Donnerstag, 2. Januar 2014

Neu im Regal: Alexandra im 7. Bücherhimmel

Im Dezember war alles ganz anders als sonst: viele Papierbücher sind bei mir eingetrudelt und ich habe im 7. Bücherhimmel geschwebt. Daran muss ich euch einfach teilhaben lassen!

Den Oberhammer hat mir meine Mama dieses Jahr zu Weihnachten gegönnt. Ich habe mir beharrlich jedes Jahr einen Amazon-Gutschein für Bücher gewünscht, bisher hat sie mir dann aber immer anderes geschenkt. Mal richtig toll (letztes Jahr zum Beispiel den besten Wecker der Welt, ohne Spaß, damit steht man einfach mal viel entspannter auf), mal eher praktisch. Dieses Jahr ist gab es dann, nachdem ich eigentlich dachte mein Geschenk schon bekommen zu haben (ein richtig schicker Schal), noch ein Geschenk für mich: ein Amazon-Gutschein!

Nach dem sortieren meiner Wunschliste, ein bisschen grübeln und lesen habe ich folgende Schätze erstanden:

"Die Romantherapie" von Susan Elderkin. Mein absolutes Wunschbuch der letzten Wochen und total passend zu meiner Sammlung von "Büchern über Bücher", bei denen meine Mama mich auch schon tatkräftig unterstützt hat:


"Wiedersehen in Hannesford Court" von Martin Davies
"Und Gott sprach: Wir müssen reden!" von Hans Rath
"Die andere Seite des Himmels" von Jeanette Walls
und
"Das Leben, natürlich" von Elizabeth Strout"



Ich freu mich wie ein Schnitzel und bin auf alle Bücher schon unheimlich gespannt!

Ein nächster großer Posten auf meiner Buch-Zuwachs-Liste war die angekommene Medimops-Bestellung der Edward St. Aubyn Bücher, die Susi und ich wegen unseres Vorablesen-Gewinns bestellt haben. Da wir von Vorablesen den letzten Band der Reihe bekommen haben, die Reihe aber sehr spannend klingt, haben wir alle Bücher gebraucht erstanden. Der Zustand schwankt zwischen sehr gut "Schöne Verhältnisse" und ziemlich mitgenommen " Schlechte Neugikeiten".


Zwei Dezember-Spontankäufe gab es auch noch.
"Das Museum der Stille" von Yoko Ogawa während des letzten Weihnachts-Einkaufsbummels
und "Teufelsbande" von Andreas Franz (Daniel Holbe) bei der Lesung vom 12.12.



Auch einige Leihgaben sind im Dezember bei mir eingezogen.
"Mörderische Tage" von Andreas Franz
"Angst in deinen Augen" von Tess Gerritsen
und
"Kalte Herzen" von Tess Gerritsen hat mir meine Schwiegermutter in die Hand gedrückt und
"Die Listensammlerin" von Lena Gorelik ist von meiner Vorbestellung aus der Bibliothek endlich angekommen.


Und der letzte Geldbeutel-schonende Zuwachs kam dann noch von vorablesen.
"Die Engelmacherin" von Camilla Läckberg habe ich ganz normal (mit rieeesen Glück) bei der Auslosung gewonnen und
"High Love" von Madlen Ottenschläger hat uns Vorablesen zum Blog des Monats zugelost.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Challenge 2014: 1. Leseexperiment

 

Es geht frisch und befreit ins neue Jahr, deshalb wollen wir auch bei den Büchern mal Ballast abwerfen!

Unser erstes LeseExperiment lautet daher:

"Lies das Buch, aus deinem Stapel ungelesener Bücher zu Hause, das den längsten Titel hat" 


Es zählen hierbei natürlich auch Hörbücher, E-Books, wenn ihr möchtet. Entscheidend ist außerdem die Anzahl der Wörter, ohne Untertitel. Zahlen, Zeichen und ähnliches gelten nur, wenn sie ausgeschrieben sind. Sollte es nicht eindeutig sein, zählt die Anzahl der Zeichen (inklusive Leer-, Satz- und Sonderzeichen).


An diesem Experiment nehmen sowohl Alex als auch ich teil. Mein Buch ist:

"Die unwahrscheinliche Pilgerreise von Harold Fry" von Rachel Joyce Fischer Verlage

378 Seiten

9,99 € (Taschenbuch)
                    






Mein Weihnachtsgeschenk! Das nenn ich mal Glück gehabt ^^ Oder ... naja, kann auch sein, dass der zuständige Weihnachtswichtel sicher stellen wollte, dass ich sein Buch zuerst lese. Aber ich schwöre: Ich habe es mir nicht selbst geschenkt!

Alex wird mit dem folgenden Buch teilnehmen:

"Und Gott sprach: wir müssen reden!" von Hans Rath
rororo Verlag
272 Seiten
8,99 € (Taschenbuch)










Soooo lang ist der Titel gar nicht. Und eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass "Die 13 1/2 Leben des Käpt't Blaubär" von Walter Moers mein Januar-Challenge Buch wird, beim durchgehen meines SUB ist mir aber aufgefallen, dass der Titel zu  "Und Gott sprach: wir müssen reden" genau ein Wort länger ist (Zahlen zählen laut Susis Regel nur wenn sie ausgeschrieben sind).
Jetzt überlege ich ob ich beruhigt sein soll dieses Buch gezogen zu haben oder enttäuscht, weil ich natürlich so wieder nicht den Zwang habe dem Blaubär endlich die nötige Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen...


Viel Spaß beim Durchschauen der ungelesenen Schätze!
Wir sind gespannt auf eure erste Wahl zu diesem, zugegeben, recht einfachen Experiment!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Bild&Wort: Weihnachtsgrüße

Wir wünschen euch schöne, entspannte, besinnliche, überraschende, erfüllende Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr! Wir freuen uns riesig, in diesem Jahr den Schritt in die Bloggerwelt gewagt zu haben und freuen uns darauf, wohin es noch weitergehen wird im nächsten Jahr.


 "Meinem jungen Geist erschien alles so ewig und unvergänglich. (...) Doch der Lauf der Zeit würde mir zeigen, daß ich unrecht hatte."

aus Die wundersame Schatulle von Richard Paul Evans

P.S. Noch ein kleiner Tipp für ein ungewöhnliches Weihnachtsfoto - wer genau hinsieht, erkennt, dass ich mich in der Kugel spiegele. Wenn man sich genau vor die Kugel stellt, kann man mit einer guten Kamera schöne Fotos machen ;-) Viel Spaß an den Feiertagen!

P.P.S. Das Read Pack gönnt sich eine kleine Weihnachtspause. Von heute bis zum 01.01.2014 werden wir uns ein bisschen Zeit fürs Lesen, Essen und Faullenzen gönnen und dann frisch und fröhlich zu euch zurückkommen.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Rezension: White Horse von Alex Adams

Vor einigen Wochen habe ich meinen Fund "White Horse" hier mit einem kurzen Angelesen vorgestellt. Freundlicherweise bekam ich ein Rezensionsexemplar vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt und konnte so gleich mit dem Buch starten, ohne die Weihnachts-Budget-Flaute abzuwarten... Vielen Dank dafür!

"White Horse" von Alex Adams
Piper Verlag
442 Seiten
16,99 € (Klappbroschur)
Eine Leseprobe findet ihr hier








Pandora erhält von Hephaistos eine Büchse, die alle Übel der Welt aber auch die Hoffnung enthält. Da Pandora zwar mit Schönheit, Talent und Geschicklichkeit, aber auch mit einer unstillbaren Neugier gesegnet ist, öffnet sie diese Schatulle und entlässt die Plagen in die Welt. Zwar geht die Menschhheit davon nicht unter, aber die Zeiten, in denen die Menschen von Arbeit, Krankheit und Tod verschont waren sind endgültig vorbei.
Dies ist (in ganz, ganz groben Zügen) der bekannte Mythos um die Büchse der Pandora. White Horse greift dieses Thema wieder auf. Zoe, eine einfache Putzfrau, findet in ihrer Wohnung ein seltsames Gefäß. Weder weiß sie, wer es dahin gebracht hat, noch zu welchem Zweck. Erst glaubt sie verrückt geworden zu sein, besucht einen Psychiater und gelangt am Ende zu dem Schluss, das Gefäß öffnen zu müssen um die Wahrheit zu erfahren. Damit beginnt scheinbar eine Kettenreaktion, die erst Zoe und dann die ganze Welt ins Unglück stürzt.
Die Geschichte von Zoe und der Seuche White Horse ist eine Dystopie, die mal aus der Sicht einer ganz normalen jungen Frau erzählt wird und keine Helden braucht. In wechselnden Abschnitten des "Früher" kurz vor der Katastrophe und des "Jetzt" dem Kampf in der kaputten Welt, wird Zoes Geschichte erzählt. Der größte Pluspunkt des Buches ist seine Spannung. Zoes Suche nach ihrem Freund (im Jetzt) und der Wahrheit (im Früher) sind faszinierend und zwar hat man eine Ahnung wer wirklich die Büchse der Pandora öffnete, aber auf die konkrete Auflösung wäre ich im Leben nicht gekommen.
Die Sprache ist kurz und knapp aber passend zur düsteren Stimmung. Leider sind die Charaktere großteils auch etwas zu "knapp" geraten und wirken etwas farblos. Zoes Wegbegleiter bleiben häufig schemenhaft und füllen sich nicht mit Leben. Lediglich Zoe's Charakter besitzt die nötige Tiefe. Sie handelt zwar manchmal unlogisch, aber das ist für mich kein Kritikpunkt, immerhin befindet sie sich in einer absoluten Krisensituation und das kommt dadurch auch gut zur Geltung.

Ich war während des Lesens sehr hin und her gerissen wie gut ich das Buch nun wirklich finde. Richtig spannende Stellen wechseln sich mit ein paar (kleinen!) störenden Punkten ab. Insgesamt waren die ersten vier Fünftel des Buches aber richtig toll.
Erst kurz vor Ende hatte ich das Gefühl die Autorin musste schnell einen "Deus Ex Machina" (eine rettende Wunderwaffe, die die Handlung wesentlich drehen kann) aus dem Ärmel zaubern um zu einem Ende zu kommen, welches für mich dann leider auch gar nicht überzeugend war.


So in etwa ging die Berg- und Talfahrt meiner Bewertung während des Lesens (unten seht ihr die Seitenzahlen).
Nur so viel: für mich hätte das Buch einen stimmigeren, runderen Eindruck hinterlassen wäre die Autorin konsequent bei ihrem düsteren Konzept und der von Verlusten geprägten Geschhichte geblieben.
Weil ich mir so unsicher bin habe ich mal einen Durchschnitt errechnet und lande bei einer Bewertung von 3,5 von 5 Leseratten. Das wird meinem Eindruck ganz gut gerecht!

,5

Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 21. Dezember 2013

Rezension: Tabu von Ferdinand von Schirach

In einer kleinen Stadt, in einem kleinen niedlichen Laden war ich so verliebt in die heimelige Atmosphäre und die liebevolle Anrichtung der Bücher, dass ich einfach was kaufen musste. Aber was wenn noch fünf Minuten Öffnungszeit bleibt? Man greift zu dem, von dem man schon gehört hatte, dass es gut sein soll. So kam ich zu Schirachs "Tabu".

"Tabu" von Ferdinand von Schirach Piper Verlag

254 Seiten

17,99 € (Hardcover)










Sebastian von Eschberg hatte keine einfache Kindheit und Jugend: Sein Vater erschießt sich mit dem Jagdgewehr als er noch ein Kind ist und er findet ihn als erster. Die Mutter verkauft anschließend den von ihm geliebten Haussitz der Familie am See. Als er 16 ist heiratet sie einen unsympathischen, leicht perversen Mann und schindet sich selbst beim exzessiven Reiten fast zum Krüppel.

Nach der Klosterschule beginnt Sebastian auf der Flucht vor der Vergangenheit bei einem Fotografen zu arbeiten und eignet sich alles nötige technische Wissen an. Mit 25 macht er sich als Fotograf und später als Künstler selbstständig. Seine Fähigkeit die Welt in anderen Farben zu sehen, geben seinen Bildern einen besonderen Sepia-Ton, der für ihn die "Farben in seinem Kopf zur Ruhe bringt".

Als er auf Sofia trifft, scheint ein bisschen Normalität möglich zu sein, doch Sebastian verliert sich immer noch in seiner Vergangenheit, der Kunst und der Suche nach der Wahrheit.

Dann wechselt die Geschichte. Es geht nun um den Prozess gegen Sebastian aus der Sicht seines Anwalts Bieglers. Hier beginnt der Teil, weswegen das Buch durch die Presse ging: Ist Folter ein zulässiges Mittel bzw. wie weit darf man gehen im Kampf um Gerechtigkeit und für den Schutz anderer Menschen?

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viel verraten. Das liegt aber vor allem daran, dass der Teil des Buches, von der Presse besonders hervorgehoben wurde, der eigentlich nur das letzte Drittel umfasst. Deswegen war ich zunächst ob dieser Erwartungshaltung etwas irritiert von der "langen" Einleitung. Sie war allerdings nicht lang und schon gar nicht uninteressant: Deswegen wollte ich bei der Inhaltsbeschreibung deutlich machen, dass es um noch viel mehr in diesem Buch geht.

Denn die Frage zu Folter ja oder nein bzw. wie weit man gehen darf, war für mich nicht aufwühlend und meiner Meinung nach hat von Schirach seine Meinung in einer Szene eindeutig klar gemacht und dennoch Raum gelassen für den "Mut" derjenigen, die sich anders entscheiden.

Viel interessanter fand ich die Vielschichtigkeit der Hauptfigur und die geschickten Verwirrung des Lesers inklusive des für mich zwar nicht überraschenden aber dennoch intelligenten Endes. Bei allem Tiefgang lies sich das Buch dennoch leicht und spannend. In zwei Tagen hatte ich es ausgelesen.

Wer noch ein Last Minute Weihnachtsgeschenk braucht: Hier ist es. Es ist spannend, fantasievoll, regt zum Nachdenken an und ist dennoch irgendwie kurzweilig. Die skurrile Fähigkeit der Hauptfigur die Welt in eigenen Farben wahrzunehmen, hat mich etwas irritiert und die Notwendigkeit habe ich nicht ganz verstanden, es ist eher ein nettes Gimmick. Auch die Geschichte um die Nachbarin lief für mich etwas ins Leere. Aber auch das kann an der Erwartungshaltung gelegen haben.

Insgesamt vergebe ich vier von fünf Leseratten, weil bei aller Brillanz ein paar Staubkörner die Sicht trübten.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Angelesen: Der Tag wird kommen von Nina Vogt-Østli

Ich muss verrückt sein. Mein SUB (seit dem Blog habe ich endlich auch sowas, vorher herrschte chronische Bücherknappheit) klettert auf ungeahnte Höhen und ich begeistere mich auf vorablesen für ein Buch nach dem Anderen.
Egal. Die Weihnachtsfeiertage nahen und damit auch ein paar ruhige Lesestunden zum SUB-Abbau.

"Der Tag wird kommen" von Nina Vogt-Østli
240 Seiten
14,95 € (Hardcover)
Erscheint: 15.01.2014
(Eine Leseprobe von vorablesen findet ihr hier)








Obwohl Jugendbücher so gar nicht mein Gebiet sind hat mich "Der Tag wird kommen" sofort angesprochen.
Hans Petter ist ein intelligenter Junge, zurückhaltend und nett. Bei seinen Mitschülern ist er leider so gar nicht beliebt und in der Rolle des Außenseiters gelandet. Er wird gemobbt und drangsaliert. Nach der Grundschule hat er gelernt "unsichtbar" zu sein und versucht die weiterführende Schule ohne Zwischenfälle zu überstehen. Im Rahmen der Leseprobe erfährt man jedoch recht schnell, dass der Schulalltag weiterhin ein Spießrutenlauf für Hans Petter ist. Zu Hause lebt er mit seiner gutherzigen aber "einfach gestrickten" Mutter und wirkt in seinem ganzen Verhalten viel zu reif und erwachsen für einen Jungen seines Alters.
Das hat einen einfachen Grund: für ein gemobbtes Kind ist Schule schnell kein Vergnügen mehr, es geht nicht um Spaß und Freundschaften sondern darum den Tag möglichst ohne Vorkommnisse zu überstehen.
Mich hat die Leseprobe wirklich berührt. Hans Petter wirkt ernsthaft und dennoch sympathisch. Die Geschichte liest sich flüssig und die "Chat" Einschübe passen gut zum jugendlich, modernen Text.

Ich möchte dieses Buch unbedingt lesen und hoffe Glück bei der Verlosung zu haben! So oder so hoffe ich es euch bald hier vorstellen zu können.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Challenge 2014: Lesexperimente (die zweite)

Da es schon ein paar Nachfragen gab und anscheinend die Challenge noch etwas geheimnisvoll ist, wollte ich den folgenden Einkauf mit euch teilen. Denn er könnte genauso gut ein Experiment gewesen sein:

An einem Wochenende in der Heimat ging mir der Lesestoff aus. Aber vier Stunden Zugfahrt wollte ich nicht ohne ein Buch verbringen. Aber es war Sonntag und keine Zeit. Den ganzen Weg zum Bahnhof hab ich hin und her überlegt, aber es tat sich kein Zeitfenster auf, während mein Reisebegleiter, mich wieder zum Buchjunkie erklärte.

In Halle mussten wir umsteigen und der Zug sollte erst in 15 Minuten kommen. Das war meine Chance. Mit der Erlaubnis: "Aber höchstens 10 Euro!" sprintete ich los. Zum Glück gibt es auch im Hallenser Bahnhof einen Ludwig Buchladen. Die Challenge lautete also:

"Lies ein Buch aus einer fremden Buchhandlung - du hast nur zehn Minuten Zeit und 10 Euro Budget!"

Und ich habe mich für das folgende entschieden:


"Mrs. Alis unpassende Leidenschaft" von Helen Simonson Knaur Verlag

476 Seiten

9,99 € (Paperback)







Das erste Anlesen im Zug lief sich gut an, aber jetzt liegt es erst mal auf meinem Nachttisch und kommt wohl nach meinem aktuellen Buch dran.

Ich hoffe, ihr wisst jetzt besser, was euch in der Challenge erwartet und meldet euch noch an!

Montag, 16. Dezember 2013

The Read Pack im Außeneinsatz: Lesung "Teufelsbande" von Daniel Holbe

Von Susi auf den Geschmack gebracht hatte ich Lust nochmal eine Lesung zu besuchen. Diesmal weniger besinnlich sondern einfach spannend. 
Am 12.12.2013 lud der Virgin Mega Store am Frankfurter Flughafen zu einer Lesung von und mit Daniel Holbe ein. Das neue Buch "Teufelsbande" sollte vorgestellt werden und da ließ ich mich nicht lange Bitten. Gemeinsam mit Mama Luchs machte ich mich auf den Weg zum Frankfurter Flughafen.

Wohl jedem Frankfurter (und den meisten Anderen) ist Andreas Franz ein Begriff. Als er 2011 plötzlich verstarb, stand für viele Fans neben der Trauer um den sympathischen Autor auch die Frage nach der Fortführung seiner beliebten Frankfurter Krimi-Reihe um Julia Durant.
Zum Glück ist nun Daniel Holbe in seine Fußstapfen gertreten und setzt die Reihe ganz im Sinne von Andreas Franz, aber auch mit vielen eigenen Ideen fort.

Daniel Holbe selbst las, recht unscheinbar zwischen zwei Regale gesetzt, in der Buchhandlung am Frankfurter Flughafen aus seinem Buch vor. Erzählte aber auch vorher und zwischendrin viel von sich und seinen Büchern.
Schon der Beginn war für mich ein absoluter Eisbrecher: als Daniel Holbe erklärte, die Lesung zu beginnen, wie er auch daheim mit einem Buch anfängt "nämlich am Anfang" mussten alle Anwesenden einfach schmunzeln.

Nachdem Daniel Holbe den Prolog zu Teufelsbande vorgelesen hat und uns so auf die düstere Geschichte einstimmte, erzählte er ein wenig über Julia Durant. Ich war total fasziniert, wie lebendig und "echt" er die Protagonistin der Krimireihe beschrieb. Irgendwie war es, als würde er über seine Nachbarin sprechen. Dabei machte er auch auf den großen "Zufall" aufmerksam, dass Julia Durant gemeinsam mit dem Knaur Verlag ihren 50. Geburtstag feierte... was man als Autor nicht alles passend machen kann!

Die Abschnitte, die aus Teufelsbande gelesen wurden, machten mir richtig Lust auf das Buch. Ein witziges Detail: Julia Durant wird mit Peter Brandt aus Offenbach ermitteln müssen. Für alle die's nicht wissen: aus Frankfurter Sicht ist Offenbach eigentlich Ausland und nicht unbedingt bereisenswert.
Zu diesem beinahe "multikulturellen" Grundthema kommt die Thematik der Rocker- und Bikergangs, die ja in allen Medien hochaktuell ist.

Nachdem genügend Passagen aus dem Buch vorgetragen waren, um alle Anwesenden neugierig zu machen, beendete Daniel Holbe diesen Teil des Abends und lud zum Fragenstellen ein. So erfurhren wir einiges darüber, wie es dazu kam, dass er Andreas Franz' Reihe fortsetzt, warum sein Name "so klein" auf dem Cover der Bücher ist und dass nächstes Jahr ein "Holbe Holbe und kein Franz Holbe" auf den Markt kommt.

Insgesamt fand ich die Lesung unterhaltsam, den Autor sympathisch und das Buch interessant. Was möchte man mehr? Also habe ich gleich vor Ort ein Exemplar von Teufelsbande erstanden und signieren lassen. Mein zweites Autogramm, nach dem von Alfred Biolek. Und mein erstes signiertes Buch überhaupt. Yippie!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Rezension: Ohne jeden Zweifel von Tom Rob Smith

Bald erscheint der neue Thriller von Sebastian Fitzek „Noah“, „Phobia“ von Wulf Dorn lächelt mich… nein eher… starrt mich schon eine ganze Weile verführerisch an. Die Auswahl ist wirklich groß und dann stolpere ich über „Ohne jeden Zweifel“ von Tom Rob Smith. Damit war die Entscheidung über den nächsten Thriller gefallen. Dieses Buch musste sofort auf meinem Kindle einziehen.

„Ohne jeden Zweifel“ von Tom Rob Smith
Manhattan Verlag
384 Seiten
19,99 € (Hardcover) oder 15,99 € (Kindle Edition)









Daniel ist in einer heilen Welt aufgewachsen. Seine Eltern haben alles Schlechte und Böse von ihm ferngehalten. Es gab keinen Streit und keine Probleme. Umso mehr fällt er aus allen Wolken, als er von seinem Vater erfährt, dass seine Mutter in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Als ihn dann noch seine Mutter versucht zu überzeugen, dass sie nicht verrückt, sondern Opfer einer Verschwörung ist, wird die Situation für Daniel fast unerträglich.
Die Handlung des Buches ist absolut genial und perfekt verpackt. Die meisten Begebenheiten werden nicht direkt, sondern über Erzählungen der Eltern (vor allem der Mutter), beschrieben. Der Leser sitzt so quasi im selben Boot mit dem verunsicherten Sohn und schwankt ständig in seiner Meinung, wie das alles, was er da erfährt, wirklich zusammenpasst und sich auflösen lässt.
„Ohne jeden Zweifel“ entwickelt dabei einen absoluten Sog. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Die ständigen Zweifel, die irreführenden Berichte und seltsamen Begebenheiten ergeben erst Stück für Stück überhaupt einen Sinn. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so verzweifelt wollte ich die Wahrheit wissen.
Da die Eltern ihren Altersruhesitz in einem winzigen Dorf in Schweden gesucht haben, bekommen manche Berichte fast etwas Mystisches. Zusätzlich tragen die Isolation des kleinen Ortes und die zum Teil doch sehr seltsamen Bewohner zur Spannung des Buches bei.
Ich habe von Tom Rob Smith bisher schon „Kind 44“ gelesen und war damals begeistert von der gebotenen Spannung, den Charakteren und der besonderen Situation dieses Thrillers. Jetzt hat mich auch „Ohne jeden Zweifel“ total mitgerissen. Von der ersten bis zur letzten Seite wird die Spannung aufrecht erhalten und die schlussendliche Auflösung der Geschichte war wunderbar glaubwürdig aber nicht zu simpel.
Ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, wie ich in dieser Situation wohl reagieren würde. Woher weiß man, ob  das Gehörte die Wahrheit oder nur Ausgeburt einer kranken Psyche ist? Kann man das bei der eigenen Mutter objektiv beurteilen? Ich kann dieses Buch allen ans Herz legen, die wie ich derartige spannende Gedankenexperimente in Büchern mögen.
Ich gebe 5 von 5 Leseratten für einen Thriller, der ohne viel Brutalität und Blutvergießen, ohne Serienkiller und Klischeepolizisten eine unwahrscheinliche Spannung erzeugt und mich absolut unterhalten hat.

Samstag, 14. Dezember 2013

Neu im Regal: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Eigentlich wollte ich solche Posts nicht machen. Ich schaue mir zwar unheimlich gern an, was andere Blogger so in ihre Regale stellen und was wohl demnächst vorgestellt wird, fand mich aber gänzlich ungeeignet auch sowas zu zeigen.

Warum?

  • Ebooks lassen sich unheimlich schlecht fotografieren, ich kaufe aber primär Ebooks.
  • Ich kaufe immer nur einzelne "richtige" Bücher, das wirkt dann so leer auf dem Foto.
  • Ich Vertausche, Verkaufe und Verschenke Bücher oft sofort nach dem Lesen. So wird auch ein "gesammelter" Post am Monatsende schwer.

Trotzdem gab es auch schon immermal Bücher, bei denen es mich in den Fingern gejuckt hat, sie zu zeigen.
Bei Keinem bisher war es aber so nötig wie bei meiner neuesten Errungenschaft:


"Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" von Walter Moers ... erstmals neu und in Farbe, bunt und toll!
Albrecht Knaus Verlag
704 wunderschön illustrierte Seiten
29,99 € (Hardcover)

Ich habe das Buch schon als Taschenbuchausgabe und es ist noch ungelesen. Trotzdem war ich sofort verliebt, als ich diese Ausgabe entdeckte und nach 5-minütigem Zaudern hab ich sie dann gleich bestellt.

Das Buch ist leider ziemlich groß und unhandlich, verbreitet aber dadurch wiederum dieses "riesiges Märchenbuch-Gefühl".

Die Aufmachung dieser Ausgabe ist einfach wunderschön, vom Schutzumschlag über die Buchdeckel-Innenseiten mit zamonischen Landkarten bis zu den unzähligen tollen Illustrationen ist es einfach ein Augenschmaus.

 Seite um Seite ist passend zur jeweiligen Geschichte illustriert.

Dieses Buch war mein Weihnachtsgeschenk von mir an mich und ist einfach eines dieser tollen Schätze die ich haben musste. Wenn jetzt noch zufällig jemand eine Hardcover Ausgabe der Dunklen Turm Reihe rumfliegen hat, einfach kurz bei mir melden, ja? Ich räume derweil das Regal frei!

Alle Illustrationen sind wahnsinnig detailreich und man kann stundenlang nur blättern.

Also, wenn euch noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt... ich würde sagen: Auf zum Buchladen. Los!