wohnt: Gebt den kleinen, unbekannten Kunstveranstaltungen in eurer Nähe eine Chance, sie könnten sich als echte Perle erweisen.