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Dienstag, 9. September 2014

Angelesen: Drei auf Reisen von David Nicholls

Über "Drei auf Reisen" habe ich schon bei meiner Verlagsvorschau des Kein & Aber Verlags gesprochen, jetzt steht das Buch bei Vorablesen zum Reinschauen zur Verfügung und ich habe diese Gelegenheit genutzt, um mir eine eigene Meinung zu bilden.

"Drei auf Reisen" von David Nicholls
Kein & Aber Verlag
496 Seiten
22,90 € (Hardcover)
Erscheint am 30.09.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)

Douglas und Connie sind über 20 Jahre verheiratet, als sie ihm eines Nachts plötzlich verkündet, dass die Ehe aus ihrer Sicht ein Ende gefunden hat. Den Auszug des gemeinsamen Sohnes Albie möchte sie noch abwarten, dann (im neuen Jahr) möchte Connie ausziehen. Douglas, der laut eigenen Angaben die besten Jahre schon hinter sich hat, hatte sich gewünscht mit Connie alt zu werden. Gemeinsam mit ihr seinen Lebensabend zu verbringen und ihre kleine Familie heil zu lassen. Diese Pläne werden nun über den Haufen geworfen.
Ich bin ja vermutlich in dieser Hinsicht eine Randgruppe, ich habe "Zwei an einem Tag" nicht gelesen und auch der Film konnte mich nicht locken. Warum es mir jetzt dieses Buch des Autors so angetan hat? Ich glaube die Situation ist spannender, bietet mehr Konfliktpotential und eine andere, ruhigere Romantik. Geschichten in dieser Art fesseln mich, gerade da sich alles in nur dieser kleinen Besetzung abspielen wird, hoffe ich authentische Charaktere kennen zu lernen, die spannend agieren.
Die ersten Seiten der Leseprobe sind zumindest schon vielversprechend. Der Erzählton der Geschichte ist locker-flockig und mit einer gehörigen Prise Humor. Douglas, der aus seiner Sicht das Geschehen beschreibt, ist mir sofort sympathisch und ich bin gespannt ob er seine kleine Familie retten können wird.

Es gibt im Moment zu viele tolle Bücher! Ich habe auch auf dieses Buch wirklich Lust und würde es euch gern vorstellen. Mal schauen, ob ich die ausstehende Rezension für Vorablesen rechtzeitig vorbereiten kann, um in den Lostopf zu hüpfen. 

Donnerstag, 28. August 2014

Angelesen: Das Haus am Himmelsrand von Bettina Storks

Wenn ich mich genau analysiere, dann fällt mir auf, dass sich meine Lust auf Leseproben umgekehrt proportional zur verfügbaren Lesezeit entwickelt. Das hat den kniffeligen Nebeneffekt, dass ich tolle Bücher entdecke (und horte) die ich dann gar nicht schnell genug Lesen kann.

Nun gut. Wem erzähle ich das? Dieser Blog hier ist ja so was wie eine endlose Therapiesitzung in meiner Büchersucht. Also fröhlich weiter mit der neuesten Entdeckung von vorablesen! Diesmal mach ich's kurz, es ist mehr so ne Bauchentscheidung diesmal.

"Das Haus am Himmelsrand" von Bettina Storks
464 Seiten
19,99 € (Hardcover)
Erscheint am 15.09.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)

Der letzte Wille von Elisabeth Tanners Großvater verwirrt die ganze Familie: das Familienanwesen Rosshimmel soll an einen völlig Fremden verschenkt werden. Neben dem eigentlichen Testament hat aber Elisabeths Großvater auch noch ein ganz eigenes Vermächtnis an sie übergeben "Sorge für Gerechtigkeit". Elisabeth soll nach Rosshimmel reisen und dort den alten Familiengeheimnissen auf den Grund gehen.

Ja, da hätten wir es wieder, mein magisches Wort "Geheimnis" ist gefallen und ich bin neugierig. Ich weiß ja, dass ich da sehr einfach gestrickt bin, aber wenn ein Buch verspricht lange gehütete Geheimnisse und Verwicklungen zu bieten bin ich einfach magisch angezogen. Familiengeschichten sind da natürlich besonders geeignet für düstere Abgründe und Verwicklungen. Für mich hat das so einen Wohlfühl-Kuschel-Faktor, den ich beim Lesen sehr genieße. Und genau in diese Richtung geht "Das Haus am Himmelsrand" nun hoffentlich auch. Schon Titel und Cover versprechen so eine warme, ruhige Atmosphäre, wie sie auch in der kurzen Leseprobe schon rüberkommt. Der Erzählstil ist flüssig und modern, leichte aber nicht unbedingt seichte Kost. Das könnte ein echtes Wohlfühlbuch werden.

Ohne eine echte Ahnung zu haben, wie sich die Geschichte entwickeln wird und mit dem Risiko bei einem Pferde- oder Kriegsbuch zu landen bewerbe ich mich um "Das Haus am Himmelsrand" und hoffe auf einen blinden Glückstreffer.

Sonntag, 24. August 2014

Angelesen: Auslöschung von JeffVanderMeer, Teil 1 der Southern-Reach-Trilogie

Eine weitere der tollen Leseproben von Vorablesen wurde diese Woche freigeschaltet „Auslöschung“ von Jeff VanderMeer. Dieses Buch soll Teil 1 einer Trilogie werden. Bei Reihen bin ich ja eigentlich vorsichtig, aber Southern Reach hat mich dann doch interessiert.

„Auslöschung“ von Jeff VanderMeer
Teil 1 der Southern-Reach-Trilogie
240 Seiten
16,95 € (Hardcover)
Erscheint am 10.09.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)





Niemand weiß genau, was in Area X passierte. Ein Gebiet, das seit einem mysteriösen Ereignis von der Außenwelt durch eine unsichtbare Grenze getrennt ist. Diese Grenze zu übertreten scheint dem menschlichen Verstand kaum möglich zu sein. Trotzdem schickt Southern Reach (eine Regierungsorganisation, die den Auftrag hat dieses Gebiet zu erkunden) immer wieder Expeditionen in Area X. Wir begleiten nun die ersten Schritte vierer namenloser Frauen in Area X. Um das Gebiet zu betreten wurden sie in Hypnose versetzt, aber auch innerhalb der Area X lässt ihre Anspannung kaum nach.
Vielleicht ist ja Margaret Atwood mit MaddAddam schuld, aber ich habe im Moment brennend Lust auf Dystopien. Da aber MaddAddam die Messlatte ziemlich hoch gesetzt hat, bin ich bei diesem Genre nun umso kritischer. Eine ziemliche Zwickmühle. Southern Reach hat mich trotzdem interessiert. Die Atmosphäre ist schaurig schön und die Beschreibung der Landstriche hat mich irgendwie an die Ebenen von Stephen Kings dunklem Turm erinnert. Eine Umgebung in der ich mich literarisch sofort zu Hause fühle.
Das führt dazu, dass ich trotz einiger Vorbehalte gern mit dieser Reihe beginnen würde. Die Vorbehalte beschränken sich im Moment primär auf die handelnden Charaktere und deren Interaktionen. Dass sie namenlos bleiben, stört mich nicht mal besonders, aber sie blieben dadurch in der Leseprobe auch leider ziemlich gesichtslos. Man weiß gar nicht so richtig, was man sich vorstellen soll. Der innere Film kommt ins stocken. Das ist auch bei einigen Beobachtungen der Gruppe so. Da wird ziemlich konfus ein Turm beschrieben der dann plötzlich unter der Erde liegt. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber meine inneren Szenenarbeiter im Kopfkino haben ganz schön geschwitzt, um das alles passend aufzubauen.
Mit dem Endergebnis war ich dann trotzdem zufrieden: als ich mich in der Szene eingerichtet hatte wurde es spannend und ich habe mich geärgert, als die Leseprobe vorbei war. Immer ein gutes Zeichen!

Mittwoch, 13. August 2014

Angelesen: Amandas Suche von Isabel Allende

Irgendwelche Synapsen in meinem Kopf müssen spinnen. Ich habe heute einen Tag frei, das Wetter ist toll und der SuB bietet im Moment großartige neue Bücher. Trotzdem klicke ich mich beim Kaffee erstmal durch einige Verlagsseiten und bleibe magisch angezogen beim Wort "Leseprobe" hängen. Einige uninteressante werden schnell weggeklickt und dann: zack! Gefangen. Ich bin bei Isabel Allendes erstem Krimi "Amandas Suche" hängengeblieben und konnte nicht mehr aufhören. Davon muss ich euch einfach erzählen!

"Amandas Suche" von Isabel Allende
479 Seiten
24,95 € (Hardcover)

Amanda spielt mit ihren Freunden das Online-Game "Ripper". Dort lösen sie ausgedachte Kriminalfälle im London zur Zeit von Jack the Ripper.
Amandas Vater ist Polizeichef, die Mutter Reiki-Meisterin und ihre Patentante Astrologin. Eine wilde Mischung. Amanda selbst ist nur eins: wahrheitsliebend und neugierig.
Als in San Francisco eine brutale Mordserie beginnt beschließen die Spieler rund um Amanda diesem realen Fall selbst auf den Grund zu gehen. Statt ausgedachte Verbrechen im virtuellen London zu verfolgen, möchten sie ihre Taktiken und Kenntnisse nun an der echten Welt erproben.
Leider ist die Leseprobe sehr kurz und gibt wirklich nur einen ganz kurzen Geschmack auf die Handlung. Aber allein diese wenigen Seiten haben gereicht um mich anzulocken. Die Figuren sind abwechslungsreich und interessant, der Ansatz, dass der Kriminalfall von einer Gruppe Jugendlicher gelöst werden soll außergewöhnlich.
Ich habe bisher noch nichts von Isabel Allende gelesen (Wissenslücke!) und bin daher völlig voreingenommen. Von den wenigen Bröckchen, die ich gelesen habe, würde ich behaupten, dass ich ihren Stil mag. Detailiert und dennoch fließend, nicht zu ausufernd aber trotzdem atmosphärisch.

Ich bin unglaublich neugierig auf den Rest der Geschichte und muss dieses Buch unbedingt lesen. Deshalb landet es jetzt gleich ganz oben auf der Wunschliste. Sobald der SuB etwas befreiter aussieht möchte ich mich diesem Buch widmen und es euch unbedingt vorstellen.

Hat jemand von euch dieses Buch (oder ein anderes der Autorin) schon gelesen und kann mir etwas darüber berichten?

Freitag, 25. Juli 2014

Angelesen: Der Tag, an dem ich fliegen lernte von Stefanie Kremser

Eine ganze Weile habe ich mich nicht mit den Leseproben von vorablesen beschäftigt. Es war keine Zeit, ich war krank, es waren nicht die richtigen Leseproben für mich dabei. Jetzt kommen aber eine ganze Reihe tolle Bücher auf uns zu, auf die ich mich von Herzen freue! Die Möglichkeit wöchentlich einen Blick auf neue Bücher zu werfen und reinzulesen ist einfach schön. Diese Woche geht es also los mit "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" von Stefanie Kremser.

"Der Tag, an dem ich fliegen lernte" von Stefanie Kremser
Kiepenheuer & Witsch Verlag
304 Seiten
19,99 € (Hardcover)
Erscheint am 14.08.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)


Lulus brasilianische Mutter Aza kann mit ihrem Baby nicht viel anfangen. Sie weist das Kind gleich nach der Geburt ab und lässt das wenige Stunden alte Mädchen schließlich aus dem Krankenhausfenster fallen. Hätte in diesem Moment nicht Ferguson, der englische Rugbyspieler, im Hof des Krankenhauses gestanden und das Kind gefangen, wäre das wohl gleich wieder das Ende der Geschichte. Aza flieht schließlich aus dem Krankenhaus und Lulus Leben in der WG ihres Vaters beginnt. Dort leben ein Haufen verträumter, aber sehr liebevoller Chaoten So beginnt Lulus Leben in der WG ihres Vaters, einem Haufen verträumter aber sehr liebevoller Chaoten zu der schlussendlich auch Ferguson gehören wird.
Die Geschichte hat ab der ersten Seite so eine dichte Atmosphäre, das man meint die Szenen vor sich zu sehen. Die Sprache ist voll leichtem Humor und auch immer wieder kurzer Traurigkeit. Ich habe mich dadurch sofort einfach "wohlgefühlt" in der Geschichte, anders kann ich es nicht bezeichnen. Lulu selbst erzählt ihre Lebensgeschichte. Doch obwohl sie dabei so genaue Beschreibungen und Empfindungen vom Tag ihrer Geburt berichtet, wirkt die Erzählung authentisch.In einer anderen Geschichte hätte das vielleicht befremdlich oder störend wirken können, hier hat es einfach gepasst. 
Auch die "Moderation" der Handlung durch die erzählende Stimme eignet sich in meinen Augen hervorragend für diese Art von Geschichte. Die häufigen Einschübe darüber was man später noch erfahren wird oder wie sich dies und jenes später entwickelt machen immer mehr Lust aufs Buch und haben mich jetzt schon an die Geschichte und die Protagonisten gebunden.

Ich bin im Moment sowieso sehr verliebt in die Vorschau des KiWi Verlags, aber auf dieses Buch freue ich mich nun ganz besonders. Wer die Vorschau nicht kennt: schaut dringend mal rein, es warten viele wunderbare Highlights auf uns (hier gibt es ausführliche Leseproben als ebook zum Download vom Verlag).

Dienstag, 22. April 2014

Angelesen: Das Glück, wie es hätte sein können von Véronique Olmi

Endlich hab ich wieder Zeit für vorablesen und konnte auch wieder was finden, was mich begeistern konnte: Liebe und Lebensveränderungen. Dieses Buch schreit ja gerade zu nach mir.


"Das Glück, wie es hätte sein können" von Véronique Olmi Antje Kunstmann Verlag

224 Seiten

19,95 € (Gebundene Ausgabe)

Die Leseprobe von vorablesen findet ihr hier.





Suzanna ist Klavierstimmerin und scheint ein kleines bescheidenes Leben zu führen. Sie ist zufrieden und glaubt nicht, dass ihr etwas außergewöhnliches passieren könnte. Doch dann stößt sie auf dem Weg zu einem Auftrag mit Serge zusammen.

Mehr kann man aus der Leseprobe nicht herauslesen. Suzanna erzählt die Geschichte aus der Rückblende, scheinbar völlig überrascht und fasziniert darüber, wie sich das Leben durch etwas so banales wie ein Zusammenstoßen in einem Hausflur verändern kann. Inwiefern es sich ändern wird, wird noch nicht klar.

Die Sprache ist nachdenklich, etwas hochtrabend, fast philosophisch. Und dennoch nimmt es einen direkt mit auf diese kleine Reise. Dank dem Schreibstil habe ich auch das erste Mal an dem Zitat der Woche bei vorablesen teilgenommen. Mal sehen, ob ich das Überraschungspaket gewinnen kann:

"Ich verstehe nicht, dass man keine Lust haben kann, den Atem der Zeit zu spüren, dem Leben den Puls zu messen, zu sehen, was es uns bietet."

Samstag, 8. Februar 2014

Angelesen: Der Teufel von New York von Lyndsay Faye

Ihr habt sicher gemerkt, dass es in der vergangenen Woche etwas ruhiger hier war. Das hängt damit zusammen, dass ich vor mich hinkränkele und Susi im Stress stand. Da war der Rattenbau kurzfristig ziemlich verwaist. Heute geht es endlich wieder weiter. Der Blog-Kalender hatte zwar einen anderen Vorschlag (ein schönes Bild&Wort für euch zum Wochenende) aber dann habe ich gerade bei vorablesen vorbeigeschaut und mir ist aufgefallen: ich habe noch nichtmal die Leseproben dieser Woche durchgesehen und die Neuen sind ja schon mit Riesenschritten im Anmarsch.
Und obwohl ich momentan manchmal ziemliches Pech mit Thrillern hatte (siehe "Schnitt" von Marc Raabe) hat mich "Der Teufel von New York" magisch angezogen. Dieses Buch hatte ich schon auf dem Merkzettel seit es bei vorablesen angekündigt wurde und der erste Leseeindruck ist wirklich super, das Bild&Wort muss also warten.

"Der Teufel von New York" von Lyndsay Faye
480 Seiten
15,90 € (Taschenbuch)

Erscheint am 01.03.2014
Eine Leseprobe von Vorablesen findet ihr hier.






Ich bin zwar durch das Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden, wirklich hängen geblieben bin ich aber erst bei der Inhaltsangabe. "Der Teufel von New York" dreht sich um einen grausamen Mord an einer Reihe von Kindern, 1845 in New York. Nur ein kleines Mädchen kann fliehen und wird kurze Zeit später vom Polizisten Timothy Wilde in den Straßen von New York gefunden. Das Mädchen ist verängstigt und völlig mit Blut besudelt. Das klingt schonmal ziemlich spannend und echt gruselig. 
[Anmerkung: Ich gebe ja zu, dass ich Kinder gruselig finde. Also natürlich nicht alle normalen Kinder die ich so Treffe, aber Kinder in Horror- oder Gruselfilmen machen mich echt fertig. Und es gibt eine MENGE Kinder in diesen Filmen, ein paar Beispiele gefällig? Mir fallen ganz spontan "The Ring", "Fall 39", "Das Waisenhaus", "Insidious", "Mama" (davor hab' ich mich gedrückt, ausgiebiges anschauen des Trailers hat mir gereicht *brrr), "So finster die Nacht", "Der Exorzist" und  "Shining" ein... ]
"Der Teufel von New York" bietet aber neben der offensichtlichen Spannung noch ein paar mehr Themen: die Migranten aus Europa, die das junge Amerika überschwemmen, aufkeimende Kriminalität und Unruhen zwischen Katholiken und Protestanten. Das alles wird aus der Perspektive des jungen Polizisten Tmothy Wilde berichtet, der selbst offenbar keine leichte Kindheit hatte und das raue, unfreundliche New York kennen gelernt hat. Im  Jahr 1845 wird die Polizei von New York gegründet und Timothy steigt ein, weil er eine Beschäftigung braucht. Als ehemaliger Barmann hat er eine gute Beobachtungsgabe und sonderlich hoch sind die Anforderungen nicht um bei der Polizei einzusteigen.
Neben aller spannender Handlung kann mich aber auch ein Thriller erst überzeugen wenn der Schreibstil stimmt. Das ist bei "Der Teufel von New York" definitiv der Fall. Der Schreibstil ist detailliert, bietet aber vor allem eine ganz besondere, dichte Atmosphäre. Das kommt vor allem daher, dass die Beschreibungen von Personen und Orten, die Gespräche und Begebenheiten toll miteinander verwoben werden. Ich konnte mich von der Leseprobe kaum losreißen und war schon nach wenigen Seiten mitten in der Geschichte.
Der historische Hintergrund, die Protagonisten, der unglaublich flüssige und angenehme Erzählstil und die Spannung. Hier stimmt auf den ersten Blick alles. 

Ich hoffe sehr, dass ich auch bei dieser Verlosung nochmal Glück habe, so oder so: dies ist wieder eine der Entdeckungen, die ich unbedingt hier vorstellen möchte.

Dienstag, 21. Januar 2014

Angelesen: Ein feiner dunkler Riss von Joe R. Lansdale

"Er ist ein Lieblingsautor" wäre zu viel gesagt, aber ich mag Joe R. Lansdale sehr. "Die Wälder am Fluss" und "Dunkle Gewässer" habe ich mit Begeisterung gelesen, "Kahlschlag" liegt noch bei meinen ungelesenen Büchern.
Diese Woche stellt Vorablesen "Ein feiner dunkler Riss" vor und ich musste unbedingt reinschnüffeln.

"Ein feiner dunkler Riss" von Joe R. Lansdale
Suhrkamp Verlag
351 Seiten
8,99 € (Taschenbuch)
Erscheint am 17.02.2014
(Die Leseprobe von vorablesen findet ihr hier.)







Beide Bücher, die ich bisher von Joe R. Lansdale gelesen habe, spielten in den frühen Dreißigerjahren. Beide Bücher haben mich durch ihre interessanten Charaktere und den besonderen geschichtlichen Hintergrund (Rassenproblematik und Klu Klux Klan) absolut überzeugt. Die beschriebenen kleinen Örtchen voll von Vorurteilen und Hass, aber auch großer Herzlichkeit und Menschlichkeit kamen immer sehr authentisch rüber. Dazu kommt der besondere Humor des Autors, der den Protagonisten immer eine ganz eigene, sympathische Stimme verleiht.
"Ein feiner dunkler Riss" spielt diesmal in den Fünfzigerjahren, scheint aber vom historischen Hintergrund genauso viel Spannendes zu bieten. Der Protagonist Stan meldet sich von Anfang an mit dem typischen Humor und Sarkasmus zu Wort und bei der Art und Weise wie er sich selbst vorstellt freue ich mich schon auf Stans "Ermittlungen":

"Ich hatte so viel Ahnung von Gott und der Welt wie ein Schwein von Essbesteck und Tischmanieren. Für mich war Sex noch das, was zwischen Fünf und Sieben kommt." 
- "Ein feiner dunkler Riss" von Joe R. Lansdale, S. 14

Eigentlich wollte ich gar nicht näher in die Leseprobe und Geschichte absteigen, bei Joe R. Lansdale bin ich dann nämlich immer ganz schnell mittendrin und dann? Dafür ist eine Leseprobe eigentlich viel zu kurz!
Und dann ist es passiert: schon die Beschreibungen der kleinen Stadt Dewmont, Stans unheimlich coolen Freundes Richard und der Lebensweise damals haben mir unglaublich viel Spaß gemacht (und das obwohl ich den Fünfzigerjahren sonst vom Lebensgefühl mit Rockabilly nicht viel abgewinnen kann). Jetzt schon habe ich mich also wieder in die "Erzählweise" der Geschichte verliebt und will am liebsten nicht mehr aufhören.

"Bestimmte Wörter, die heute mit größter Selbstverständlichkeit ausgesprochen werden, fielen damals in anständiger Gesellschaft äußerst selten. Selbst die Worte »verdammt« und »Scheiße« konnten, wenn Frauen anwesend waren, eine Unterhaltung so gewiss zum Verstummen bringen wie ein Schlachthammer eine Kuh"
- "Ein feiner dunkler Riss" von Joe R. Lansdale, S. 14

So wie die Kuh vom Schlachthammer werde ich gerade von der Müdigkeit zum Schweigen gebracht. Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich hoffe, dass ich dieses Buch lesen darf... sonst wird es früher oder später definitiv hier einziehen :-)... ich freu mich schon!

Donnerstag, 16. Januar 2014

Angelesen: Die Verlobungen

Und es geht munter weiter: Jede Woche ist ein neues Buch bei vorablesen dabei. Während "Mit 20 hat man kein Kleid für eine Beerdigung" wegen eines Versandfehlers noch auf dem Weg zu mir ist, habe ich den nächsten Schatz entdeckt.

"Die Verlobungen" von J. Courtney Sullivan Deuticke Verlag

592 Seiten

21,90 € (Gebundene Ausgabe)

Die Leseprobe von vorablesen findet ihr hier.







Die Leseprobe beginnt mitten im Buch mit der Geschichte von Delphine und P.J. Sie ist eine verheiratete Französin und fast 20 Jahre älter als er. Er ist 23 Jahre alt, ein Geigenvirtuos und eigentlich nur zwei Wochen in Paris. Den beiden reicht eine Woche für Sex, große Liebe und einen Heiratsantrag.

Zunächst kam mir der Schreibstil etwas holprig vor, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, kam ich in den Fluss und lies mich von der Geschichte mitreißen. Der plötzliche Umschwung zur großen Liebe kam für mich doch etwas überraschend, aber die emotionale, sexuelle und romantische Kraft zwischen den beiden war zu spüren gewesen. Nicht jedem Autor gelingt das ohne kitschig zu werden.

Die Geschichte von Delphine und P.J. wird weiter gehen - der Klappentext deutet sogar schon an wohin. Aber es ist nicht die Einzige. Und ich bin sehr gespannt, wie Courtney Sullivan die Geschichten miteinander verknüpft und ob es gut oder schlecht für das Konzept der einen wahren Liebe ausgehen wird. Obwohl ich sagen muss, dass ich ihr doch die Daumen drücke.

Freitag, 3. Januar 2014

Angelesen: Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung von Valentina D'Urbano

Herje! Die Sub-Liste wächst und wächst und vorablesen nimmt richtig Fahrt auf. Diese Woche ist wieder etwas für mich dabei und nachdem mein letzter Gewinn sich als echtes Juwel entpuppt hat (näheres gibt es morgen), kann ich nicht widerstehen.



"Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung" von Valentina D'Urbano dtv

280 Seiten

14,90 € (Taschenbuch)


Erscheint: 01.02.2014

(Eine Leseprobe von vorablesen findet ihr hier)



Beatrices geht zu der Beerdigung ihres besten Freundes Alfredo, sie ist erst 21. Sie ist in einem Armutsviertel aufgewachsen, in dem jeder seine Wohnung besetzt hält. Während sie kurz die Beerdigung beschreibt und wie sie Alfredo kennen gelernt hat, scheint sie hin und her gerissen zu sein. Man weiß nicht wirklich, wie genau die Beziehung zwischen den beiden ausgesehen hat und ob sie ihn trotz ihrer offensichtlich schlechten Meinung von seinem Charakter geliebt hat oder erst jetzt erkennt, dass sie ihn liebte und diese Ausbrüche gegen ihn aus der Trauer und der Wut kommen.

Die Geschichte nahm mich sofort gefangen: Wie ein Feuerwerk explodierten die Fragen in meinem Kopf. Die Sprache ist sehr authentisch und wechselt so schnell, dass man das Gefühl hat mitten in dem verwirrten, wütenden Kopf von Beatrice zu sein. Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise von Beatrice weitergehen wird.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Angelesen: Der Tag wird kommen von Nina Vogt-Østli

Ich muss verrückt sein. Mein SUB (seit dem Blog habe ich endlich auch sowas, vorher herrschte chronische Bücherknappheit) klettert auf ungeahnte Höhen und ich begeistere mich auf vorablesen für ein Buch nach dem Anderen.
Egal. Die Weihnachtsfeiertage nahen und damit auch ein paar ruhige Lesestunden zum SUB-Abbau.

"Der Tag wird kommen" von Nina Vogt-Østli
240 Seiten
14,95 € (Hardcover)
Erscheint: 15.01.2014
(Eine Leseprobe von vorablesen findet ihr hier)








Obwohl Jugendbücher so gar nicht mein Gebiet sind hat mich "Der Tag wird kommen" sofort angesprochen.
Hans Petter ist ein intelligenter Junge, zurückhaltend und nett. Bei seinen Mitschülern ist er leider so gar nicht beliebt und in der Rolle des Außenseiters gelandet. Er wird gemobbt und drangsaliert. Nach der Grundschule hat er gelernt "unsichtbar" zu sein und versucht die weiterführende Schule ohne Zwischenfälle zu überstehen. Im Rahmen der Leseprobe erfährt man jedoch recht schnell, dass der Schulalltag weiterhin ein Spießrutenlauf für Hans Petter ist. Zu Hause lebt er mit seiner gutherzigen aber "einfach gestrickten" Mutter und wirkt in seinem ganzen Verhalten viel zu reif und erwachsen für einen Jungen seines Alters.
Das hat einen einfachen Grund: für ein gemobbtes Kind ist Schule schnell kein Vergnügen mehr, es geht nicht um Spaß und Freundschaften sondern darum den Tag möglichst ohne Vorkommnisse zu überstehen.
Mich hat die Leseprobe wirklich berührt. Hans Petter wirkt ernsthaft und dennoch sympathisch. Die Geschichte liest sich flüssig und die "Chat" Einschübe passen gut zum jugendlich, modernen Text.

Ich möchte dieses Buch unbedingt lesen und hoffe Glück bei der Verlosung zu haben! So oder so hoffe ich es euch bald hier vorstellen zu können.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Angelesen: Zucker, Zimt und Liebe

Weihnachten steht vor der Tür und ich hoffe, dass mir vorablesen noch dabei hilft, ein weiteres Geschenk unter den Baum legen zu können.

"Zucker, Zimt und Liebe" von Virginia Horstmann Hölker Verlag

Die Leseprobe von vorablesen findet ihr hier bzw. den Blog von Jeanny hier.







Ich kannte den Blog bisher nicht und bin auch keine Backkönigin - aber ich kenne einige, die zur Beruhigung/Meditation backen. Und Jeanny scheint auch so zu sein.

Die Leseprobe gibt einem leider keinen Einblick in die Person Jeanny oder Geschichten rund ums Backen, aber sowohl das Buch als auch der Blog haben mich unheimlich beeindruckt in seiner Einfachheit, Schönheit, Eleganz und Kreativität. Die Fotos finde ich sagenhaft! Und die Rezepte sind kurz, prägnant und einfach erklärt. Es gibt einem das Gefühl, dass die kleinen Köstlichkeiten keine Hexkunst sind und jeder diese Kreationen hinbekommt.

Ich hoffe, ich habe wieder Glück und darf das Buch bald mein Eigen nennen!

Dienstag, 10. Dezember 2013

Angelesen: Unschuldslamm von Judith Arendt

Im Moment hat Vorablesen richtig viele tolle Bücher im Programm, auf die ich mich alle wahnsinnig freue. Und obwohl heute die Nachricht kam, dass ich "Die Engelmacherin" von Camilla Läckberg gewonnen habe (*yippieee*) kann ich nicht genug kriegen und musste nur gaaaaanz kurz in die Leseprobe von "Unschuldslamm" reinschnüffeln.

"Unschuldslamm" von Judith Arendt
Ullstein Verlag
320 Seiten
9,99 € (Taschenbuch)
Erscheint: 04.01.14
(Eine Leseprobe von vorablesen findet ihr hier)







Ich habe eine Freundin, die möchte unheimlich gern Schöffin werden und findet alles dazugehörige ziemlich spannend. Ein Krimi über eine Schöffin, das habe ich so noch nicht gesehen und war damit schon mit dem Untertitel des Buches "gefangen". Auf diesen Aspekt der Geschichte bin ich also jetzt schonmal richtig gespannt.
Und nicht nur das Thema finde ich interessant, die Leseprobe ist super geschrieben und obwohl noch nicht viel vom eigentlichen "ersten Fall" der Schöffin verraten wird, war ich richtig enttäuscht als die Leseprobe plötzlich zuende war.
Im ersten Abschnitt "durchleidet" man mit Derya, einem jungen kurdischen Mädchen, ihre furchtbaren Ferien in der Türkei. Sie muss ihre Sommerferien weit ab von ihrem Freund verbringen, weil ihr Vater Familienangelegenheiten mit seinen vielen Cousins klären möchte. Irgendwie scheint auch Derya darin verwickelt zu sein.
Im nächsten Abschnitt lernen wir dann die Schöffin Ruth Holländer kennen, chaotisch aber liebenswert, mit einer pubertierenden Tochter gestraft und irgendwie herzlich war mir diese Protagonistin sofort sympathisch... wie gesagt, viel zu schnell war die Leseprobe beendet.

Ich bin gespannt, ob ich das unverschämte Glück habe auch dieses Buch zu gewinnen. Falls nicht werde ich definitiv versuchen es mir zu ertauschen.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Angelesen: Die Engelmacherin von Camilla Läckberg

Nachdem mich in den letzten beiden Wochen bei Vorablesen keine Leseprobe endgültig begeistern konnte ist diesmal ein richtiges Sahnestück dabei!

"Die Engelmacherin" von Camilla Läckberg
464 Seiten
19,99 € (Hardcover)
Erscheint: 04.01.14
(Eine Leseprobe von vorablesen findet ihr hier)







"Die Engelmacherin" steht schon auf meiner Beobachtungsliste, seit ich das erste Mal bei Amazon den Titel gesehen und die Beschreibung gelesen habe. Mal wieder ein Buch mit lange verdeckten Geheimnissen, persönlichen Schicksalen und hoffentlich ganz viel Spannung.
Die Leseprobe hat meinen Eindruck davon nur noch bestärkt. Ohne Vorwarnung wird der Leser in die Handlung "geworfen", kommt dort aber sofort an und fühlt sich zu Hause. Schon in dem kurzen Abschnitt der Leseprobe bin ich total in die Geschichte abgetaucht. 
Das Ehepaar Ebba und Marten kehrt in Ebbas Heimatort zurück, sie wollen Abstand zu ihrem alten Leben nehmen, denn vor kurzem starb ihr kleiner Sohn. Doch für Ebba ist es keineswegs ein wirkliches Heimkommen, zwischen den Zeilen erfährt man, dass auch ihr dieser Ort noch fremd ist. Wirklich herzlich begrüßt wird das Paar dann auch nicht, im Gegenteil: ein Brandanschlag auf ihr altes Häuschen kostet die beiden beinahe das Leben. Damit beginnen die Ermittlungen.
Ich bin wirklich gespannt auf dieses Buch und hoffe es bald hier vorstellen zu können... vielleicht hat meine Glücksfee ja noch einen guten Tag in diesem Monat!

P.S. Ein Buchtipp am Rande:
"Der Engelmacher" von Stefan Brijs ist trotz dem ähnlich klingenden Titel ein Thriller, mit einer tollen Atmosphäre und düsteren Geschichte. Ein ungewöhnlicher Thriller der mich damals total begeistert hat und einer meiner liebsten war....

Montag, 25. November 2013

Angelesen: White Horse

Noch ein Montag ohne Montragsfrage. Doch keine Sorge: Im Hause Read Pack ist eine Menge im Gange. Susi bereitet eifrig eine Überraschung für das Neue Jahr vor und ich nutze die fragenfreie Zeit für ein neues "Angelesen". 
Eigentlich wollte ich eines der aktuellen Vorablesen Bücher vorstellen, muss aber leider zugeben: ich konnte mich für Keines von Beiden begeistern. Deswegen stelle ich euch heute schoneinmal eines meiner nächsten Bücher vor, auf das ich während meiner vielen Recherchen in letzter Zeit gestoßen bin.

"White Horse" von Alex Adams
Piper Verlag
Eine Leseprobe findet ihr hier










Ich bin ein kleiner Cover-Fetischist und bin so mehr oder minder zufällig vor Kurzem auf "White Horse" gestoßen. Irgendwie finde ich das Coverbild bedrückend und gleichzeitig faszinierend, dazu der interessante Titel, daran kam ich einfach nicht vorbei. Als ich mich dann näher über das Buch informiert habe war mein Interesse sofort geweckt: die Geschichte von der Büchse der Pandora, die zu Öffnen Unheil bringt, in eine moderne Welt zu übertragen klingt einfach phantastisch. 
Die Leseprobe hat dann bei mir heute den Ausschlag gegeben, dass ich sage: ja, ich würde dieses Buch gern lesen. Die Geschichte der Seuche "White Horse" wird von der Hauptprotagonistin Zoe erzählt. Dabei springt die Handlung ständig zwischen dem Zeitstrang der Vergangenheit kurz vor bzw. zu Beginn der Seuche und in die Gegenwart, zum Überlebenskampf in eine zerstörte Welt.
Noch sind die Erzählfäden sehr lose und es ist nicht abzusehen, wohin sich die Geschichte entwickeln wird. Aber auf die Thematik freue ich mich schon jetzt sehr und der knappe aber trotzdem anschauliche Erzählstil gefällt mir bisher auch sehr gut.


Eine Neuigkeit am Rande:


"White Horse" möchte ich lesen, dass steht schon fest. Generell möchten wir aber eure Meinung zu den vorgestellten und angelesenen Büchern gern hören. Dafür gibt es ab heute die Reaktionen-Button, in denen ihr die Beiträge kurz und knapp bewerten könnt. 
Auf eure Meinung sind wir gespannt!

Montag, 18. November 2013

Angelesen: Wie die Franzosen die Liebe erfanden

Skandal! Die Montagsfrage macht Pause! Aber dafür gibt es auf vorablesen endlich mal wieder ein Buch, das mich interessiert und was ich hoffe zu gewinnen.

"Wie die Franzosen die Liebe erfanden" von Marilyn Yalom Graf Verlag

Die Leseprobe von vorablesen findet ihr hier.











Marilyn Yalom möchte in diesem Buch dem Ursprung, der Geschichte und der Bedeutung von Liebe und Lust in der französischen Gesellschaft aus der Sicht einer Amerikanerin nachgehen.

Das scheint mir eine interessante Mischung zu sein. Die Leseprobe war zu kurz, um einen wirklichen Eindruck zu bekommen. Allerdings wurde bereits klar, dass das Buch in einem sehr wissenschaftlichen Stil geschrieben ist. Das allein könnte auf Dauer etwas dröge werden, jedoch gleichen die gezielt ausgewählten Zitate, die bereits im ersten Kapitel die Leidenschaft der Beteiligten wunderbar transportiert haben, und das Einstreuen persönlicher Erlebnisse das gut aus. Ich bin gespannt, wieviele weitere schöne Geschichten die Autorin gefunden hat und zu welcher Erkenntnis sie am Ende gelangt.

Drückt mir also die Daumen! Falls ich es jedoch nicht gewinne, ist das auch ok. Kaufen würde ich es mir bei dem stolzen angekündigten Preis von 22,90 € jedenfalls nicht. 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Angelesen: Die grüne Bluse meiner Schwester von Gerdur Kristny

Eine ganze Weile habe ich mich jetzt bei vorablesen zurückgehalten. Ich habe im Moment viel guten Lesestoff und bin durch den Blog auch ganz schön beschäftigt. Trotzdem möchte ich diese Woche mal wieder einsteigen bei den Leseproben von vorablesen.

Diesmal gab es eine Leseprobe zu:

"Die grüne Bluse meiner Schwester" von Gerdur Kristny
List Verlag
(die Leseprobe von Vorablesen findet ihr hier)









„Die grüne Bluse meiner Schwester“ von Gerdur Kristny verspricht leichte Herbstlektüre zu werden. Die Ich-Erzählerin Frida berichtet von ihrer Familie, ihrer Arbeit und ihren Zielen. Fridas Vater ist gestorben und hinterlässt eine tiefe Lücke in ihrem Leben. Sie erzählt dahher viel von Erlebnissen mit ihren Eltern. Frida selbst war immer Papas Liebling, die Schwester ein Mamakind. Die Geschichte einer ganz normalen Familie eben. Daneben gibt es kurze Berichte über Fridas Arbeit und ihre Chefin, die gleichzeitig ihre Freundin und Vermieterin ist. Insgesamt treibt die Geschichte recht ziellos voran. Zwar liest sich das Buch angenehm (bis auf die vielen isländischen Namen) aber ich hatte mir mehr über die Eigenarten der Familienmitglieder, mehr Familiengeschichte und Konflikte erhofft. Im Moment bin ich einfach noch sehr unsicher, wohin sich das Buch entwickeln wird. Wirklich begeistern konnte mich die Leseprobe bis dahin nicht.

Falls ich bei der Auslosung Glück habe werde ich euch demnächst vom Buch berichten. Vielleicht kann mich die Geschichte ja doch noch überraschen. Sollte ich nicht gewinnen werde ich es mir erstmal nicht kaufen, so richtig ist der Funke einfach nicht übergesprungen.