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Freitag, 31. Oktober 2014

Filmfreitag: Die Auserwählten im Labyrinth


Ganz wie versprochen! Heute folgt der Film zum Buch! Da ich so begeistert vom Buch war, wollte mein Mann ihn gleich im Kino sehen und so machten wir uns Sonntag abend auf.

"Die Auserwählten im Labyrinth" FOX Deutschland
Kinostart: 16.10.2014
Spiellänge: 113 Minuten
FSK 12

Zum Inhalt nur noch mal kurz: Genau wie im Buch beginnt der Film mit Thomas im Fahrstuhl, wie er ohne Erinnerungen auf die Lichtung kommt, wo er auf etwa 50 Jungen trifft, die dasselbe Schicksal erlitten haben, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Aber dann kamen schon die ersten Abweichungen.

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es dafür nötig wäre zu viel vom Inhalt zu verraten. Am besten fasst man es so zusammen: Der Film ist FSK 12 und das Buch meiner Ansicht nach FSK 16. Im Film gehen die Jungs untereinander sehr zivilisiert und gebildet miteinander um, das Buch besticht durch die authentische, herbe Sprache. Der Film lässt viele Dinge weg oder vereinfacht sie, was für mich im Buch die ständige Angstatmosphäre und damit den Horror ausgemacht hat. Sie haben dafür im Film zwar eine gute Lösung gefunden, aber dadurch sind auch unlogische Punkte aufgetreten, die es im Buch nicht gab.

Mein klares Fazit: Wer das Buch kennt, kann sich den Film sparen. Außer man hat mal Lust sich aufzuregen. Wer das Buch nicht kennt, kann den Film sehen, aber wird ihn insgesamt zwar als spannend, aber nur als nette Geschichte empfinden. Der Film ist damit mehr für Jugendliche geeignet als das Buch.

Aufgrund der "Weichspülung" der Geschichte, die sie insgesamt weniger authentisch und spannend macht, vergebe ich 3 von 5 Kinoratten.

Der Film in einem Zwitschern:
#MazeRunner: Der Film ist FSK 12, darunter leidet die Spannung & Authentizität. Wer das Buch kennt, braucht den Film nicht zu sehen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension: Die Auserwählten im Labyrinth von James Dashner

Ich hatte es ja befürchtet - dieses Buch habe ich einfach weggeschnupft. Montag 20:00 Uhr gekauft, Freitag 08:00 Uhr ausgelesen. Meine Arbeitswoche hat schwer unter dieser Sucht gelitten. Aber ich weiß immer noch nicht, ob und wann ich mir Teil 2 kaufe.

„Die Auserwählten im Labyrinth" von James Dashner
Carlsen Verlag
490 Seiten
9,99 € (Taschenbuch)

Thomas wacht in einem dunklen Fahrstuhl auf, der auf dem Weg nach oben ist. Er kann sich an nichts erinnern und weiß nicht, wo er ist. Als der Fahrstuhl anhält und seine Türen geöffnet werden, findet er sich auf einer Lichtung wieder, die von riesigem Steinmauern umgeben ist ... Mehr will ich eigentlich gar nicht zum konkreten Inhalt sagen. Die Spannung des Buches hängt wesentlich davon ab, dass die Geschichte aus Thomas Blick erzählt wird und man genau wie er alles nur ganz häppchenweise erfährt.

"Die Auserwählten im Labyrinth" ist ein Jugendbuch, weil es von Jugendlichen handelt. Alle Jungen auf der Lichtung sind zwischen 13 und 18 Jahren alt. Aber es ist nicht unbedingt nur ein Buch für Heranwachsende. Ich persönlich würde das Buch sogar FSK 16 einstufen. Die Gesellschaft, die sich die Jungen auf der Lichtung aufgebaut haben, ist intelligent und von Ordnung geprägt, aber auch von Gnadenlosigkeit. An einigen Stellen scheint das Einhalten von Regeln wichtiger als Menschlichkeit und Moral zu sein. Schon allein das ist dank der wortgewaltigen Beschreibungen nicht immer etwas für Zartbeseitete. 

Auch die Sprache ist sehr authentisch. Wie die Jungen miteinander umgehen und reden ist eine sehr realistische Darstellung davon, was mit Höflichkeit und Niveau passiert, wenn Männer in einer Ausnahmesituation unter sich sind. Ein großer Unterschied zum Film übrigens, aber dazu am Freitag mehr. 

Dazu kommen für mich leichte Horrorelemente. Die Lichtung ist von einem Labyrinth umgeben, in dem gefährliche Monster hausen. Geschaffen von den so genannten Schöpfern, die alles beobachten. Dazu kommen die Auswirkungen psychischer Natur bei den Lichtern, den Bewohnern der Lichtung. Man fühlt sich ständig unsicher und verfolgt und lebt den Horror der wachsenden Angst direkt mit. 

"Die Auserwählten im Labyrinth" ist fesselnd, spannend, intelligent und gruselig. Warum ich mir noch nicht sicher bin, ob ich Teil 2 lesen will? Ich weiß nicht, ob mir die weitere Story gefällt. Genauer kann ich das nicht sagen, ohne viel zu verraten. Teil 1 gebe ich erst einmal 4 von 5 Leseratten für ein sehr gutes, spannendes Jugendbuch. Der Abzug kommt nur dank dem Vergleich zu anderen Werken - es ist reine Unterhaltungsliteratur. 

Das Buch in einem Zwitschern: 
"Die Auserwählten im Labyrinth" ist fesselnd, spannend, intelligent & gruselig. Für mich FSK16 & nur lesen, wenn 3 Tage alles egal sein kann.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Rezension: Auslöschung von Jeff VanderMeer (Southern-Reach-Trilogie Band 1)

Obwohl ihr alle heute vermutlich eher auf Berichte von der Frankfurter Buchmesse wartet oder sogar selbst welche verfasst, möchte ich euch trotzdem ein ziemlich tolles Buch vorstellen. „Auslöschung“ von Jeff VanderMeer hat vorab genau das richtige Maß an Mysterium und Spannung versprochen, um mich total anzusprechen. Nachdem ich dann die Leseprobe gelesen hatte, war mir klar: "Das muss ich lesen!". Jetzt weiß ich: "Es hat sich gelohnt.".

„Auslöschung“ von Jeff VanderMeer
Southern-Reach-Trilogie Band 1
240 Seiten
16,95 € (broschierte Ausgabe)







Ein ungeklärtes Ereignis vor mehr als dreißig Jahren veränderte Area X nachhaltig. Seither ist diese Gegend von einer unsichtbaren Grenze umschlossen und wird von seltsamen Naturveränderungen geprägt. Menschen ist es nur schwer möglich, sich darin zu bewegen. Die bloße Anwesenheit in Area X scheint verrückt zu machen. Die Regierungsorganisation Southern Reach versucht dennoch alles, um das Geheimnis von Area X zu lüften und schickt immer wieder Expeditionen in dieses mysteriöse Gebiet. In „Auslöschung“ folgen wir der 12. Expedition, bestehend aus vier Frauen, die das Wesen von Area X näher ergründen sollen.

In „Auslöschung“ lesen wir das Tagebuch einer Teilnehmerin der 12. Expedition in Area X. Die Biologin beschreibt zunächst recht sachlich und nüchtern die verschiedenen Etappen ihrer Reise. Von Anfang an ist dabei auffällig, dass die einzelnen Protagonisten keinen Namen bekommen, sie werden lediglich mit ihrer Funktion beschrieben und bleiben schemenhaft, blass. Da wir die Handlung durch die Aufzeichnungen der Biologin verfolgen, kommen wir ihr etwas näher als den übrigen Charakteren, doch selbst sie bleibt mehr eine Idee, bekommt kaum Persönlichkeit. Das ist umso bemerkenswerter, da sie trotz kurzer Rückblenden in ihre Kindheit und dem recht leidenschaftlichen Bericht, wie sie zu ihrer Passion der Biologie gelangte, nicht greifbarer wird. Eine gewisse Sympathie zu diesem Charakter hat sich bei mir trotzdem aufgebaut und ich habe ihre Anspannung Stück für Stück selbst übernommen
Wie ich schon in der Leseprobe gemerkt habe, sind die Schilderungen in „Auslöschung“ manchmal derart abstrakt und verworren, dass es schwierig ist, ein inneres Bild dazu zu gestalten. Meine inneren Bühnenbildner hatten schwer zu tun, um anhand der Beschreibungen eine Szenerie vor meinem geistigen Auge zu entwerfen. Am Ende hat das trotzdem geklappt und dieses unwirkliche, mysteriöse Setting hat dann bei mir dazu geführt, dass sich der Horror noch verstärkt hat.

Ich finde es schwer „Auslöschung“ in ein Genre zu stecken und hatte am Anfang eher eine Dystopie erwartet. Irgendwie ist es das vielleicht auch, aber der Horror und das SciFi stehen eindeutig im Vordergrund. Vor allem der Horror! Es sind keine großen Effekte oder Schocker nötig, allein auf Grund der rasenden Anspannung hatte ich ganz schön mit mir zu kämpfen, das Buch dann doch noch abends weiter zu lesen.
Ich möchte natürlich jetzt nicht zu viel verraten, kann aber sagen dass die Entdeckungen der Biologin mir einige Vermutungen aufdrängen, was da in Area X geschah. Eine Auflösung oder nur einen deutlichen Hinweis bleibt uns das Buch aber schuldig! Das hat mich rasend gemacht, ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ich freue mich also schon unheimlich auf die folgenden Bände. Das hebt aber auch die Erwartungen an die Nachfolger „Autorität“ und „Akzeptanz“ gehörig, da muss jetzt noch was kommen.

Ich mag Horror-Literatur und „Auslöschung“ sticht da eindeutig hervor, ein Buch das im Gedächtnis bleibt. Trotzdem gibt es einige kleinere Schwächen, so dass ich mit meiner Bewertung insgesamt auf 4 von 5 Leseratten komme!


Das Buch in einem Tweet:  "Auslöschung" ist eine wilde Mischung aus Horror, SciFi und Mystery. Jetzt warte ich hungrig und erwartungsvoll auf die Nachfolger.

Sonntag, 24. August 2014

Angelesen: Auslöschung von JeffVanderMeer, Teil 1 der Southern-Reach-Trilogie

Eine weitere der tollen Leseproben von Vorablesen wurde diese Woche freigeschaltet „Auslöschung“ von Jeff VanderMeer. Dieses Buch soll Teil 1 einer Trilogie werden. Bei Reihen bin ich ja eigentlich vorsichtig, aber Southern Reach hat mich dann doch interessiert.

„Auslöschung“ von Jeff VanderMeer
Teil 1 der Southern-Reach-Trilogie
240 Seiten
16,95 € (Hardcover)
Erscheint am 10.09.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)





Niemand weiß genau, was in Area X passierte. Ein Gebiet, das seit einem mysteriösen Ereignis von der Außenwelt durch eine unsichtbare Grenze getrennt ist. Diese Grenze zu übertreten scheint dem menschlichen Verstand kaum möglich zu sein. Trotzdem schickt Southern Reach (eine Regierungsorganisation, die den Auftrag hat dieses Gebiet zu erkunden) immer wieder Expeditionen in Area X. Wir begleiten nun die ersten Schritte vierer namenloser Frauen in Area X. Um das Gebiet zu betreten wurden sie in Hypnose versetzt, aber auch innerhalb der Area X lässt ihre Anspannung kaum nach.
Vielleicht ist ja Margaret Atwood mit MaddAddam schuld, aber ich habe im Moment brennend Lust auf Dystopien. Da aber MaddAddam die Messlatte ziemlich hoch gesetzt hat, bin ich bei diesem Genre nun umso kritischer. Eine ziemliche Zwickmühle. Southern Reach hat mich trotzdem interessiert. Die Atmosphäre ist schaurig schön und die Beschreibung der Landstriche hat mich irgendwie an die Ebenen von Stephen Kings dunklem Turm erinnert. Eine Umgebung in der ich mich literarisch sofort zu Hause fühle.
Das führt dazu, dass ich trotz einiger Vorbehalte gern mit dieser Reihe beginnen würde. Die Vorbehalte beschränken sich im Moment primär auf die handelnden Charaktere und deren Interaktionen. Dass sie namenlos bleiben, stört mich nicht mal besonders, aber sie blieben dadurch in der Leseprobe auch leider ziemlich gesichtslos. Man weiß gar nicht so richtig, was man sich vorstellen soll. Der innere Film kommt ins stocken. Das ist auch bei einigen Beobachtungen der Gruppe so. Da wird ziemlich konfus ein Turm beschrieben der dann plötzlich unter der Erde liegt. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber meine inneren Szenenarbeiter im Kopfkino haben ganz schön geschwitzt, um das alles passend aufzubauen.
Mit dem Endergebnis war ich dann trotzdem zufrieden: als ich mich in der Szene eingerichtet hatte wurde es spannend und ich habe mich geärgert, als die Leseprobe vorbei war. Immer ein gutes Zeichen!

Donnerstag, 14. August 2014

Rezension: Der Circle von Dave Eggers

„Der Circle“ zu lesen war für mich ein bisschen, wie das tolle Gefühl, wenn man die Schutzfolie von ganz neuen Geräten abziehen darf. So ein staunendes, begeistertes „Ui“. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es quasi am Stück verschlungen (nur unterbrochen von lästigen Alltagspflichten wie essen oder schlafen).

„Der Circle“ von Dave Eggers
560 Seiten
22,99 € (Hardcover)










Mae Holland beginnt nach einem öden Job bei den Gaswerken ein neues Leben. Sie hat einen der begehrten Jobs beim Circle bekommen, die trendigste Internetfirma ihrer Zeit. Der Circle vereint Innovationen im Hard- und Softwarebereich, Forschung und Entwicklung auf nahezu unzähligen Gebieten. Dafür werden nur die klügsten Köpfe eingestellt. Mae ist überglücklich dort eine (wenn auch zu Beginn recht niedrige) Anstellung gefunden zu haben. Doch auch beim Circle ist nicht alles heiter Sonnenschein und so merkt Mae trotz aller Begeisterung, dass hinter dieser hippen Fassade eine Menge Erfolgsdruck und strenge Regeln warten.

Mich hat „Der Circle“ ab der ersten Seite begeistert. Gemeinsam mit Mae betreten wir das Firmengelände, lernen die Firmenkultur und die Angestellten kennen und hangeln uns durch dieses komplexe System. Irgendwie wirkt die titelgebende Firma wie eine bedrohliche Mischung aus den großen Internetriesen unserer Zeit: ein bisschen Apple, ein bisschen Google, ein bisschen Facebook. Mehr noch als diese realen Firmen genießt der Circle, in der Welt von Dave Eggers Roman, einen überlebensgroßen Kultstatus. Jede neue Entwicklung wird von den Mitarbeitern und Kunden frenetisch gefeiert. Beim Lesen habe ich mich selbst immer wieder ertappt, wie ich mich von den begeisterten Schilderungen habe einlullen lassen. Erst dann wird der Verstand langsam wieder wach und merkt, was diese „netten Gadgets“ für unangenehme Auswirkungen haben werden. Diese hypnotische Wirkung hat mich wirklich beeindruckt.
Die Protagonistin Mae wirkt manchmal etwas blass und ziellos, macht aber eine sehr realistische Entwicklung durch. Anfangs etwas hilf- und orientierungslos steigert sie sich online in soziale Interaktionen hinein, die im realen Leben gar keine Entsprechung finden. Die Einsamkeit, die sie trotz Millionen Smiles und Likes erlebt, wirkt leider sehr real.
Spannend war für mich auch, dass ich beim Lesen geradezu ein schlechtes Gewissen entwickelt habe. Irgendwie wollte ich ja etwas über dieses Buch twittern oder auf Facebook dazu sagen. Aber das Buch hat mich zurückgehalten. Ich habe immer wieder überlegt, ob das nicht schon der Einstieg ist, zu dieser Fiktion die Dave Eggers da auf die Spitze getrieben hat.
Das der Autor da ganz bewusst mit diesen Ängsten und Horrovorstellungen vom „gläsernern Menschen“ und der absoluten Kontrolle arbeitet, finde ich aber keineswegs schlecht, sondern nützlich. Natürlich sind das zum Teil Klischees, aber wenn es hilft diese Themen weiter im Gespräch zu halten und nicht blind jedem Trend zu folgen, dann kann das auch nützlich sein.
Zum Schreibstil möchte ich nur festhalten, dass „Der Circle“ zwar mit einer sehr einfachen, geradlinigen Sprache auskommt, aber dadurch ganz und gar nicht bilderlos ist. Es gibt immer wiederkehrende Symbole und Versinnbildlichungen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollten.

Da mich Buch, das so völlig in seinen Bann gezogen hat, kann ich nicht anders: 5 von 5 Leseratten von mir.


P.S. Das Ende hat mich wirklich überrascht, geschockt und ja, irgendwie aufgeregt, aber schließlich überzeugt. Ich war so völlig in der Handlung versunken, dass ich es nicht kommen sah. Ob ich jetzt diesmal furchtbar blind oder das Buch sehr gerissen war, ich kann es nicht beantworten.

Diesmal keinen Tweet, sondern Social Media in Zahlen:
Unseren Twitter-Account zum Read Pack gibt’s seit dem 03. Januar 2014.  In diesen 223 Tagen seitdem sind 817 Tweets entstanden, das macht durchschnittlich 3,66 Tweets pro Tag. Diese Tweets haben 1.811 Favoriten generiert und 205 Twitterer überzeugt uns zu folgen.

Sonntag, 8. Juni 2014

Rezension: Die Geschichte von Zeb von Margaret Atwood

Es ist hoffentlich angemessen klar geworden, dass ich mich „Oryx und Crake“ und „Das Jahr der Flut“ extrem begeistert haben. Meine Wartezeit zwischen dem Ende von „Das Jahr der Flut“ und meinem Start mit „Die Geschichte von Zeb“ betrug daher genau so lange, wie es dauerte die Schutzfolie abzufummeln und das Buch aufzuschlagen.

„Die Geschichte von Zeb“ von Margaret Atwood
Teil 3 der MaddAddam Trilogie
480 Seiten
22,99 € (Hardcover)







„Die Geschichte von Zeb“ führt die Handlung der beiden Vorgänger vereint fort und beginnt genau dort, wo „Oryx und Crake“ und „Das Jahr der Flut“ endeten. Dieses Buch lässt uns nun also den Überlebenskampf in der zerstörten Welt erleben. Wir treffen Schneemensch und Toby wieder, lernen die Craker und MaddAddamiten besser kennen und hören „Die Geschichte von Zeb“. Im Verlaufe des Buches bekommen die Craker eine immer komplexer ausgearbeitete Schöpfungsgeschichte erzählt und es zeigen sich erste Entwicklungen in ihrem Verhalten.

Die „Craker“, die von Crake geschaffene, völlig friedliche und optimierte Menschenrasse, bilden in diesem Band einen zentralen Aspekt der Geschichte. Sie treffen erstmals auf eine größere Gruppe normaler Menschen und die Konflikte der beiden „Spezies“ treten umso deutlicher hervor. Faszinierend ist die Darstellung der Entwicklung dieser „idealisierten“ Menschen, welche durch den Kontakt mit uns fehlerbehafteten und vergleichsweise schwachen Kreaturen ausgelöst wird. Die Craker wurden ursprünglich als möglichst perfekter Ersatz für „uns“ geschaffen: Gewalt und Kunst sollten ihnen fremd sein, Liebe sollten sie nicht kennen. Alles was möglicherweise Konflikte hervorruft, sollte den Crakern unbekannt bleiben. Von diesem „Ideal“ beginnen die Craker im Laufe der Geschichte ganz leicht abzuweichen, sie wirken zum Teil fast „menschlich“.
Nachdem die beiden Vorgänger eher von der Verzweiflung und dem Untergang der Gesellschaft dominiert wurden, zeigt „Die Geschichte von Zeb“ erste Hoffnung. Wie eine Pflanze, die nach langer Dürre erste kleine grüne Triebe zeigt, wird auch in dieser Geschichte erstmals Aufbau und Regeneration gezeigt. Natürlich ist das Leben nicht plötzlich leicht, auch in dieser Geschichte ist der Überlebenskampf von Mangel und Gewalt gezeichnet, aber man beginnt einen Blick auf „später“ zu werfen. Das es überhaupt ein „später“ geben könnte, ist dabei schon der gravierendste Unterschied zu den Vorgängern. Wo vorher nur das „jetzt“ war, ist nun auch Platz für Planung und Zukunft. Eine Zukunft, die so lang auf der Kippe stand.
Auch diesmal bietet der Aufbau der Geschichte wieder seine Besonderheiten. Was im ersten Band die Rückblenden in die Vergangenheit und im zweiten Band die Predigten von „Adam Eins“ waren, ist in „Die Geschichte von Zeb“ die Schöpfungsgeschichte für die Craker. Jeden Abend bekommen sie von Toby einen Teil der Geschichte von Zeb erzählt, so sollen ihnen Stück für Stück menschliche Phänomene wie Wut oder Liebe erklärt werden. Diese Einschübe wirken manchmal ein bisschen zusammenhangslos und naiv, bilden für die verängstigten Craker aber einen Anker und Trost. Sie zu lesen macht einfach Spaß.

Ich möchte es diesmal kurz machen: „Die Geschichte von Zeb“ bildet einen gelungenen Abschluss der Trilogie und hat mich völlig zufrieden zurück gelassen. Die Handlung ist geschlossen genug, um nicht verloren zu wirken und offen genug, um selbst „weiterdenken“ zu dürfen.
Diese Trilogie war ein echtes Highlight in meinem Lesejahr. Selten habe ich drei so gleich starke, konstant spannende und perfekt verwobene Bücher gelesen: 5 von 5 Leseratten auch hier.


Das Buch in einem Tweet: "Die Geschichte von Zeb" ist der gelungene Abschluss einer grandiosen Trilogie. Erstmals Hoffnung und Zuversicht für eine kaputte Welt.

Samstag, 7. Juni 2014

Rezension: Das Jahr der Flut von Margaret Atwood

Eigentlich mag ich Buch-Reihen nicht so gern. Nur einige Wenige habe ich wirklich komplett gelesen. Meist geht mir (oder dem Autor) ja doch vorher irgendwie die Luft aus. Bei der MaddAddam-Trilogie dagegen habe ich eine Sucht entwickelt, die seines Gleichen sucht. Nachdem ich „Oryx und Crake“ beendet hatte, war ich richtiggehend deprimiert. Häufig wollte ich nochmal schnell nachlesen was denn nun mit Schneemensch weiter passiert. Bis mir jedesmal wieder einfiel: „Ach, stimmt. Das Buch ist ja doch zuende!“. Nachdem mir klar wurde, dass diese akute Sucht nur durch mehr von MaddAddam gelindert würde, habe ich schnell weitergemacht mit „Das Jahr der Flut“.

„Das Jahr der Flut“ von Margaret Atwood
Teil 2 der MaddAddam Trilogie
Berlin Verlag
480 Seiten
10,95 € (Taschenbuch) oder 8,49 € (Kindle Edition)







 „Das Jahr der Flut“ spielt in derselben Zeitebene wie zuvor „Oryx und Crake“. Das heißt wir beginnen in einer zwar angeschlagenen, aber noch intakten Welt und erleben den Untergang der Gesellschaft noch einmal mit. Diesmal wird die Geschichte aus der Perspektive einzelner Mitglieder der „Gottesgärtner“ berichtet, einer religiösen Gruppe, die sich auf die wasserlose Flut vorbereitet und nach einer eventuellen Katastrophe die Erde befreien möchte.

Das Konzept, in zwei Büchern dieselbe Zeitschiene aus verschiedenen Winkeln zu betrachten ist mir bisher noch nicht begegnet und macht für mich den besonderen Reiz dieses Buches aus. Während in „Oryx und Crake“ quasi hinter den Kulissen berichtet wird, wie es zur Katastrophe kam, wird in „Das Jahr der Flut“ eine ganz andere Seite des Geschehens dargestellt. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft kommen in den Schilderungen der Gottesgärtner noch viel direkter herüber. Anfangs mag man die Gärtner noch belächeln, wie sie auf Hausdächern Kartoffeln anbauen und Notfall-Lager anlegen, später werden ihre Prophezeiungen traurig war. Und alles kommt dabei noch schlimmer, als es selbst die Gärtner erwartet hätten.
Die Gottesgärtner wirken wie ein Haufen gutmütiger und manchmal realitätsferner Hippies. Ihre Glaubensmaximen lehren Friedlichkeit und Zusammenhalt, es wird gemeinsam gearbeitet und möglichst energisch demonstriert. Jedes Kapitel wird durch eine Predigt von „Adam Eins“, dem Glaubensführer der Gruppe, und einem Lied des Blumenblütenchors eingeleitet. Das ist umso spannender, weil man merkt, wie sich auch die Gottesgärtner den wandelnden Bedingungen stellen müssen. Das die Ansprachen von Adam Eins zum Teil sehr skurril wirken und die Glaubenssätze auf Biegen und Brechen den aktuellen Umständen angepasst werden, hat mich besonders unterhalten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich hier eine Metapher auf die skurrile Wirkung, die wohl jede Religion auf Außenstehende hat, findet. Das hat mich neben vielen herzhaften Lachern auch immer wieder zum Grübeln gebracht. Ich hoffe ich interpretiere nicht einfach zu viel in diese Passagen hinein.
Da die Geschichte völlig neue Charaktere begleitet und auch deren Lebensgeschichten wieder wunderbar mit der Gesamtgeschichte verwoben werden, hatte ich nicht erwartet bekannte Gesichter aus „Oryx und Crake“ wieder zu treffen. Umso begeisterter war ich, als sich viele lange vorbereitete Handlungsfäden beider Bücher verbanden und ich immer mehr Beziehungen zwischen Menschen und Handlungssträngen aus beiden Büchern entdeckte. Diese Verwebungen werden zum Ende des Buches hin immer stärker und stärker. Bis „Das Jahr der Flut“ schließlich exakt in derselben Szene mündet, in der schon „Oryx und Crake“ endete und mich vor Spannung kaum zu Atem kommen lies. Ich musste also sofort zu „Die Geschichte von Zeb“ greifen um zu erfahren was weiter passiert.
Ohne Abstriche kann ich sagen, dass „Das Jahr der Flut“ genauso stark wie „Oryx und Crake“ ist, mich von der ersten Seite gefesselt und unterhalten hat und mich dabei ganz nebenbei immer wieder zum nachdenken bringt. 5 von 5 jubelnden, begeisternden Leseratten auch für „Das Jahr der Flut“.


Das Buch in einem Tweet: Zurück auf Anfang in "Das Jahr der Flut". Mit den Gottesgärtnern erleben wir die Katastrophe erneut. Wieder Spannung & großartige Atmosphäre.

Freitag, 6. Juni 2014

Rezension: Oryx und Crake von Margaret Atwood

Im Bücher-Magazin habe ich vor einer Weile von der MaddAddam-Trilogie von Margaret Atwood gelesen und war sofort fasziniert. Aus Angst enttäuscht zu werden, habe ich mit dem Lesen noch eine Weile gewartet. Kurz: ich hätte sofort loslegen sollen!

„Oryx und Crake“ von Margaret Atwood
Teil 1 der MaddAddam Trilogie
384 Seiten
10,99 € (Taschenbuch)








Die Welt, in der Jimmy und Crake aufgewachsen sind, ist schon sehr befremdlich. Die Eliten leben in abgeschirmten Bereichen und werden von dem „einfachen Volk“ strickt getrennt, sie genießen höhere Bildung und gesonderte Privilegien. Doch die Welt, in der Jimmy jetzt lebt, ist noch um einiges härter. Aus den anfangs zukunftsträchtigen Forschungen einiger Wissenschaftler entwickelt sich Stück für Stück eine apokalyptische Vision.
Die Geschichte die Jimmy (alias Schneemensch) erzählt, ist die einer globalen Katastrophe und einer ganz persönlichen Liebesbeziehung. Ich fand diese Verbindung von Anfang an sowohl ungewöhnlich, als auch äußert gelungen. Da ist einmal der dystopische Teil des Buches. Ich habe bisher kaum eine so kluge, realistische und darum so beängstigende Dystopie gelesen wie „Oryx und Crake“. Alle Entwicklungen scheinen so nah im Bereich des Möglichen und spiegeln tatsächliche Entwicklungen unserer Welt, dass ich diesen Schilderungen fassungslos folgen musste. Besonders überzeugt hat mich, dass alle Entwicklungen, vom Organschwein über die politischen Konflikte wegen einer nur auf Gewinn ausgerichteten Argrarkultur, so ehrlich beschrieben schienen. Nichts ist einfach nur schlecht, weil es neu ist. Aber es passiert, dass auch kleine Eingriffe in die Natur oder gut gemeinte Forschungen in schlimme Folgen münden.
Der Teil über die Beziehungen von Oryx, Crake und Schneemensch ist dagegen deutlich leiser und privater. Crake und Schneemensch sind beide in die schöne aber geheimnisvolle Oryx verliebt, wirklich haben kann sie keiner. Und auch die Lebensgeschichten der drei Protagonisten sind schon, jede für sich, besonders erzählenswert. Alles verwebt sich in diesem Buch zu so einer dichten Handlung, dass ich völlig von der Geschichte gefangen war.
Wen „Oryx und Crake“  jetzt nicht schon allein wegen der Thematik und der grandiosen Szenerie in seinen Bann zieht, der sollte spätestens von der tollen Atmosphäre und dem grandiosen Schreibstil gefangen werden. Die Stimmung hat von der ersten Seite gestimmt und die Erzählweise aus Jimmys Sicht ist perfekt gewählt. Alle Beschreibungen sind so stimmungsvoll und detailliert, dass sich ein genaues Bild dieser Welt entwickelt. Dabei wird man nicht mit einer langen Vorgeschichte in die Szenerie eingeführt, sondern erfährt nur Stück für Stück, was dazu führte, dass sich Schneemensch nun ganz allein durchschlagen muss. Dieser Aufbau der Geschichte war für mich deutlich spannender als lange, konstruierte und im schlimmsten Fall unglaubwürdig beschriebene Vorgeschichten, die in anderen Dystopien auf Krampf für Stimmung sorgen sollen.
„Oryx und Crake“ ist mein zweites absolutes Highlight in diesem Jahr und hat mich restlos begeistert. Ich konnte das Buch in keiner freien Minute zur Seite legen, bis ich es ausgelesen hatte. Und auch die Tage danach hing ich noch völlig in der Welt von Oryx und Crake fest. Das Buch bietet so viel Unterhaltung, aber auch so viele ernste Themen, denen man sich selbst stellen muss, dass ich es nur unbedingt jedem empfehlen kann.
Ganz eindeutige 5 von 5 Leseratten und ein Platz auf meiner Top-20-Liste.


Das Buch in einem Tweet: "Oryx und Crake" ist eine realitätsnahe, kluge Dystopie und darum umso beängstigender! Spannend geschrieben und toll konstruiert. Lesen!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Rezension: White Horse von Alex Adams

Vor einigen Wochen habe ich meinen Fund "White Horse" hier mit einem kurzen Angelesen vorgestellt. Freundlicherweise bekam ich ein Rezensionsexemplar vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt und konnte so gleich mit dem Buch starten, ohne die Weihnachts-Budget-Flaute abzuwarten... Vielen Dank dafür!

"White Horse" von Alex Adams
Piper Verlag
442 Seiten
16,99 € (Klappbroschur)
Eine Leseprobe findet ihr hier








Pandora erhält von Hephaistos eine Büchse, die alle Übel der Welt aber auch die Hoffnung enthält. Da Pandora zwar mit Schönheit, Talent und Geschicklichkeit, aber auch mit einer unstillbaren Neugier gesegnet ist, öffnet sie diese Schatulle und entlässt die Plagen in die Welt. Zwar geht die Menschhheit davon nicht unter, aber die Zeiten, in denen die Menschen von Arbeit, Krankheit und Tod verschont waren sind endgültig vorbei.
Dies ist (in ganz, ganz groben Zügen) der bekannte Mythos um die Büchse der Pandora. White Horse greift dieses Thema wieder auf. Zoe, eine einfache Putzfrau, findet in ihrer Wohnung ein seltsames Gefäß. Weder weiß sie, wer es dahin gebracht hat, noch zu welchem Zweck. Erst glaubt sie verrückt geworden zu sein, besucht einen Psychiater und gelangt am Ende zu dem Schluss, das Gefäß öffnen zu müssen um die Wahrheit zu erfahren. Damit beginnt scheinbar eine Kettenreaktion, die erst Zoe und dann die ganze Welt ins Unglück stürzt.
Die Geschichte von Zoe und der Seuche White Horse ist eine Dystopie, die mal aus der Sicht einer ganz normalen jungen Frau erzählt wird und keine Helden braucht. In wechselnden Abschnitten des "Früher" kurz vor der Katastrophe und des "Jetzt" dem Kampf in der kaputten Welt, wird Zoes Geschichte erzählt. Der größte Pluspunkt des Buches ist seine Spannung. Zoes Suche nach ihrem Freund (im Jetzt) und der Wahrheit (im Früher) sind faszinierend und zwar hat man eine Ahnung wer wirklich die Büchse der Pandora öffnete, aber auf die konkrete Auflösung wäre ich im Leben nicht gekommen.
Die Sprache ist kurz und knapp aber passend zur düsteren Stimmung. Leider sind die Charaktere großteils auch etwas zu "knapp" geraten und wirken etwas farblos. Zoes Wegbegleiter bleiben häufig schemenhaft und füllen sich nicht mit Leben. Lediglich Zoe's Charakter besitzt die nötige Tiefe. Sie handelt zwar manchmal unlogisch, aber das ist für mich kein Kritikpunkt, immerhin befindet sie sich in einer absoluten Krisensituation und das kommt dadurch auch gut zur Geltung.

Ich war während des Lesens sehr hin und her gerissen wie gut ich das Buch nun wirklich finde. Richtig spannende Stellen wechseln sich mit ein paar (kleinen!) störenden Punkten ab. Insgesamt waren die ersten vier Fünftel des Buches aber richtig toll.
Erst kurz vor Ende hatte ich das Gefühl die Autorin musste schnell einen "Deus Ex Machina" (eine rettende Wunderwaffe, die die Handlung wesentlich drehen kann) aus dem Ärmel zaubern um zu einem Ende zu kommen, welches für mich dann leider auch gar nicht überzeugend war.


So in etwa ging die Berg- und Talfahrt meiner Bewertung während des Lesens (unten seht ihr die Seitenzahlen).
Nur so viel: für mich hätte das Buch einen stimmigeren, runderen Eindruck hinterlassen wäre die Autorin konsequent bei ihrem düsteren Konzept und der von Verlusten geprägten Geschhichte geblieben.
Weil ich mir so unsicher bin habe ich mal einen Durchschnitt errechnet und lande bei einer Bewertung von 3,5 von 5 Leseratten. Das wird meinem Eindruck ganz gut gerecht!

,5

Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Montag, 25. November 2013

Angelesen: White Horse

Noch ein Montag ohne Montragsfrage. Doch keine Sorge: Im Hause Read Pack ist eine Menge im Gange. Susi bereitet eifrig eine Überraschung für das Neue Jahr vor und ich nutze die fragenfreie Zeit für ein neues "Angelesen". 
Eigentlich wollte ich eines der aktuellen Vorablesen Bücher vorstellen, muss aber leider zugeben: ich konnte mich für Keines von Beiden begeistern. Deswegen stelle ich euch heute schoneinmal eines meiner nächsten Bücher vor, auf das ich während meiner vielen Recherchen in letzter Zeit gestoßen bin.

"White Horse" von Alex Adams
Piper Verlag
Eine Leseprobe findet ihr hier










Ich bin ein kleiner Cover-Fetischist und bin so mehr oder minder zufällig vor Kurzem auf "White Horse" gestoßen. Irgendwie finde ich das Coverbild bedrückend und gleichzeitig faszinierend, dazu der interessante Titel, daran kam ich einfach nicht vorbei. Als ich mich dann näher über das Buch informiert habe war mein Interesse sofort geweckt: die Geschichte von der Büchse der Pandora, die zu Öffnen Unheil bringt, in eine moderne Welt zu übertragen klingt einfach phantastisch. 
Die Leseprobe hat dann bei mir heute den Ausschlag gegeben, dass ich sage: ja, ich würde dieses Buch gern lesen. Die Geschichte der Seuche "White Horse" wird von der Hauptprotagonistin Zoe erzählt. Dabei springt die Handlung ständig zwischen dem Zeitstrang der Vergangenheit kurz vor bzw. zu Beginn der Seuche und in die Gegenwart, zum Überlebenskampf in eine zerstörte Welt.
Noch sind die Erzählfäden sehr lose und es ist nicht abzusehen, wohin sich die Geschichte entwickeln wird. Aber auf die Thematik freue ich mich schon jetzt sehr und der knappe aber trotzdem anschauliche Erzählstil gefällt mir bisher auch sehr gut.


Eine Neuigkeit am Rande:


"White Horse" möchte ich lesen, dass steht schon fest. Generell möchten wir aber eure Meinung zu den vorgestellten und angelesenen Büchern gern hören. Dafür gibt es ab heute die Reaktionen-Button, in denen ihr die Beiträge kurz und knapp bewerten könnt. 
Auf eure Meinung sind wir gespannt!