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Mittwoch, 25. Juni 2014

Bild&Wort: Grenzenlos

"Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel war mein 5. Leseexperiment und meine Urlaubslektüre. Passend dazu gibt es ein luftiges Urlaubsfoto mit meinem Lieblingszitat aus dem Buch zur Einstimmung auf die Rezension des Buches und des Films am Wochenende.







"Es ist ja nicht die biologische Notwendigkeit, die den Tod immer die Nähe des Lebens suchen lässt - es ist der Neid. Das Leben ist so schön, dass der Tod sich in es verliebt hat, ein eifersüchtiger, gieriger Liebhaber, der an sich rafft. was er zu fassen bekommt."

Donnerstag, 5. Juni 2014

Bild&Wort: MaddAddam bennent die toten

"Adam benannte die lebenden Tiere, MaddAddam benennt die toten. Willst du spielen?"

In den letzten beiden Wochen habe ich alle drei Bände der MaddAddam Trilogie am Stück gelesen. Nicht nur das Motto von Extinctathon hat sich dabei in meinen Kopf gefressen, alle Geschichten und Charaktere der Trilogie sind mir sehr in Herz und Hirn geschlichen. 

Da ich alle drei Bände direkt nacheinander lesen musste (ich hätte die Spannung einfach nicht ausgehalten) möchte ich euch auch alle drei Rezensionen am Stück vorstellen (und euch so hoffentlich zum Lesen verleiten). Heute gibt es zur Einstimmung meine beiden liebsten Zitate aus "Oryx und Crake" dem Auftakt der Trilogie.

„Wenn eine Zivilisation Staub und Asche ist.“ Sagte er, „ist die Kunst das Letzte, was übrig bleibt. Bilder, Worte, Musik. Strukturen der Vorstellungskraft. Inhalte – also der Sinn menschlicher Existenz – definieren sich dadurch.“ 
aus Oryx und Crake von Margaret Atwood, S. 175



„Was bezahlt denn für das alles?“ fragte er Crake […] „Die Trauer angesichts des unausweichlichen Todes“, sagte Crake. „Der Wunsch, die Zeit anzuhalten. Die Natur des Menschen.“ 
aus Oryx und Crake von Margaret Atwood, S. 301

Samstag, 24. Mai 2014

Bild&Wort: Tausendundeine Nacht

Morgen möchte ich euch ein ganz besonderes Buch präsentieren. Ein Buch, das mich Couchkartoffel in Reisestimmung und Fernweh gebadet hat. Um euch schon heute darauf einzustimmen teile ich mit euch meine zwei liebsten Zitate aus diesem Buch!
Und weil das Buch quasi selbst ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht erzählt, wird darin auch viel über Märchen und Geschichten gesprochen.



"Ein Satz, der nicht wie eine Pille wirkt, ist kein guter Satz, und ein Märchen, das dich nicht wie eine Droge an sich reißt, ist keine gute Geschichte"
- "Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich" von Helge Timmerberg (Pos. 25 Kindle Edition)


"Ein gutes Märchen ist voller Leben, und ein gutes Leben ist voller Märchen" 
- "Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich" von Helge Timmerberg (Pos. 1867 Kindle Edition)

Montag, 12. Mai 2014

Bild&Wort: Herzlich Willkommen zur "Ehe-Woche"

Im Rattenbau läuten die Hochzeitsglocken!

Im Juli wird Susi ihre (euch bisher als Mitbewohner bekannte) Jugendliebe heiraten, ich habe meinem Mann vor zwei Jahren das "Ja-Wort" gegeben. Um unsere Freude am Heiraten und "Verheiratet sein" gebührend mit euch zu feiern, wollen wir ab heute in eine "Ehe-Woche" starten: jeden Tag werden wir Bücher rund um Hochzeit und Ehe vorstellen und euch so ein bisschen an unserer Begeisterung teilhaben lassen.

Einstimmen möchten wir euch mit einem Bild&Wort. Mit einem Bild von meinem Brautstrauß (samt Eheringen) und unseren beiden Hochzeitssprüchen.

"Wenn man begriffen hat, dass man den Rest des Lebens zusammen verbringen will,
dann will man, dass der Rest des Lebens so schnell wie möglich beginnt."
- aus "Harry und Sally"


"Wahre Liebe geht aus der Harmonie der Gedanken und dem Gegensatz der Charaktere hervor."
- Théodore Simon Jouffroy

Mittwoch, 5. März 2014

Bild&Wort: Licht der Stadt

Ich werde euch am Wochenende ein Buch vorstellen, das in einer typisch amerikanischen Kleinstadt spielt. Als ich das Buch gelesen habe, hab ich in einigen Beschreibungen auch meine Kleinstadt-Heimat wiedererkannt. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung der Lichter, oder des Dunkels, der Stadt.

(Foto, mal wieder, mit freundlicher Unterstützung von eipesch.com)


"Die Straßen waren dunkel. 
Er staunte jedes Mal, wie dunkel die Nacht außerhalb der Großstadt war."
- Das Leben natürlich von Elizabeth Strout, S. 69

Mittwoch, 12. Februar 2014

Bild&Wort: In die Ferne

Alex hatte es ja bereits angekündigt: Es ist mal wieder Zeit für ein Bild&Wort. Und da zumindest bei uns die Sonne so schön geschienen hat, die Vögel zwitschern und irgendwie alles sich nach Frühling anfühlt, wollen wir unserer aufkeimenden Sehnsucht Ausdruck verleihen:


"Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten,
aus den Stuben über die Sterne."
- Jean Paul

Dienstag, 24. Dezember 2013

Bild&Wort: Weihnachtsgrüße

Wir wünschen euch schöne, entspannte, besinnliche, überraschende, erfüllende Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr! Wir freuen uns riesig, in diesem Jahr den Schritt in die Bloggerwelt gewagt zu haben und freuen uns darauf, wohin es noch weitergehen wird im nächsten Jahr.


 "Meinem jungen Geist erschien alles so ewig und unvergänglich. (...) Doch der Lauf der Zeit würde mir zeigen, daß ich unrecht hatte."

aus Die wundersame Schatulle von Richard Paul Evans

P.S. Noch ein kleiner Tipp für ein ungewöhnliches Weihnachtsfoto - wer genau hinsieht, erkennt, dass ich mich in der Kugel spiegele. Wenn man sich genau vor die Kugel stellt, kann man mit einer guten Kamera schöne Fotos machen ;-) Viel Spaß an den Feiertagen!

P.P.S. Das Read Pack gönnt sich eine kleine Weihnachtspause. Von heute bis zum 01.01.2014 werden wir uns ein bisschen Zeit fürs Lesen, Essen und Faullenzen gönnen und dann frisch und fröhlich zu euch zurückkommen.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Selbstversuch: Mit der Linie 4 durch Frankfurt

Das Buch "Mit der Linie 4 um die Welt" hat mich zu einem Selbstversuch inspiriert, den ich euch als kleinen Vorgeschmack auf das Buch jetzt präsentieren möchte: Ich wollte selber die S-Bahn-Linie 4 in Frankfurt abfahren, um so die Stadt besser oder auch nur anders kennenzulernen.

Wir - mein Reisebegleiter und ich - begannen unsere Reise Sonntag Mittag an der Haltestelle Taunusanlage. Sie befindet sich zu den Füßen der beiden Deutsche Bank Türme und irgendwie überraschte es nicht, dass dort unter diesem Monument des Kapitalismus zwei Obdachlose friedlich auf dem Boden schliefen.

Wir entschieden uns für ein Tagesticket bis zur weiter entfernten Endhaltestelle Kronberg: Für stolze oder auch noch machbare 8,60 € zu haben.

Während wir dank des sonntäglichen Fahrplans noch etwas auf die Bahn warten mussten (ja wir sind ohne vorherigen Abfahrtcheck einfach losgelaufen - ein bisschen Spontanität muss doch auch mal sein), hatten wir unser zweites Frankfurt typisches Erlebnis: Ich fragte meinen Begleiter, ob er ein neues Parfum benutzen würde, da mir eine kleine Duftwolke in die Nase stieg. Belustigt stellten wir beide fest, dass sie zu einem Typen fünf Meter hinter uns gehörte, der eine Louis Vuitton Männerhandtasche dabei hatte und akkurat zurückgegelte Haarpracht. Wie passend, dass seine Parfumwolke für alle weiteren Männer im Umkreis reichte.

Die S-Bahn führte uns vorbei an Werbungen an Häuserwänden aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die Großbaustelle Europaviertel. Endlich mal normaler Wohnkomfort aber leider zu unnormalen Preisen. Es folgten Industrie, Schrebergärten, Wald und kleine Einfamilienhäuser. Neben uns diskutierte ein Paar über das Rausziehen aus Frankfurt und dass man leider doch wieder schnell in gleich teuren Wohngebieten landen kann. Alles wichtige Wahrheiten über Frankfurt, alles Zeichen für den Wunsch nach etwas Grün und Eigenheim mit der traurigen Gewissheit, dass alles nicht so einfach zu erreichen ist.

Beim Kreuzen der Autobahn fiel mir wieder ein, wie wir beinahe mal mit dem Fahrrad auf eine aufgefahren wären. Sie ist in Frankfurt so allgegenwärtig, dass einem das beim falschen Abbiegen mitten in einem Wohngebiet schon mal passieren kann. Wahre Geschichte.

Zwischen einem weiteren großen Industriegelände in Niederhöchst und weiteren Doppelhaushälften und Obstwiesen ein witziger Gruß auf einer Häuserwand: You met me at a very strange time in my life. Ich glaube, das ist der Abschlusssatz für mich, was Filme angeht.

Die Endhaltestelle Kronberg entpuppte sich als süßer Glücksgriff.





Nach eineinhalb Stunden Spaziergang durch diese stille Idylle ging es wieder Richtung Innenstadt. Unglaublich schnell näherten sich die eben noch kleinen Hochhäuser, nach nur 20 Minuten bzw. zehn Haltestellen waren wir wieder mitten in dieser wichtigen Metropole, die für mich doch immer so winzig bleiben wird.

Mein Tipp: Probiert es aus - es lässt einen die eigene Stadt mit neuem Blick erkunden. 

Mittwoch, 20. November 2013

Bild&Wort: Islands wilde Schönheit

Heute will ich euch mit dem Bild&Wort schonmal auf ein ganz besonderes Buch vorbereiten, das ich am Sonntag vorstellen möchte. "Ein Schmetterling im November" führt die beiden Protagonisten durch die wilde Schönheit Islands. Obwohl ich selbst noch die da war, hatte ich das Gefühl die Reise mit ihnen unternommen zu haben.

Da weder Susi noch ich eigene Bilder zu diesem Thema auf Lager haben durften wir uns aus der tollen Islandgalerie eines Kollegen (und aufstrebenden Fotografen ;-)...) bedienen. Danke dafür!


"Wenn die Wolkendecke von Zeit zu Zeit einmal aufreißt, können wir die Landschaft durch das Fenster sehen, urplötzlich zeigen sich atemberaubende Täler von unbeschreiblicher Schönheit. An einem Krater von überschaubarer Größe halten wir an, um von oben in die Tiefe zu blicken und über das Chaos der durch und durch nassen Natur nachzudenken." aus Ein Schmetterling im November von Audur Ava Ólafsdóttir (S. 170)

Freitag, 8. November 2013

Bild&Wort: Blick auf die Zeit

Das ist ein Appell an alle Hobby-, semi-professionellen und professionellen Fotografen (und ja, das letzte Londonfoto): Wir hatten alles dabei, was man für eine schöne Nachtaufnahme brauchte. Nur das Ergebnis überzeugte nicht. Auf dem Nachhauseweg an einer roten Ampel holte ich noch einmal die Kamera hervor und dachte: "Ach was soll's!", schaltete auf den Automatikmodus und drückte ab. Und war glücklich über das Ergebnis:


"Jenny hatte mittlerweile das Gefühl, dass die Tage lang wie Jahre waren und die Jahre dahinsausten wie Tage."
aus Das Verschwiegene von Linn Ullmann

Dienstag, 29. Oktober 2013

Bild&Wort: Innere Schönheit

Als ich nach London fuhr, hatte ich Fotoshootingpläne. So mach ich das immer: Wegfahren und Urlaub hat für mich auch viel damit zu tun, welche Bilder ich machen kann. Und dieses Mal war mein Ziel der Träume "Young Dancer" eine Ballerinastatue, die sich schon auf familiären Bildern mehrfach verewigt hatte.





















"Über die Dauer der Zeit, nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an."
                                                                                      Marc Aurel

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Bild&Wort: Auf der Suche

Neben Büchern und Filmen gehört die Fotografie zu meinen liebsten Beschäftigungen. Alex sammelt dagegen gerne Zitate und ab heute wollen wir damit beginnen, beide Interessen miteinander zu verknüpfen.

Alex hat es ja schon verraten: Ich war in London! Dabei gab es natürlich viele schöne neue Fotos, doch eins der schönsten ist gar kein London typisches geworden, obwohl nur in einer solchen Stadt voller Flair und Kultur findet man die Inspiration für solche Motive.



"Heute glaube ich, dass wir alle mit einem Loch im Herzen geboren werden und auf der Suche nach dem Menschen herumlaufen, der es ausfüllen kann"

aus Der Dunkle Turm 5 "Wolfsmond" von Stephen King