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Sonntag, 24. August 2014

Angelesen: Auslöschung von JeffVanderMeer, Teil 1 der Southern-Reach-Trilogie

Eine weitere der tollen Leseproben von Vorablesen wurde diese Woche freigeschaltet „Auslöschung“ von Jeff VanderMeer. Dieses Buch soll Teil 1 einer Trilogie werden. Bei Reihen bin ich ja eigentlich vorsichtig, aber Southern Reach hat mich dann doch interessiert.

„Auslöschung“ von Jeff VanderMeer
Teil 1 der Southern-Reach-Trilogie
240 Seiten
16,95 € (Hardcover)
Erscheint am 10.09.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)





Niemand weiß genau, was in Area X passierte. Ein Gebiet, das seit einem mysteriösen Ereignis von der Außenwelt durch eine unsichtbare Grenze getrennt ist. Diese Grenze zu übertreten scheint dem menschlichen Verstand kaum möglich zu sein. Trotzdem schickt Southern Reach (eine Regierungsorganisation, die den Auftrag hat dieses Gebiet zu erkunden) immer wieder Expeditionen in Area X. Wir begleiten nun die ersten Schritte vierer namenloser Frauen in Area X. Um das Gebiet zu betreten wurden sie in Hypnose versetzt, aber auch innerhalb der Area X lässt ihre Anspannung kaum nach.
Vielleicht ist ja Margaret Atwood mit MaddAddam schuld, aber ich habe im Moment brennend Lust auf Dystopien. Da aber MaddAddam die Messlatte ziemlich hoch gesetzt hat, bin ich bei diesem Genre nun umso kritischer. Eine ziemliche Zwickmühle. Southern Reach hat mich trotzdem interessiert. Die Atmosphäre ist schaurig schön und die Beschreibung der Landstriche hat mich irgendwie an die Ebenen von Stephen Kings dunklem Turm erinnert. Eine Umgebung in der ich mich literarisch sofort zu Hause fühle.
Das führt dazu, dass ich trotz einiger Vorbehalte gern mit dieser Reihe beginnen würde. Die Vorbehalte beschränken sich im Moment primär auf die handelnden Charaktere und deren Interaktionen. Dass sie namenlos bleiben, stört mich nicht mal besonders, aber sie blieben dadurch in der Leseprobe auch leider ziemlich gesichtslos. Man weiß gar nicht so richtig, was man sich vorstellen soll. Der innere Film kommt ins stocken. Das ist auch bei einigen Beobachtungen der Gruppe so. Da wird ziemlich konfus ein Turm beschrieben der dann plötzlich unter der Erde liegt. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber meine inneren Szenenarbeiter im Kopfkino haben ganz schön geschwitzt, um das alles passend aufzubauen.
Mit dem Endergebnis war ich dann trotzdem zufrieden: als ich mich in der Szene eingerichtet hatte wurde es spannend und ich habe mich geärgert, als die Leseprobe vorbei war. Immer ein gutes Zeichen!

Dienstag, 22. April 2014

Angelesen: Das Glück, wie es hätte sein können von Véronique Olmi

Endlich hab ich wieder Zeit für vorablesen und konnte auch wieder was finden, was mich begeistern konnte: Liebe und Lebensveränderungen. Dieses Buch schreit ja gerade zu nach mir.


"Das Glück, wie es hätte sein können" von Véronique Olmi Antje Kunstmann Verlag

224 Seiten

19,95 € (Gebundene Ausgabe)

Die Leseprobe von vorablesen findet ihr hier.





Suzanna ist Klavierstimmerin und scheint ein kleines bescheidenes Leben zu führen. Sie ist zufrieden und glaubt nicht, dass ihr etwas außergewöhnliches passieren könnte. Doch dann stößt sie auf dem Weg zu einem Auftrag mit Serge zusammen.

Mehr kann man aus der Leseprobe nicht herauslesen. Suzanna erzählt die Geschichte aus der Rückblende, scheinbar völlig überrascht und fasziniert darüber, wie sich das Leben durch etwas so banales wie ein Zusammenstoßen in einem Hausflur verändern kann. Inwiefern es sich ändern wird, wird noch nicht klar.

Die Sprache ist nachdenklich, etwas hochtrabend, fast philosophisch. Und dennoch nimmt es einen direkt mit auf diese kleine Reise. Dank dem Schreibstil habe ich auch das erste Mal an dem Zitat der Woche bei vorablesen teilgenommen. Mal sehen, ob ich das Überraschungspaket gewinnen kann:

"Ich verstehe nicht, dass man keine Lust haben kann, den Atem der Zeit zu spüren, dem Leben den Puls zu messen, zu sehen, was es uns bietet."