Samstag, 15. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014: Tag 2

Der zweite Tag auf der Buchmesse war unser persönlicher Elterntag ^_^: Alex besuchte mit ihrer Mutter und ich mit meinen Eltern die Buchmesse. Deswegen hangelten wir uns nicht ganz so wie am ersten Tag von Veranstaltung zu Veranstaltung. Dafür habe ich den Tag genutzt, um euch ein paar Impressionen mitzubringen:

Die Sonne schien die ganzen zwei Tage herrlich durch die Glashalle und die Hallen verbindenden Glasgänge ein. Schön sich dabei immer ein bisschen aufzuwärmen.












Die Stände hatten wie jedes Jahr diesen schönen Wiedererkennungswert. Dank breiterer Gänge und einer weiteren Verteilung war es aber viel angenehmer von Stand zu Stand zu gehen. Ich bin ganz begeistert von dieser heimeligen Atmosphäre lauter kleiner schöner Buchläden.

Ein besonderer Dank gilt an diesem Tag jedoch dem Diogenes Verlag. Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit einer Vertreterin am Stand und sie gab mir für Alex und mich zwei sehr schöne Bücher mit.

Anschließend tranken Alex und ich noch einen Kaffee, um all die Eindrücke zu verarbeiten und ließen noch bei zwei Lesungen den Tag ausklingen.




"Couchsurfen und andere Schlachten" von Arnon Grünberg, Diogenes Verlag

21,90 € (Gebundene Ausgabe)

463 Seiten

Aus dem Klappentext: "Ob beim Couchsurfing, auf Brautschau in der Ukraine oder als embedded journalist im Irak, in Guantánamo oder in Afghanistan - Arnon Grünberg bringt uns an Orte, wo wir alleine nie hinkommen würden."




"Die Seltsamen" von Stefan Bachmann, Diogenes Verlag

16,90 € (Gebundene Ausgabe)

368 Seiten

Aus dem Klappentext: "Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich - fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf mysteriöse Weise verschwinden."

Freitag, 14. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014: Tag 1

Die Leipziger Buchmesse begann für mich wesentlich aufregender als sonst, denn zum ersten Mal ging ich als Bloggerin hin. Da mein erster Tag aber voller Veranstaltungen war, verflog diese Aufregung schnell.

Nach einer ersten Runde über die Messe ging ich zu einem Interview mit dem Autor des Buches "Ach los, scheiß der Hund drauf!", der Biografie des ehemaligen Stern-Kriegsreporters Randy Braumann.

Peter Chemnitz erzählte beeindruckt, wie das Leben beide in Görlitz zusammengeführt hatte: Braumanns Frau wollte von Hamburg nach Sachsen ziehen, um näher bei ihrem Sohn zu sein und trotz Einwände ihres Mannes, landeten sie in Görlitz, da es seiner Frau dort besser gefiel.

Dank seines Neuankömmlings- und Promistatus trug man Peter Chemnitz zu, dass ein berühmter, ehemaliger Journalist in die Nachbarschaft gezogen war und so verkündete er dessen Ankunft in der lokalen Zeitung. Daraufhin meldete sich Randy Braumann bei ihm und man traf sich.

Peter Chemnitz stellte fest, dass Randy Braumann sehr gerne und gut Geschichten erzählte und schlug ihm vor diese aufzuschreiben. Der ehemalige Reporter lehnte ab: "Ich bin Journalist! Ich schreibe nur, wenn ich einen Auftrag habe!" So schrieb der Autor über zwei Jahre lang mit, bis Herr Braumann nicht mehr wollte ("Such nen Verlag; vorher erzähl ich nicht weiter!"). Das tat Peter Chemnitz auch und fand mit etwas Glück den Weltbuch Verlag.

Leider konnte Randy Braumann nicht bei dem Gespräch sein - man entschuldigte den älteren Herren wegen Erkrankung. Dennoch war das Gespräch und die ersten Anekdoten aus seinem Leben sehr interessant und unterhaltsam.

Die anschließende Veranstaltung zu "Roadtrip mit Guru" von Timm Kruse, Eden Books war ein leichtes Kontrastprogramm, da der Autor nach ein paar einleitenden Worten lediglich das Buch sprechen ließ.


Timm Kruse begann am Anfang seines Buches, wo er den Moment beschreibt, indem die übernatürliche Fassade des Gurus, dem er seitdem spontan neun Monate gefolgt war, zu bröckeln begann. Der Angriff wurde in Form einer großen, tätowierten, gewaltbereiten Bikerin namens Beate geführt. Die mit einigen blauen Flecken von einer Prügelei in die Raststätte eintritt, wo der Autor einen Kaffee trank. "Gott macht vor nichts Halt." Denn der Guru lehrt, dass Beate ebenso erleuchtet ist wie er.

Danach springt er vom Moment der Entzauberung zum Moment der Verzauberung. Er besuchte ein Festival der Indie Folk Musik wegen und probierte sich in einige der esoterischen Praktiken, die dort geboten wurden, aus. Schließlich kennt ihn ja keiner. Zufällig geht er zu einem Vortrag des besagten Gurus und wird gefangen genommen von der Atmosphäre aus Bewunderung, Gruppenaktivität und Gleichklang. Sehr amüsant fand ich dabei seine Vergleiche zum Fußballstadium, in dem meiner Ansicht nach dieselbe Macht herrscht: Verbundenheit und Sicherheit wird durch gemeinsames Singen und Rituale erzeugt und gestärkt.

Noch habe ich das Buch nicht erstanden - aber es steht erst mal auf der Eventuell-kaufen-Liste. Zumindest scheint es nach dem ersten Eindruck lehrreich und amüsant zugleich. Eine seltene Kombination.

Die nächste Veranstaltung war für mich fast die spannendste. So spannend, dass ich vor lauter zuhören und mitschreiben ganz vergessen habe, ein Foto zu machen ^_^ Aber auch ohne visuelle Unterstützung möchte ich euch gerne davon erzählen.

Es war ein Gespräch zu dem Thema "Wozu braucht man noch Literaturkritiker?", eingeladen war Ijoma Mangold, Ressortleiter Literatur von Die Zeit. Die erste niederschmetternde Erkenntnis war, ein echter Literaturkritiker entdeckt auf einer Buchmesse nichts mehr, schließlich wird er schon Monate vorher von Verlagen umworben und informiert und hat auch schon alles geschrieben, was es zu sagen gibt.

Danach philosophierte er hauptsächlich über die größte und schwierigste Aufgabe in der Literaturkritik: der Selektion. Die findet zum Teil schon durch die Verlage statt, die den Zeitungen nur die Bücher ans Herz legen, die sie selber passend finden. Anschließend filtert die Zeitung noch einmal. Bekannte Autoren ebenso wie Debütanten haben eine gute Chance - der eine, weil die Leute es erwarten, der andere, weil der Kritiker gerne auch einmal entdecken will. Einzelkämpfer und kleine Verlage haben keine Möglichkeit besprochen zu werden - da nahm Herr Mangold kein Blatt vor den Mund.

Angst vor dem Internet und einem damit einhergehenden eventuellen Existenzverlust hat er nicht. Eine Zeitung wie Die Zeit hat echte "Selektionsautorität", auf die die Leute vertrauen, während das Internet eine Selektionswüste ist ohne eigene Marke. Gerade diese Erkenntnis habe ich als Lehre für unseren Blog und mich dick unterstrichen - falls sich jemand von euch fragt, wo der Erfolg vergraben liegt: Ich persönlich denke, egal womit man es versucht, Konzept und damit einhergehende Selektion und Begrenzung sind die Schaufel zum Ausgraben ;-)

Obwohl ich nach diesen ganzen Eindrücken und der halben Messestände inklusive schon einiger Bücher auf der eventuell-kaufen-Liste ziemlich erledigt war, blieb noch ein Punkt auf der zu erleben Liste: "Die Großrussin" von Stefan Schwarz Rowohlt Verlag

Die Lesung fand ihm schönen und romantische Ambiente der Mädler Villa in Leutzsch statt - sehr schön um einen anstrengenden Tag ausklingen zu lassen. Der Autor hatte die Lesung mit viel Überlegung vorbereitet und führte selber durch den Abend. Leider werden Lesungen zu oft scheinbar gar nicht vorbereitet. Da ich ein Fan von solchen Veranstaltungen bin, finde ich das persönlich sehr schade.

Stefan Schwarz erzählte kurz die einleitende Geschichte: Ullrich Hasselmann ist Altphilologe und war in seinem früheren Leben, wie er selber sagt, "Bummeldoktorand" und auf der Suche nach einer einfach Einnahmequelle. Da geriet er an eine Heiratsvermittlungsagentur, die deutsche Akademiker und hübsche Russinnen zusammenbringt, damit die Damen aus Osteuropa "den Markteintritt" schaffen. D. h. erst mal in die Nähe reicher, deutscher Männer gelangen.

Stefan Schwarz las sehr gekonnt den Teil der Geschichte, in der die beiden Hauptfiguren verzweifelt versuchen die Ausländerbehörde von der Authentizität ihrer Gefühle zu überzeugen. Kein leichtes Unterfangen. Die Beschreibungen im Buch sind sehr detailliert sowie farben-, wort- und metapherreich. Meiner Begleiterin war es etwas zu viel - es erschien ihr mehr ein Haschen nach Pointen, die dadurch auch vorhersehbar wurden. Herr Schwarz überspitzte auch gerne gängige Phrasen ("Mein Herz tat einen Hockstrecksprung."). Im Verlauf der Geschichte nahm dieses überbordende Angebot etwas ab und der Autor nutzte seine Fantasie lieber für viele kleine Anekdoten und Nebengeschichten innerhalb des Buches. Ob der spätere Umschwung zu dem bisher unbekannten Sohn und der russischen Mafia aber vielleicht zu viel sein wird, weiß ich noch nicht.

Dank des gedämmten Lichtes gelang mir leider kein Foto. Die Lesung war aber sehr schön. Vielleicht beginne ich Stefan Schwarz auch mit einem seiner früheren Werke - wir werden sehen.

Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar von Louise Welsh

„Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar“ ist eines dieser Bücher, dessen Titel mich sofort angesprochen und neugierig gemacht hat. Das musste ich einfach lesen.
Ich selbst wohne in Frankfurt, in einem recht großen Wohngebiet. Obwohl es hier zum Teil sehr anonym zugeht kennt man doch mit der Zeit seine Nachbarn und hat Lieblingsnachbarn (Hallo Kathi, Hallo Martin!) und welche, bei deren seltsamen Verhalten man vielleicht sogar ins Grübeln kommt. Im Buch von Louise Welsh dreht sich alles um ein Berliner Wohnhaus und seine seltsamen Mieter.

„Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar“ von Louise Welsh
288 Seiten
19,95 € (Sondereinband)








Jane zieht zu ihrer Partnerin Petra nach Berlin. Die gebürtige Schottin ist schwanger und möchte gemeinsam mit der Frau ihrer Träume in Berlin ein neues Leben anfangen. Was für Jane so verheißungsvoll begann wird bald zu einer frustrierenden Zeit. Petra ist eingespannt in ihre Arbeit, die Stadt und Sprache sind Jane fremd und sie findet kaum Anschluss. In dieser schwierigen Phase beginnt sie zu beobachten, dass ein junges Mädchen in ihrem Haus sich seltsam verhält. Jane vermutet, dass ihr Nachbar seine Tochter missbraucht. Bald beobachtet sie immer unheimlicheres Geschehen in diesem seltsamen Wohnhaus.

Mir ist bisher noch kein Buch begegnet, das sich so perfekt mit dem alltäglichen Horror und dem Grusel der Vorstellungskraft beschäftigt. Janes Beobachtungen und Gefühle werden in einer knappen und trotzdem ungemein bildreichen Sprache beschrieben. Die Situationen kommen mir nur allzu bekannt vor. Jeder kennt wohl Tage an denen er auf dem Heimweg auf einer dunklen Straße in jedem Schatten ein Monster und in jedem Geräusch die Schritte eines Unbekannten erkennt. In Louise Welshs Buch ist diese Stimmung perfekt eingefangen. Die Schilderungen scheinen fließend zwischen Realität und überhöhten Phantasien zu wechseln. Ich habe genauso an Janes Wahrnehmung gezweifelt wie die Protagonistin selbst. Später fühlt man die starke Einsamkeit, die Jane empfinden muss, als sie merkt, dass keiner ihr Glauben schenkt quasi am eigenen Leib. Fühlt sich vom düsteren Haus im Hinterhof genauso beobachtet und leidet mit der Protagonistin.

Wer Alfred Hitchcocks Film „Fenster zum Hof“ mag liegt mit „Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar“ genau richtig. Bei beiden handelt es sich um spannende „Kriminalgeschichten“ mit einem reduzierten Personenkreis und engen Handlungsgebiet, die nur durch ihre erzählerische Qualität „funktionieren“. Ich persönlich genieße diese Erzählkunst sehr und (das habt ihr sicher schon gemerkt) mag die Art von Büchern, die ohne Effekthascherei auskommen und dennoch Spannung und Horror bieten.

Ich habe wirklich lang überlegt, was mich an „Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar“ gestört hat, gefunden habe ich nichts. Ich wollte das Buch ungern beenden weil ich die Stimmung so besonders fand, es sich so flüssig lesen lies und auch die Charaktere allesamt äußerst ungewöhnlich waren. Für die Thematik hat das Buch aber wiederum die genau richtige Länge. Und wer würde schon wollen, dass eine Geschichte nur um ihrer selbst willen aufgebläht wird?
Ja, ihr ahnt es... 5 von 5 Leseratten für „Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar“ weil es ein stilles, kraftvolles Buch ist, das mich gefesselt hat.

Montag, 10. März 2014

Vorschau: Leipziger Buchmesse 2014

Da die Antwort auf die Montagsfrage ("Gibt es ein Buch, dass du aus Prinzip (noch) nicht gelesen hast?") bei uns beiden nein lautet, möchte ich heute lieber über etwas anderes schreiben.

Ich bin auf Heimaturlaub in Leipzig und schon voller Vorfreude auf die bevorstehende Buchmesse! Das erste Mal in meinem Leben habe ich mir heute eine Dauerkarte gekauft, um die vier Tage voll ausschöpfen zu können. Neben den vielen Ständen und Büchern, die es zu entdecken gibt, bin ich vor allem ein Fan des begleitenden Lesefestes "Leipzig liest".

Als ich in Leipzig ankam, bekam ich das Programm von einer freundlichen Buchverkäuferin geschenkt und habe es bereits durchgeschmökert. Auf die folgenden Programmpunkte freue ich mich schon:

"Die Großrussin" von Stefan Schwarz Rowohlt Verlag

16,95 € (Broschiert)

Kann es Liebe geben zwischen einem kleinen hypochondrischen Deutschen und einer sehr großen Russin?

Stefan Schwarz gibt an verschiedenen Tagen, an verschiedenen Orten Lesungen. Ich werde wahrscheinlich am Donnerstag, 13.03.2014 dabei sein.







"Ach los, scheiß der Hund drauf!" von Peter Chemnitz Weltbuch Verlag

16,90 € (Gebundene Ausgabe)

Mit diesem Satz hat sich der "stern"-Kriegsreporter Randy Braumann in brenzligen Situationen Mut gemacht.

Am Donnerstag, 13.03.2014 gibt er auf der Leipziger Buchmesse zusammen mit dem Autor Peter Chemnitz eine Lesung.





"Roadtrip mit Guru" von Timm Kruse, Eden Books

12,95 € (Broschiert)

Timm Kruse verlässt sein bisheriges Leben, weil er auf einem Festival einen indischen Guru kennenlernt. Er lebt in seinem Ashram in Indien und reist mit ihm um die Welt.

Mein bisheriger Buchmessefavorit! Genau mein Thema - Neuanfänge, Reisen, Selbstfindung. Lesung: 13.03.14 auf dem Messegelände.



Und vieles, vieles, vieles mehr! Die Kamera ist bereit und das Sitzhöckerchen auch! Ich hoffe, gerade das zweite wird mir viele Lesungen ermöglichen. Da man nie weiß, wo man reinkommt und wo nicht, will ich euch gar nicht mehr den Mund wässrig machen. Aber ich werde euch fleißig von meinen Erlebnissen und den Büchern berichten!

Außerdem werde ich noch ein paar Vorträge zum Thema Bloggen und vor allem das Bloggertreffen von lovelyBooks.de und Bastei Lübbe besuchen! Ich hab mich so gefreut, dass ich noch einen Platz auf der Gästeliste ergattern konnte.

Ich freu mich auf die vielen Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen!

Sonntag, 9. März 2014

Rezension: Das Leben, natürlich von Elizabeth Strout

Ich weiß gar nicht mehr wie „Das Leben, natürlich“ in meinem Einkaufskorb bei der Weihnachtsbestellung landete. Ich surfte auf Amazon hin und her und auf einmal blieb ich an diesem Buch hängen, jetzt hat es perfekt zu meiner Stimmung gepasst. Im Moment brauche ich Geschichten mit Herz, die Leben versprühen und  mich nachdenklich machen sollen. Genau das konnte „Das Leben, natürlich“ bieten.

„Das Leben, natürlich“ von Elizabeth Strout
394 Seiten
19,99 € (Hardcover)









„Das Leben, natürlich“ erzählt die Geschichte der Geschwister der Familie Burgess. Die Familie stammt aus Shirley Falls, einer Kleinstadt in Maine. Shirley Falls ist ländlich gelegen und geprägt von einer hohen Arbeitslosigkeit. Die beiden Söhne der Familie sind nach New York „geflohen“, die Eltern längst verstorben, nur die Schwester Susan mit ihrem Sohn Zachary lebt noch in Shirley Falls. Als Zachary eines Tages einen gefrorenen Schweinekopf in die Moschee der somalischen Muslime von Shirley Falls wirft wird dadurch eine Welle losgetreten, die den Ort aber auch das Leben der Familie durcheinanderwirbelt.

„Das Leben, natürlich“ ist ein Buch, bei dem ich ständig Zitate herausschreiben wollte, weil die Sätze so schön und wahr waren, aber es nicht konnte, weil ich unbedingt weiterlesen musste.

Ich war von der einfachen aber doch sehr bewegenden Geschichte völlig fasziniert. Diese Geschehnisse, die so einfach und „undramatisch“ beginnen, und die Auswirkungen, die sich daraus im Laufe des Buches entspinnen, waren einfach mitreißend. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, die wie Akte im klassischen Theater wirken: der Konflikt um Zacharys Missetat beginnt noch recht ruhig, die Familie und die Hintergründe werden vorgestellt. Im nächsten Abschnitt spitzt sich das Geschehen zu, Zachary wird angeklagt und die Misere nimmt ihren Lauf, der dann in den letzten beiden Abschnitten erst eskaliert und abschließend „gelöst“ wird.
(Wie sich die Handlung auflöst werde ich natürlich nicht verraten, das wäre ja noch schöner…*hihi).
Das Buch lebt von den kleinen zwischenmenschlichen Problemen und zeigt zusätzlich eine ehrliche, leise Gesellschaftskritik. Besonders bewegend war dabei für mich vor allem die realistische Darstellung des seltsamen Verhaltens beider Gruppen in Shirley Falls nach Zacharys Tat. Beide Bevölkerungsgruppen schienen vor allem durch ihr Misstrauen gesteuert.
Da ist das Misstrauen und die Aggression der Einwohner von Shirley Falls gegenüber den Somali, die afrikanischen Zuwanderer werden wie eine Plage und Prüfung für den Ort betrachtet. Es gibt einem fast das Gefühl, Zacharys Tat würde gebilligt werden. Aber auch die Somali zeigen vor allem Misstrauen und ihre Passivität ist deprimierend, sie wollen sich nicht Eingliedern und Verachten ihre neue „Heimat“. Zacharys Tat scheint für sie nur ein weiterer Beweis, dass dieses Land schlecht und verroht ist.
Es war eine wirklich ungewöhnliche Darstellung und doch wirkte sie ernsthaft und ehrlich. Zwischendurch habe ich mich immer wieder gefragt, wie wohl Zacharys wirkliche Beweggründe lagen, irgendwo zwischen Dummejungenstreich und Hasstat muss die Wahrheit liegen.
Im Buch wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und man merkt allen Protagonisten an, wie sie sich im Verlauf der Handlung entwickeln. Sie zeigen Stärke, lassen Schwächen zu und geben ihrem Leben neue Richtungen. 

„Das Leben, natürlich“ besticht vor allem durch seine Menschlichkeit, die bewegende Handlung und die lebendigen Charaktere. Die tolle Sprache habe ich zwar schon kurz erwähnen können, möchte sie aber gar nicht weiter thematisieren, da für mich bei diesem Buch ganz klar die Handlung im Fokus steht.  Ich habe das Buch geradezu verschlungen und musste jetzt sofort diese Rezension niederschreiben, um die aufwühlende Handlung zur Ruhe legen zu können. 
Ich vergebe 4 von 5 Leseratten, noch besser hätte mir das Buch gefallen können, wenn Zachary, der diesen Stein zum Rollen brachte, auch noch selbst zu Wort gekommen wäre. Seine Sicht hätte die Geschichte abrunden können und einen tollen Kontrast geboten zu den Einschüben des Zuwanderers Abdikarim, der in Zachary trotz aller Differenzen den Menschen sehen konnte.

Freitag, 7. März 2014

Liebster Award - Discover new blogs!


Méditerranée von Méditerranée Books Blog hat uns für den "Liebster Award" nominiert und wir fühlen uns sehr geehrt. Vor allem weil uns die Fragen sehr gut gefallen!

Die Regeln sind:
- Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
- Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
- Nominiere 11 Blogs, die unter 200 Followern haben und sage denjenigen Bescheid.
- Denke dir 11 eigene Fragen aus.

Hier Méditerranées Fragen:

1. Ihr schreibt zu zweit. Wer hat aber die Idee gehabt, zu bloggen?

Susi: Die Idee hatte Alex. Sie hat mich einfach gefragt und ich hab ja gesagt, weil ich es spannend und aufregend fand.

2. Habt ihr den gleichen Büchergeschmack?
Alex: Da soll ich wirklich antworten? Ich sage mal ganz klar "Jein!". Ich lese gern auch mal Krimi und Thriller, Susi mag das gar nicht. Beide mögen wir aber zum Beispiel Biographien und Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Susi liest Reiseliteratur, das ist nicht so meins. Mit anspruchsvoller Belletristik wiederum kann man uns beide locken. Ich finde, das ist sehr ausgewogen.

3. Teilt ihr andere Interessen als Bücher?
Susi: Filme! Gelegentlich liest man auch in unserem Blog über Filme oder Sneaks, die wir gemeinsam besuchen. Aber wir teilen auch unser Interesse für Essen, Spiele und gemütliches Beisammen sein und reden, reden, reden!

4. Habt ihr schon an Bloggertreffen teilgenommen?
Alex: Nein. Gerade heute hätte diese Frage Susi treffen sollen. Sie hat sich für ein Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse angemeldet und wird das also mal ausprobieren, falls sie noch einen Platz bekommt.

5. Habt ihr das Gefühl, dass Bloggen eure Leben ein bisschen verändert hat?

Susi: Ich denke schon, dass es unser beider Leben verändert hat. Es verschiebt die Prioritäten - zum Glück! - mehr Richtung Freizeit und weg von Alltag und Beruf. Es motiviert seinen wirklichen Interessen nachzugehen und Neues auszuprobieren, wie Alex erste Lesung zum Beispiel.

6. Hattet ihr andere Vorstellungen von Bloggen bevor ihr angefangen habt oder ist es genau wie ihr es vorher gedacht habt?
Alex: Es ist besser, aber auch anstrengender als erwartet: Ich habe nicht gedacht, dass man sich so schnell in der „Blogger-Community“ heimisch fühlt, ich hatte nicht gedacht dass Social Media so einen hohen Stellenwert hat und man auch so nette Kontakte zu Verlagen entwickeln kann. Hinter der Pflege des Blogs und der Vorbereitung der Posts steckt allerdings auch mehr Arbeit als erwartet.

7. Gibt es eine Jahreszeit wo ihr mehr lest?
Susi: Ich denke im Sommer - weil ich mehr draußen und unterwegs bin und der böse Fernseher mich weniger verführen kann.
Alex: Nein, ich lese genauso gern im Liegestuhl in der warmen Sonne wie auf dem Sofa eingekuschelt in meine Decke.

8. Welchen Autor würdet ihr gerne interviewen können?
Susi: Meine Lieblingsautorin, Connie Palmen, weil ich nie genau weiß, was sie und was Fiktion ist. Obwohl ich wahrscheinlich viel zu viel Angst hätte! Weil sie eine so erfahrene Interviewerin ist!
Alex: Puh, schwierig… Ich würde gern mal Stephen King live bei einem Interview erleben, würde es mir aber im Leben nicht trauen, eine Frage zu stellen. Immerhin ist er der „King“.

9. Buchmesse oder lieber nicht?
Susi: Unbedingt! Ich bin in Leipzig aufgewachsen, der Stadt mit der eindeutig besseren Buchmesse ;-P und ich freue mich schon darauf, dieses Jahr wieder ganz viel Zeit für sie zu haben.
Alex: Ja! Obwohl ich Menschenmassen nicht so mag bin ich von der Atmosphäre und den vielen interessanten Veranstaltungen sehr angetan.

10. Führt ihr eine Liste über die Bücher, die ihr lest?
Alex: Ich notiere mir schon länger Bücher, die ich gelesen habe regelmäßig auf (ich habe hier sogar mein Büchertagebuch vorgestellt). Manche gehen mir jedoch durch die Lappen, wenn ich zu schnell zum nächsten greife und das notieren vergesse. Das soll jetzt mit dem Büchertagebuch anders werden.

11. Lest ihr auch in englisch oder in anderen Sprachen?

Susi: Ich gestehe - nein. Ich bin nicht so das Sprachengenie und freue mich, dass ich wenigstens eine sehr gut beherrsche ;-).


Wir möchten es Méditerranée gleich tun und nur einen Blog nominieren, da 11 für einen "Liebster" doch etwas viel sind.
Wir wählen Catherine und Madeleine vom Buchlingreport und nutzen die Chance ihnen von Bloggerteam zu Bloggerteam ein paar Fragen zu stellen.


Unsere Fragen sind:

1. Ihr seid auch ein Bloggerteam, wie teilt ihr euch die Bloggarbeit auf und organisiert eure Artikel?
2. Teilt ihre andere Interessen als Bücher? (Sorry Mediterranée, aber die Frage ist perfekt für ein Bloggerteam...)
3. Habt ihr noch unerfüllte Ziele und Ideen, die ihr gern mit eurem Blog umsetzen möchtet?
4. Hat das Bloggen euer Leseverhalten verändert?
5. Lest ihr häufig dieselben Bücher und lasst euch gegenseitig von eurer Begeisterung anstecken?
6. Ihr kürt euren Lesetipp des Monats, seid ihr euch dabei immer einig oder gab es schonmal Diskussionen?
7. Habt ihr schon mal an einer Leserunde teilgenommen?
8. Was war euer bisheriges Highlight im (kurzen) Lesejahr 2014?
9. Kauft oder leiht ihr eure Bücher lieber?
10. Ihr habt auch einen ziemlich anspruchsvollen Lesegeschmack, wo entdeckt ihr neue Bücher, die euch interessieren?
11. Nach welchem System sind die Bücher in euren Regalen geordnet?

Mittwoch, 5. März 2014

Bild&Wort: Licht der Stadt

Ich werde euch am Wochenende ein Buch vorstellen, das in einer typisch amerikanischen Kleinstadt spielt. Als ich das Buch gelesen habe, hab ich in einigen Beschreibungen auch meine Kleinstadt-Heimat wiedererkannt. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung der Lichter, oder des Dunkels, der Stadt.

(Foto, mal wieder, mit freundlicher Unterstützung von eipesch.com)


"Die Straßen waren dunkel. 
Er staunte jedes Mal, wie dunkel die Nacht außerhalb der Großstadt war."
- Das Leben natürlich von Elizabeth Strout, S. 69

Montag, 3. März 2014

Montagsfrage #13 von Libromanie


Heute geht es bei der Montagsfrage von Libromanie eigentlich um eine sehr prakische Frage, die aber auch viel über unser Verhältnis zu unseren Lieblingen offenbart.

"Was machst du mit gelesenen Büchern?"

Susis Antwort: Alles mögliche. Einerseits hänge ich sehr an meinen Büchern, andererseits bin ich dafür, seinen Besitz so klein wie möglich zu halten, weil es einen am Ende doch mehr belastet, als es einem Freude schenken kann. Also behalte ich sie, soweit das Bücherregal sie fassen kann. Und eine Erweiterung gab es bisher noch nie, höchstens eine Verkleinerung als ich nach Frankfurt zog. Schlechte Bücher werfe ich auch einfach weg, wenn ich nicht glaube, dass sie irgendjemandem eine Freude machen könnten. Den Rest verschenke, vertausche, verkaufe ich. Obwohl die erste beiden wesentlich häufiger vorkommen. Mir geht es vor allem darum, dass meine Bücher ein neues würdiges zu Hause bekommen.

Alex' Antwort: Mittlerweile schaffe ich es wirklich schnell nach dem Lesen zu entscheiden, ob ein Buch bleiben darf oder wieder ausziehen muss. Da in unserer Wohnung noch recht wenig Platz für Regale ist müssen die meisten Bücher auch gleich wieder ausziehen. Ich verkaufe, verschenke und vertausche sie dann, wobei bei mir das verkaufen der erste Weg ist. So schaffe ich es ab und an durch das Abgeben von Büchern Budget für neue Bücher zusammen zu bekommen.
So konsequent aussortieren fällt mir aber manchmal wirklich schwer, da ich meine Bücher irgendwie alle liebe. Und so passiert es immernoch ab und an, dass ein Buch erst im Regal landet, ich meine Kreise darum ziehe, überlege, grübele und es dann irgendwann doch wieder abgebe.
Bei den absoluten Schätzen gibt es diese Diskussion natürlich gar nicht erst. Die müssen immer noch irgendwie ins Regal gestopft werden. Bisher hat das zum Glück immer gepasst. Ich bin zwar leicht für ein Buch zu begeistern, den Wunsch es nochmal zu lesen hege ich aber nur bei wenigen Lieblingsbüchern.

Sonntag, 2. März 2014

SUB-Leichen lesen: "Anatomie der Schuld" von Jefferson Bass

Bevor Susi und ich den Blog gegründet haben hatte ich nie einen wirklichen „Stapel“ ungelesener Bücher, meist waren immer nur ein oder zwei ungelesene Bücher auf Vorrat im Haus. Ein Buch hat sich trotz allem sehr lang bei mir herumgedrückt und ich habe es jetzt endlich mal gelesen „Anatomie der Schuld“ von Jefferson Bass habe ich mir von meiner Schwiegermutter geliehen und (leider) länger nicht beachtet.

Jetzt habe ich es gelesen und es hat mir wirklich gut gefallen. Als ich aber an der Vorbereitung der Rezension saß ist mir aufgefallen, dass es dieses Buch nicht mehr zu kaufen gibt. Also natürlich könnt ihr es über einen der vielen Gebrauchthändler finden, aber neu oder gar als ebook gibt es das Buch nicht mehr.

Da habe ich gleich angefangen mich grundsätzlich zu fragen, wie das für euch Leser eigentlich ist… möchtet ihr, dass auch die alten Bücher vorgestellt werden und ich euch so den Mund wässrig mache auf ein Buch, dass man vielleicht nur noch schwierig auftreiben kann?

Ich selbst bin mir da zwar auch nicht so sicher, habe mich aber vorerst entschieden diese Bücher hier ganz normal vorzustellen. Vielleicht mit einem kurzen Tipp wo man sie noch auftreiben kann. Nur weil sie nicht mehr neu verfügbar sind, heißt das nicht, dass die Bücher nicht gut und lesenswert sind. Bei den hunderten von Neuerscheinungen jedes Jahr ist es ja gar nicht verwunderlich, dass nicht jedes Buch lang zur Verfügung steht.

„Anatomie der Schuld“ von Jefferson Bass
Goldmann Verlag
416 Seiten
Gebraucht ab 0,94 € bei Amazon-Marketplace









„Anatomie der Schuld“ ist ein spannender und atmosphärischer Thriller rund um den Forensiker Dr. Bill Brockton. Bill Brockton ist Mitarbeiter der sogenannten Body Farm und ein Experte auf dem Gebiet der Knochenanalyse. Seit dem Tod seiner Frau hat er sich fast völlig in seine Arbeit zurückgezogen und bestreitet in diesem Buch einen Fall in einer abgelegenen Bergregion in Cooke County, einer Region in der Vetternwirtschaft und Bestechung auch die Arbeit der Polizei sehr stark prägen. Als in dieser Region in einer entlegenen Höhle die Leiche eines längst verschollenen Mädchens gefunden wird kann Bill Brockton den Fall nur gegen einige Widerstände untersuchen.

„Anatomie der Schuld“ mag ein ganz klassischer forensischer Thriller sein und das Rad nicht neu erfinden, mir hat das Buch aber den Spaß an diesem Genre zurückgegeben. Die Beschreibungen der Arbeit an den Skeletten und Leichen ist zum Teil nichts für zarte Gemüter, wirkt aber detailliert und wissenschaftlich fundiert. Im Anhang des Buches finden sich sogar einige beschriftete Skizzen von menschlichen Skeletten. Die Body Farm ist durch die Bücher von Patricia Cornwell berühmt geworden (das passende Buch liegt auch noch hier rum), in „Anatomie der Schuld“ werden diese Beschreibungen aufgegriffen und spannend ergänzt. Es war wirklich faszinierend zu lesen, was unsere Knochen über uns erzählen, meine Knochen könnten vermutlich auch schon Bände sprechen...

Besonders positiv sind mir die Charaktere des Buches aufgefallen. Sie waren durchweg detailliert beschrieben und zumeist sehr sympathisch. Außerdem kommt bei allen Charakteren der soziale Hintergrund und die Motivation ihrer Handlungen sehr deutlich rüber und macht das Buch in sich stimmig und die Handlung glaubhaft.
Einen kleinen Abzug erhält das Buch in meiner Wertung, da die Handlung an wenigen Stellen etwas einfallslos fortgeführt wurde und nicht mit der an sich spannenden Thematik mithalten konnte. Insgesamt bekommt „Anatomie der Schuld“ von mir 4 von 5 Leseratten.


Samstag, 1. März 2014

Challenge 2014: 3. Leseexperiment

 

Es ist wieder Zeit für ein LeseExperiment und dieses Mal soll es schon etwas mehr Zufall sein:

"Lies ein Buch, auf dessen Cover das erste darstellbare Substantiv auf Seite 72 deines zuletzt gelesenen Buches abgebildet ist." 

Hää? Wie nochmal?
Also ganz einfach: Schlagt Seite 72 eurer letzten (oder aktuellen) Lektüre auf und schaut nach welches das erste Wort ist, dass man abbilden kann: Hand, Tisch, Tür... irgendetwas "darstellbares" und das muss dann auf dem Cover des nächsten Buches zu finden sein.

Manchmal kann das ganz schön kniffelig werden! Wir versuchen trotzdem wieder beide unser Glück.

Susi wird mit folgendem Buch teilnehmen:


"Straßen von gestern" von Silvia Tennenbaum Schöffling & Co

656 Seiten

19,95 € (Gebundene Ausgabe)

(Ich hab mir eine gebrauchte gebundene Ausgabe für 3,97 € bestellt, da es lustigerweise günstiger als ein gebrauchtes Taschenbuch war.)

Zunächst wollte ich verzweifeln - mein letztes Buch "Im Sommer abends um halb elf" war schon herausfordernd genug, aber zunächst hatte ich das Wort "Blitz" gefunden und dachte, ich würde nie was passendes finden. Aber nach einem erneuten kritischen Blick fiel mir auf, dass das Wort "Straße" davor kam und ebenfalls darstellbar war. So stieß ich schnell auf "Straßen von gestern", das ich schon oft im letzten Jahr in der Hand gehabt habe. Es gefiel mir aufgrund des historischen und lokalen Bezuges. Ich bin seit ein paar Jahren Wahlfrankfurterin und es wird doch langsam Zeit sich ein wenig mit dieser Stadt, in der nie jemand zu wohnen sondern nur zu arbeiten scheint, zu beschäftigen. Wünscht mir bei diser Seitenzahl mehr Glück als bei meinem letzten Challengebuch! Insbesondere wo es doch das offiziell erste Buch ist, welches ich lese und nur nach dem Cover ausgesucht habe. ^^

Alex tritt mit diesem Buch an:


"Die dreizehnte Geschichte" von Diane Setterfield
Heyne Verlag
528 Seiten
9,99 € (Taschenbuch)

Ich hatte Glück. Ich habe gerade "Der Teufel von New York" von Lyndsay Faye beendet, dort war das erste darstellbare Wort auf Seite 72 "Schraube". Dazu hätte ich nur schwierig ein Buch gefunden, hätte vermutlich "Bisswunden" von Greg Isles wieder lesen müssen. Jetzt habe ich aktuell "Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar" von Louise Welsh in der Hand, dort beginnt Seite 72 mit "niemals eine Facebook-Seite einrichten würde.".
Das heißt "Seite" wäre das erste darstellbare Wort bei diesem Satz, Facebook als Markenname nehme ich da mal ganz mutig raus. Mit dem Wort "Seite" musste ich sofort an ein kürzlich gekauftes Buch auf meinem SUB denken: "Die dreizehnte Geschichte" von Diane Setterfield. Da sind sogar recht viele Seiten auf dem Cover!

Wir drücken die Daumen und wünschen viel Spaß beim Suchen, Graben und Stöbern!