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Dienstag, 24. Dezember 2013

Bild&Wort: Weihnachtsgrüße

Wir wünschen euch schöne, entspannte, besinnliche, überraschende, erfüllende Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr! Wir freuen uns riesig, in diesem Jahr den Schritt in die Bloggerwelt gewagt zu haben und freuen uns darauf, wohin es noch weitergehen wird im nächsten Jahr.


 "Meinem jungen Geist erschien alles so ewig und unvergänglich. (...) Doch der Lauf der Zeit würde mir zeigen, daß ich unrecht hatte."

aus Die wundersame Schatulle von Richard Paul Evans

P.S. Noch ein kleiner Tipp für ein ungewöhnliches Weihnachtsfoto - wer genau hinsieht, erkennt, dass ich mich in der Kugel spiegele. Wenn man sich genau vor die Kugel stellt, kann man mit einer guten Kamera schöne Fotos machen ;-) Viel Spaß an den Feiertagen!

P.P.S. Das Read Pack gönnt sich eine kleine Weihnachtspause. Von heute bis zum 01.01.2014 werden wir uns ein bisschen Zeit fürs Lesen, Essen und Faullenzen gönnen und dann frisch und fröhlich zu euch zurückkommen.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rezension: Die wundersame Schatulle von Richard Paul Evans

Als wir unser Stöckchen gefangen hatten, habe ich es versprochen: Mein diesjähriges Weihnachtsbuch ist die kleine süße Geschichte "Die wundersame Schatulle".

"Die wundersame Schatulle" von Richard Paul Evans Blanvalet Verlag GmbH

121 Seiten

Nur noch gebraucht zu erhalten. Meins habe ich vor einem Jahr für einen symbolischen Cent bekommen.






Die Hauptfigur Richard erzählt die Geschichte eines besonderen Weihnachtens: Er lebt mit seiner Frau Keri und seiner kleinen Tochter Jenna in sehr beengten Verhältnissen. All ihre Ersparnisse sind in die Eröffnung eines Abendkleiderverleihs geflossen, für den Richard fast seine gesamte Zeit aufwenden muss und dennoch reicht es kaum zum Leben.

In einer Zeitungsanzeige sucht die Witwe Mary eine Familie, die sie im Haushalt unterstützt und für Kost und Logis bei ihr wohnt. Richard und Keri fassen die Chance beim Schopf und ziehen bei der alten Dame ein. Man freundet sich an, aber Richard hat immer wieder denn gleichen seltsamen Traum von einem steinernen Engel. Außerdem scheint die reich verzierte Weihnachtsschatulle auf dem Dachboden nur für ihn eine Melodie zu spielen. In ihr findet er auch Liebesbriefe von Mary, aber an wen?

Die Geschichte ist sehr kurzweilig und damit ideal um sich schnell ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung ins Haus zu holen oder sie in Gesellschaft vorzulesen. Das Geschehen ist zwar etwas mythisch und religiös angehaucht, aber das ist meiner Meinung nach auch für pragmatische Atheisten, zu denen auch ich mich zählen würde, aushaltbar. Entscheidend ist die Stimmung und die kurze Moral, was wirklich zählt. Beides lässt einen wirklich Inne halten und gibt einem die Möglichkeit, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Genau das ist doch auch eines der Ziele von Weihnachten.

Für dieses Kleinod gebe ich drei von fünf Leseratten.

Donnerstag, 28. November 2013

The Read Pack im Außeneinsatz: Lesung "Niemals ohne Lametta"

Die Weihnachtszeit beginnt. Man besinnt sich auf die einfachen, leisen Dinge im Leben und deswegen überredete ich Alex endlich mal an der ersten Lesung ihres Lebens teilzunehmen: Niemals ohne Lametta. 

Veranstalter:

Leseinsel Bergen-Enkheim e. V. 

Es lasen:

Hans Meurer, Personalmanager

Ulrich Sonnenschein, Redaktuer beim Hessischen Rundfunk


Ort der Veranstaltung war eine niedliche, kleine Bibliothek in Bergen-Enkheim (Frankfurt). Man fühlte sich sofort heimelig, denn neben Spekulatius und Lebkuchen gab es auch Wein für das leibliche Wohl. Es folgte ein wunderbar aufeinander abgestimmtes Feuerwerk an lustigen Gedichten, Essays, Geschichten und scheinbar wahren Anekdoten.

Über Loriot, der lebhaften Beschreibung einer seltsamen Familie, zum Aufruf, das Festessen wieder zu genießen. Auf welchem würdigeren Altar könnten Tiere geopfert werden als unserem Magen? Einer der Höhepunkte war sicher der strippende Weihnachtsmann von Harald Martenstein: "Weihnachten ist ja auch so ein Spiel mit Erwartungen." Kurz vor der Pause noch die traurige Erkenntnis: Amazon hat den Weihnachtsmann entmachtet.

In der Pause versicherten wir uns kurz, dass auch wir nicht jeden intellektuellen Bildungsbürgertumswitz verstanden hatten. Aber dafür war Zeit zum Luft holen und Kekse essen, die netterweise rumgereicht wurden, alles lediglich gegen eine freiwillige Spende.

Auch der zweite Teil war sehr weihnachtlich und gleichzeitig sehr unterhaltsam. Der Weihnachtsmann destabilisiert die Wirtschaft und das Geld, während Diebstahl das Ergebnis einer Gesellschaft ist, in der es nicht genügend Geschenke gibt.

Überaus glücklich und weihnachtlich beseelt (auch dank des roten Käuterschnapses zum Abschied) gingen wir heim. Und möchten euch - falls ihr aus Frankfurt kommt - das städtische Kulturportal empfehlen, auf dem wir auf diesen Schatz gestoßen sind. Aber auch wenn ihr woanders wohnt: Gebt den kleinen, unbekannten Kunstveranstaltungen in eurer Nähe eine Chance, sie könnten sich als echte Perle erweisen.

Mittwoch, 27. November 2013

Rezension: Den Nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um

In den Supermärkten steht der Lebkuchen seit Mitte August bereit, bei 17°C Außentemperatur wurden die Fußgängerzonen mit Tannenzweigen dekoriert und in der TV Werbung sieht man strahlend glückliche Familien unter dem Weihnachtsbaum sitzen. Bei diesem ganzen Drumherum wird einem die weihnachtliche Besinnlichkeit manchmal jetzt schon zu viel. In den letzten Tagen habe ich deshalb, als angenehmen Ausgleich, ein ganz besonderes Weihnachtsbuch gelesen.

„Den Nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um: 12 Thriller“ mit Karen Rose, Markus Heitz, Daniel Holbe u.a.
Droemer Knaur Verlag
400 Seiten
14,99 € (Hardcover)
"Schsch!" von Karen Rose für 0,99 € in der Kindle Version







Die Kurzthriller dieses Buches bieten eine Menge Abwechslung. Es gibt Geschichten über einen seltsamen Serienmörder an Heiligabend, vermisste Kinder und ein Verbrecherpaar namens Marylie und Josef. Für jeden Geschmack ist da etwas dabei. Einige Geschichten sind ganz natürlich zu erklären, einige wirken fast schon paranormal. Eines haben sie alle gemeinsam: sie spielen zur sonst so besinnlichen Weihnachtszeit und bieten eine Menge Spannung und Schauer.

Ich kann natürlich nicht zu allen Thrillern etwas erzählen, daher nur kurz zu meinen drei Highlights: die Geschichte „Schsch!“ von Karen Rose, „Wintermärchen“ von Alex Berg und „Stille Nacht“ von Sven Koch, weil diese die Bandbreite der Sammlung toll demonstrieren.
„Schsch!“ von Karen Rose erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, das kurz vor Heilig Abend neben einem ausgebrannten Wagen gefunden wird, völlig unterkühlt und verängstigt. Die Geschichte wird zuerst aus der Sicht des Mädchens beschrieben und fast meint man, dass dort übernatürliche Kräfte am Werk sind, erscheint ihr doch ständig eine „böse Pflegerin“ und droht dem Kind. Erst im Laufe der Erzählung und der Ermittlungen der Polizei kommt die Wahrheit ans Licht.
„Wintermärchen“ von Alex Berg geht einen ganz anderen Weg. Diese Geschichte ist viel ruhiger, beschränkt sich auf eine Protagonistin und hat mich vor allem mit den tollen, detaillierten Beschreibungen begeistert. Eine junge Frau verläuft sich beim Joggen im verschneiten Wald, kämpft erst nur gegen die eigene Erschöpfung und den Schnee, muss sich dann aber auch noch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Toll gelungen fand ich das Ende der Geschichte, welches ich so in dieser Form nicht erwartet hätte.
Übrig bleibt noch „Stille Nacht“ von Sven Koch. Diese Geschichte beschreitet einen völlig anderen Weg. Es scheint schlicht um die Suche nach einem Serienmörder zu Weihnachten zu gehen, doch was sich dabei am Ende enthüllt ist schier unglaublich. Eine der kürzeren Geschichten, die trotzdem eine unglaubliche Spannung entwickelt.

Insgesamt hat mir das Buch viel Spaß gemacht, es eignet sich für einen kurzen Schmöker am Abend. Ich habe jeweils eine Geschichte pro Tag gelesen hatte so für einige Zeit etwas von diesem schönen Buch. Schön ist das Buch auch im wahrsten Sinne des Wortes, selten ist mir eine so tolle Aufmachung begegnet: der Blattschnitt ist blutrot gefärbt und rundherum mit dem witzigen Titel bedruckt, der Schutzumschlag ist glänzend schwarz.
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Leseratten und ich kann es als Weihnachtsgeschenk für Weihnachtsfans und Weihnachtsmuffel gleichermaßen empfehlen. Ein hübsches Geschenk für Leseratten, die sonst schon alles haben. Die fünfte Leseratte fehlt noch, weil ich nicht von allen Geschichten wirklich überzeugt war, "Weiß wie Schnee" von Claudio M. Mancini hat mir leider gar nicht gefallen.


Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.